Passive Schweriner bleiben Neunte, Henrichenburger schießen fast alle Tore und verlieren

dzFußball zu Karneval

Die Spvg Schwerin hat das Nachholspiel beim Erler SV mit 1:3 verloren. Entscheidend war ein Feldverweis. Zudem spielten der TuS Henrichenburg, der VfB Habinghorst und SF Habinghorst/Dingen.

Castrop-Rauxel

, 03.03.2019, 21:43 Uhr / Lesedauer: 7 min

Fußball

Bezirksliga 9

Erler SV - Spvg Schwerin 3:1 (1:0)

SCHWERIN: Brödner; Dykierek, Horn (62. Neumann), Schemel, Decke, Gönül (46. Ewang), Wikczynski, Ceylan, Rupieper, Zimmermann, Jürgens (70. A. El Marsi).

Tore: 1:0 (15./ET) Rupieper, 2:0 (47.), 2:1 (81.) Rupieper, 3:1 (87.).

Bes. Vorkommnis: (43.) Rote Karte gegen Marvin Wikczynski (Spvg) wegen groben Foulspiels.

Zuschauer: 50.

Nichts war es mit der Kletterpartie auf Tabellenplatz fünf: Fußball-Bezirksligist Spvg Schwerin unterlag am Sonntag mit 1:3 (0:1) im Nachholspiel beim Erler SV. Es war eine verdiente Niederlage, da die Schweriner auf dem glitschigen Rasenplatz Am Forsthaus nie den Kampf wirklich annahmen.

Beide Mannschaften begannen vorsichtig, keiner wollte einen Fehler machen. Bis in der 16. Minute den Schwerinern doch ein unglücklicher Fehler unterlief: Marvin Rupieper fälschte einen Erler Torschuss beim Rettungsversuch ab, sodass der Ball über Keeper Marius Brödner hinweg an den Innenpfosten klatschte und von dort ins Netz fiel. In der Folge passierte nicht mehr viel vor beiden Toren. Mit dem 1:0 im Rücken schob sich der Gastgeber den Ball am eigenen Strafraum nur noch seelenruhig hin und her, ohne dass die Schweriner ernsthafte Versuche unternahmen, diese Kickerei zu unterbinden.

Rotsünder diskutiert

Die entscheidenden Szenen des Spiels kurz vor der Pause und direkt danach. In der 43. Minute sah Schwerins Marvin Wikczynski die Rote Karte. Der wollte sein Foulspiels nicht wahrhaben, verließ den Platz nicht und diskutierte länger mit Schiedsrichter Martin Grösbrink (DJK Eintracht Coesfeld). Der nächste Nackenschlag für die Blau-Gelben kam in der 47. Minute: Tim Soldat schoss das 2:0. In Unterzahl mit zwei Toren in Rückstand ist es natürlich schwer, das Spiel noch umzubiegen. Nach vorne ging bei Schwerin letztlich so gut wie nichts mehr – die Abwehr stand unter Erler Dauerdruck, hielt dem aber stand. Keeper Brödner zeigte seine Klasse bei einer reflexartigen Fußabwehr bei einem Soldat-Schuss.

Passive Schweriner bleiben Neunte, Henrichenburger schießen fast alle Tore und verlieren

Marco Gruszka, Trainer der Spvg Schwerin © Foto:Jens Lukas

In der 81. Minute kam Schwerin quasi aus dem Nichts doch noch zu einem Tor. Marvin Rupieper drückte nach einem Eckball den Ball am langen Pfosten mit dem Kopf ins Netz. Schwerin schnupperte nun an der Chance, vielleicht doch noch einen Punkt mitzunehmen. Daraus wurde nichts. Im Gegenteil. Erles Tim Soldat schnürte den Sack mit dem 3:1 (87.) endgültig zu in einem Spiel, das zum Schluss ruppiger wurde.

Erler spielen trotz Foul

Dem 3:1 war aber ein klares Foul an einem Schweriner vorausgegangen, der verletzt am Boden liegen blieb. Was die Erler nicht daran hinderte weiterzuspielen, als der Pfiff des Schiedsrichters ausblieb.

Als „Kiebitze“ waren übrigens Dennis Hasecke und Marco Taschke, Trainer der SG Castrop, vor Ort und haben vor dem Derby gegen Schwerin am kommenden Sonntag nach eigener Aussage „einige gute Erkenntnisse gesammelt“.

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Sah einen 6:0-Sieg seines FC Frohlinde II: Trainer Jimmy Thimm. © Volker Engel

Kreisliga A HER

A. Holsterh. - FC Frohlinde II 0:7 (0:3)

FROHLINDE II: Brandenburger, Göbel, L. Reichel, D. Vierhaus, Kothe, J. Rütten, Karajic, H. Fülling, Groß, Herrmann, Ti. Kuit.

