Neue Allgemeinverfügung für den Kreis: Gravierende Änderung für Fußball-Fans

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Die Lage spitzt sich zu: Die Zahl der Corona-Infizierten im Kreis steigt weiter. Das hat natürlich Einfluss auf den Sportbetrieb in Castrop-Rauxel - mit einer erheblichen Änderung für Fußball-Fans.

Castrop-Rauxel

, 14.10.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Corona-Zahlen im Kreis Recklinghausen steigen weiter an. Das Landeszentrum für Gesundheit in Nordrhein-Westfalen hat einen erneuten, drastischen Anstieg der 7-Tage-Inzidenz gemeldet: Mit einem Zuwachs von 10,3 Punkten liegt dieser Wert nun bei 70,7 - und damit deutlich über der Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Auch Castrop-Rauxel hat nun erstmals diese Schwelle überschritten: Am Mittwochmorgen vermeldete die Stadt einen Wert von 50,4. Bereits seit Dienstag dieser Woche um Mitternacht gilt eine neue Allgemeinverfügung im Kreis. Die beinhaltet auch eine ganz gravierende Änderung für Fußball-Fans.

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Der Hammer vorneweg: Die neuen Vorschriften sehen vor, dass Zuschauer den Mund-Nase-Schutz die gesamte Veranstaltung über tragen müssen. Mindestabstand, Rückverfolgbarkeit und Haushaltszugehörigkeit der zusammensitzenden oder -stehenden Personen spielen dabei keine Rolle.

Im Klartext heißt das: Besucher einer Sportveranstaltung sind dazu verpflichtet, die Mund-Nase-Bedeckung vom Zeitpunkt des Betretens bis zum Verlassen der Sportstätte zu tragen. Unabhängig davon, ob es sich um Hallensport handelt oder die Veranstaltung auf einer Freiluft-Anlage stattfindet.

Mund-Nase-Bedeckung-Pflicht wird verschärft

„Beim Sport- und Trainingsbetrieb sowie bei Wettbewerben auf und in öffentlichen oder privaten Sport- und Wettbewerbsanlagen besteht für alle Zuschauer*innen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, auch am Sitz- oder Stehplatz“, so der genaue Wortlaut der neuen Verfügung, die für alle zehn kreisangehörigen Städte gilt.

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Insbesondere für Fußball-Fans ist das eine deutliche Änderung gegenüber den zuvor geltenden Regeln. Bis jetzt galt: Für den Einlass und beim Verlassen des Platzes ist der Mund-Nase-Schutz zu tragen, auf dem Sitz- oder Stehplatz jedoch bestand diese Pflicht nicht. Mit dieser Lockerung ist es nun - sowohl in der Halle als auch auf dem Fußballplatz - erstmal vorbei.

Angesichts der aktuellen 7-Tage-Inzidenz von über 70 Infizierten pro 100.000 Einwohner im Kreis Recklinghausen wird aber auch ein vorläufiges Verbot sämtlicher Kontaktsportarten, wie es der Kreis Unna bereits für zwei Wochen verhängt hat, immer wahrscheinlicher.

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