Obercastrop und Frohlinde sind bereits vor dem Anpfiff des Kreispokal-Endspiels beide Sieger

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Die Geschichte wiederholt sich. Nach sechs Jahren stehen sich im Kreispokal-Finale wieder zwei Castrop-Rauxeler Fußball-Mannschaften gegenüber. Es sind wieder die zwei selben Clubs.

Castrop-Rauxel

, 11.08.2020, 05:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Castrop-Rauxeler Fußballfans können sich freuen. Wieder ist es den zwei gleichen Vereinen gelungen, der starken Herner Konkurrenz Paroli zu bieten. Nicht die Abonnement-Sieger im Kreispokal, Westfalia Herne oder DSC Wanne, sondern der SV Wacker Obercastrop und der FC Frohlinde werden sich - wie am 29. Mai 2014 - um den Kreispokal streiten. Irgendwie sind auch schon beide Gewinner. Beide haben ihre Tickets für die erste Runde im Westfalenpokal in der Tasche. Obercastrop als Westfalenliga-Aufsteiger und deshalb Frohlinde als Nachrücker wegen der Finalteilnahme.

Keeper erinnert sich an ein Endspiel zwischen Eintracht und Merklinde

Es war wohl damals am Vatertag im Mai nicht das einzige Endspiel mit rein Castrop-Rauxeler Beteiligung. Leser Thomas Stankowski aus Ickern hat angemerkt, dass es in den 1980er Jahren ein Endspiel zwischen Eintracht Ickern und dem SuS Merklinde gab. Merklinde hat damals auf neutralem Platz gewonnen. Der Ickerner weiß das so genau, weil er bei der Eintracht im Tor gestanden hat.

Der Wacker-Vorsitzende Martin Janicki hält die Erin-Kampfbahn für geeigneter für das Endspiel als die Anlage an der Brandheide.

Der Wacker-Vorsitzende Martin Janicki hält die Erin-Kampfbahn für geeigneter für das Endspiel als die Anlage an der Brandheide. © Volker Engel

Das Finale zwischen Obercastrop und Frohlinde fand 2014 nicht auf neutralem Terrain statt. Damals haben die Vereine das Heimrecht ausgelost und Frohlinde hat das Heimrecht gezogen und schließlich auch das Spiel (2:1). Und diesmal? Die beiden Vorsitzenden wollen sich erst mit ihren Vorstandskollegen und Trainern beraten, wie alles geplant werden soll. Martin Janicki vom SV Wacker, der übrigens wie Frohlindes Robert Janßen den 4:1-Sieg des FCF nicht sah, sagte: „Das Ergebnis ist für mich überraschend, aber für den Castrop-Rauxeler Fußball ist das eine schöne Sache.“

Beide Vorsitzenden sehen ihre Sportanlagen als geeignet an

Großartig Gedanken hat sich der Wacker-Chef noch nicht gemacht, glaubt aber, dass die Erin-Kampfbahn bei den augenblicklichen Corona-Verordnungen besser geeignet wäre als die Brandheide. „Wir werden das aber diskutieren und wenn wieder das Heimrecht ausgelost werden sollte, nehmen wir jedes Ergebnis natürlich fair an.“ Frohlindes Janßen glaubt aber, dass die Frohlinder Platzanlage geeignet wäre: „Wir haben es jetzt mit 200 Zuschauern versucht, dann würden wir es, wenn die Verordnung so bleibt, auf 300 aufstocken.“

Weitläufig genug ist nach Meinung des Frohlinder Vorsitzenden Robert Janßen der Zuschauerbereich an der Brandheide.

Weitläufig genug ist nach Meinung des Frohlinder Vorsitzenden Robert Janßen der Zuschauerbereich an der Brandheide. © Volker Engel

Robert Janßen war wegen einer privaten Feier beim Halbfinalsieg gegen den DSC Wanne nicht dabei. Er sagte aber mit einem Lachen: „Ich wusste., es kommt noch ein Spiel.“ Wann das Finale stattfindet, ist noch nicht bekannt. Reinhold Spohn, Kreisvorsitzender und Kreispokal-Spielleiter sagte: „Ich habe das letzte Wochenende im August vor Augen, was ich natürlich noch mit beiden Kandidaten besprechen muss.“

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