Tore: 0:1 (10.) H. Fülling, 0:2 (24.) Groß, 0:3 (31.) Ti. Kuit, 0:4 (60.) Karajic, 0:5 (70.) Groß, 0:6 (80.) D. Vierhaus, 0:7 (84.) J. Rütten.

Bes. Vorkommnis: (50.) Rütten verschießt Elfmeter; (83.) Gelb-Rote Karte gegen einen Holsterhauser Spieler.

Bereits am Freitagabend haben die Kreisliga-A-Fußballer des FC Frohlinde II ihr Nachholspiel beim Schlusslicht Arminia Holsterhausen mit 7:0 (3:0) gewonnen. Durch den siebten Sieg im 19. Spiel zog die FCF-Reserve am Lokalrivalen SuS Merklinde vorbei und nahm diesem den zehnten Platz ab.

Bereits nach einer halben Stunde war der Apfel geschält für die Mannschaft von Frohlindes Trainer Jimmy Thimm. Denn Henrik Fülling, (10.), Niklas Groß (24.) und Tim Kuit (31.) hatten für eine schnelle 3:0-Führung gesorgt.

Thimm meinte nach der Partie: „Wir sind gegen die 6er-Abwehrkette der Gastgeber und den vier Mittelfeldspielern davor zunächst nicht klar gekommen. Wir haben die erste Halbzeit eigentlich verschlafen – aber alle unsere Chancen genutzt.“

Nach einer Stunde Spielzeit machte sein Team bei den Hernern, die erst einen Sieg auf dem Konto haben, mit dem Tore schießen weiter – nachdem sie einen Elfmeter verschossen hatten. Samir Karajic läutete den Torreigen mit dem 4:0 ein. Danach netzten Groß (70.) sowie Routinier Dirk Vierhaus (80.) und Julian Rütten (84.) ein. Vor dem Rütten-Tor musste ein Holsterhauser mit einer Gelb-Roten Karte den Platz verlassen. Jimmy Thimm sagte: „Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir noch fünf Tore mehr schießen müssen. Die Kraft war da, weil wir sie ja in der ersten Halbzeit nicht genutzt haben.“

Bei den Hernern ist die Personalnot so groß, dass sogar Trainer Klaus Marquardt in der Start-Elf stand. Auf der Gegenseite stand auch Jimmy Thimm als zweiter Einwechselspieler auf dem Spielberichtsbogen. Er musste sich aber nicht selbst einwechseln. Der Coach meinte: „Bei solch einem Spiel und solch einem Ergebnis muss das auch nicht sein. Ich wäre nur auf den Platz gegangen, wenn sich einer meiner Spieler verletzt hätte.“

Eine lösbare Aufgabe wartet auch am kommenden Sonntag, 10. März, auf die Frohlinder Landesliga-Reserve. Dann geht es gegen den Tabellenzwölften SC Constantin Herne.

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Im Dauerregen an der Lambertstraße musste sich der TuS Henrichenburg, hier mit Felix Schaack (Eigentorsschütze zum 0:1) am Ball, der Concordia Flaesheim mit 1:3 geschlagen geben. © Volker Engel

Kreisliga A2 RE

TuS Hen´burg - Conc. Flaesheim 1:3 (0:1)

HENRICHENBURG: Frecker; Waack, Schaack, Chr. Grum, J. Niewind, Wels, Nelson (70. Bogatinis), R. Niewind, Philipp (80. Hohmann), Köhnen, Babbel.

Tore: 0:1 (27./ET) Schaack, 1:1 (51.) Köhnen, 1:2 (67.), 1:3 (87./ET) Hohmann.

Bes. Vorkommn.: (88.) Babbel (TuS) verschießt Elfmeter.

Die Fußballer des TuS Henrichenburg in der Kreisliga A Recklinghausen hatten am Sonntag das Pech an den Füßen kleben. Der Tabellenvorletzte von der Lambertstraße verlor das Nachholspiel gegen Concordia Flaesheim (3.) mit 1:3 (0:1) – und erzielte drei der vier Tore der Partie selbst.

Zwei Eigentore unterliefen dem Team von Coach Florian Kaczorowski und Spielertrainer Christian Grum, zum 0:1 (27.) durch Felix Schaack sowie zum 1:3-Endstand (87.) durch den kurz zuvor eingewechselten Christoph Hohmann. Florian Kaczorowski sagte nach der Partie: „Das waren äußerst unglückliche Szenen.“ Schaack habe den Ball nicht richtig getroffen. Das Leder bekam so viel Effet, dass es unhaltbar für Keeper Carlos Frecker im Winkel einschlug. Kaczorowski: „Gewollt bekommt man so viel Schnitt nicht in einen Schuss.“

Mut machte den Henrichenburgern das 1:1 (51.) von Matthias Köhnen. Dieser preschte bei einem Freistoß aus dem Mittelfeld vor und brachte den Ball mit dem Oberschenkel über die Torlinie. Coach Kaczorowski sagte: „Da hat man gesehen, was Wille bewirken und sich jeder Weg auf dem Platz lohnen kann.“

Anschließend kassierte der TuS zwar das 1:2 (67.) durch Niklas Haak, war wenig später aber dem 2:2 nah. Bei einer Großchance hatte René Niewind allerdings das Pech, dass er einen Kopfball aus zwei Metern Torentfernung neben das Gehäuse setzte. Im Gegenzug unterlief Hohmann das Eigentor zum 1:3 (87.).

Gegenwehr bis zum Schluss

Aber auch damit war die Gegenwehr der Henrichenburger noch nicht beendet. Eigentlich hätte das 2:3 fallen müssen. Denn Alexander Babbel trat nach einem Foulspiel zum Elfmeter an. Er hatte allerdings das Pech, dass Concordia-Keeper Stephan Koch das Leder an den Pfosten lenken konnte und er auch den Nachschuss nicht verwandeln konnte.

Trainer Florian Kaczorowski meinte, dass seine Mannen zumindest einen Punktgewinn verdient gehabt hätten – und wurde von Flaesheims Coach Michael Onnebrink darin sogar bestätigt. Dieser sagte: „Wir haben hier nur aufgrund der besonderen Umstände mit den Eigentoren gewonnen.“ Florian Kaczorowski sprach nach der Begegnung von „gefühlt 70 Prozent Ballbesitz“ für sein Team: „Wir haben alles ordentlich gemacht, nur das Ergebnis stimmt nicht.“

Besser als beim 1:8 im Sommer

Eine Leistungssteigerung gegenüber dem Hinspiel gelang dem TuS allemal. In Flaesheim waren die Henrichenburger Mitte August mit 1:8 (0:1) baden gegangen. Immerhin: Die Halterner verfügen mit 60 Treffern über die torhungrigste Offensiv-Abteilung der gesamten Liga.

In der Recklinghäuser Kreisliga A sind aktuell zwei Absteiger vorgesehen. Es können aber noch mehr werden, wenn aus den Bezirksliga-Staffeln 9 und 11 mehrere Teams in den Kreis Recklinghausen absteigen. Aktuell sieht es für SW Röllinghausen und den FC/JS Hillerheide (beide Staffel 9) nicht gut aus. Und in der Staffel 11 sind der TuS Gahlen und Adler Weseke hochgradig gefährdet. Weshalb Florian Kaczorowski meint: „Für uns gilt es, in unserer Tabelle noch mindestens zwei Plätze nach oben zu klettern.“

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Der VfB Habinghorst, hier mit Dennis Kock am Ball, lief den SF Habinghorst/Dingen einfach davon. Auch wenn sich die ersatzgeschwächten Sportfreunde redlich bemühten, hatten sie dem Tabellenführer nichts entgegenzusetzen. © Volker Engel

Kreisliga B1 HER/CR

VfB Habinghorst - SF Habinghorst/Dingen 12:0 (4:0)

HABINGHORST: Michelis; E. Caliskan, Teuber, Kock, F. Latrach, Schlingermann, Eckey, Trottenberg, Schrimpf, Pasc. Fritz, Bragin; Both, P. Meyer, Deric – HABINGHORST/DINGEN: Ben. Henseleit; Demircan, Kabadayi, Bingölo, Kessen, Kirkkilic, Karassaridis, Kurnaz, Tiris, Neagu, Wesche; Karabegovic, Ronge.

Tore: 1:0 (7.) Teuber, 2:0 (18.) Schlingermann, 3:0 (25.) Bragin, 4:0 (39.) Kock, 5:0 (48.) Kock, 6:0 (52.) Eckey, 7:0 (55.) Teuber, 8:0 (66.) Trottenberg, 9:0 (71.) Teuber, 10:0 (82.) Teuber, 11:0 (83.) Teuber, 12:0 (87.) Bragin.

in Tor-Feuerwerk haben die Fußballer des Kreisliga-B-Spitzenreiters VfB Habinghorst am Karnevals-Sonntag abgebrannt. Im Nachholspiel gegen den Straßen-Nachbarn an der Recklinghauser Straße, SF Habinghorst/Dingen, hatte das Team von VfB-Trainer Marc Olschewski deutlich mit 12:0 (4:0) die Nase vorn. Das Tor-Feuerwerk ging jedoch mit wohl ebenso vielen Blindgängern einher. „Wir haben viele Chancen liegen gelassen“, sagte Olschewski nach dem Abpfiff, „aber das ist Meckern auf hohem Niveau.“ Einige verpasste Torgelegenheiten waren sicherlich auch dem durchweichten Naturrasen in der Kampfbahn Habichthorst geschuldet.

Fünf Teuber-Tore

Für die Initialzündung sorgte Torjäger Dennis Teuber in der siebten Minute. Justin Schlingermann erhöhte auf 2:0 (18.). Thomas Bragin erzielte das 3:0 (25.). Zuvor war SF-Akteur Askin Bingölo in den Torschuss eines VfB-Angreifers gerutscht, hatte aber das dritte Gegentor so nur aufgeschoben. In zwei weiteren Situationen rettete Bingölo auf der Torlinie. Aber das zögerte das folgende 4:0 (39.) lediglich hinaus. Dennis Kock tauchte allein vor Torwart Benjamin Henseleit auf und traf aus spitzem Winkel.

Kock machte nach der Pause gleich dort weiter, wo er zuvor aufgehört hatte - mit dem 5:0 (48.). Das 6:0 erzielte Tim Eckey ohne Bedrängnis nach Querpass von Bragin. Beim 7:0 (55.) lief SF-Schlussmann Henseleit dem anstürmenden Teuber entgegen, doch der Ball rutschte ihm unter den Beinen hindurch – und Teuber schob ein. Das war wohl einzige Szene, in der man dem Keeper einen Fehler anlasten könnte.

Andre Trottenberg ließ das 8:0 (66.) folgen. Dann netzte Teuber mit drei Treffern in Folge (71./82./83.) ein. Sehenswert war das 10:0 per Volleyschuss. Das Schlusswort in Sachen Toren sprach Bragin mit dem 12:0 (87.).

„Mehr war heute nicht drin“, erklärte SF-Coach Ilker Bahcecioglu, „von Freitag bis Sonntag musste ich sieben Spieler ersetzen. Daher will ich jedem für seinen Einsatz danken.“ Krankheit, Verletzungen oder berufliche Verpflichtungen hätten zu den zahlreichen Ausfällen geführt. „Wir streben weiterhin Platz fünf an“, so Bahcecioglu, „das ist immer noch realistisch.“

Passive Schweriner bleiben Neunte, Henrichenburger schießen fast alle Tore und verlieren

Für einen Torhüter ist es wohl kaum angenehm, zwölfmal in einer Partie hinter sich greifen zu müssen. Doch Benjamin Henseleit sorgte dafür, dass die SF-Niederlage nicht noch höher ausfiel. Allein beim 7:0 könnte man ihm einen Fehler anlasten. © Volker Engel

Auch Verfolger Eintracht Ickern beäugte das Spiel im Habichthorst. Zur Eintracht-Delegation gehörte neben Kevin Tann und Cihangir Sahinli auch Yalim-Dogan Öztürk, der erklärte: „Wir gewinnen die Meisterschaft. Mit den besten Einzelspielern, wenn schon nicht als beste Mannschaft.“ Eintrachts Co-Trainer Cengiz Caliskan hatte im Interview mit dieser Zeitung gesagt: „Von den Einzelspielern her sind wir das bessere Team als der VfB. Das hat man, glaube ich, beim Spiel gegen Habinghorst (5:1 für Eintracht, Anm.d.Red.) auch gesehen. Aber der VfB spielt besser als Team zusammen.“ Im Rückspiel am letzten Spieltag wolle man die Meisterschaft sichern, so Öztürk am Sonntag.

Mit Vorsprung ins Duell

Das will VfB-Coach Olschewski natürlich verhindern: „Wir wollen noch vor dem abschließenden Spieltag dafür sorgen, dass Eintracht die Luft ausgeht. Ins Duell wollen wir mit vier Punkten Vorsprung gehen.“ Das 12:0 gegendie Sportfreunde mochte er nicht zu hoch hängen: „Wir hatten nicht damit gerechnet, dass es so leicht wird.“

Kreisliga B2 RE

TuS H’burg II - VfB Waltrop 1:1 (1:0)

HENRICHENBURG II: Düzgün; Karow, Aschenbach, Kobylanski, Ortkamp, A. Boschella, M. Ludwig, D. Ludwig, Ju. Schweiger, Tost, Berens; Lessmann, Mau. Nerger.

Tore: 1:0 (3.) Aschenbach, 1:1 (47.).

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