Letzter Heim-Punkt für CTV-Damen

Handball

In ihrem letzten Heimspiel der Saison 2014/15 haben sich die Bezirksliga-Handballerinnen des Castroper TV am Sonntag einen Punkt erspielt. Vom fünften Tabellenrang müssen sich die Landesliga-Handballer des TuS Ickern (7.) nach dem 23. Spieltag verabschieden. "Desolat" war der Auftritt der HSG Rauxel-Schwerin in der Bezirksliga.

CASTROP-RAUXEL

, 19.04.2015, 21:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sabrina Scheurer (am Ball) zeichnete sich als dreifache Torschützin für den Castroper TV aus.

Sabrina Scheurer (am Ball) zeichnete sich als dreifache Torschützin für den Castroper TV aus.

Landesliga DJK Westfalia Welper - TuS Ickern 24:27 (7:13)

Die Gastgeber agierten, wie es der Ickerner Trainer Ralf Utech schon vorausgesagt hatte, mit einer offenen 5:1-Deckung. Utech: "Da hatten wir so unsere Mühe mit." Allerdings habe sein Team die erste Halbzeit auch "komplett verschlafen". Vor allem mit der Angriffsleistung des TuS war der Übungsleiter unzufrieden. Mit einem 7:13-Rückstand ging es in die Kabine. Alles sah nach einem erneuten Erfolg der heimstarken Westfalia aus.

Im zweiten Durchgang konnten sich die Gäste dann aber steigern und nutzten ihre Chancen besser. Bis zur 55. Minute kam der TuS auf 23:25 heran. Utech berichtete: "Dann hätten wir den Ausgleich machen können, doch die nächsten zwei, drei Würfe gingen allesamt vorbei." Plötzlich hatten die Ickerner in der entscheidenden Phase nicht mehr das nötige Quäntchen Glück vor dem Tor des Gegners, der sich letztlich mit 27:24 durchsetzen konnte.

Trainer Utechs Meinung über das Spiel war zweigeteilt: "Die Niederlage war nicht unverdient, doch aufgrund unserer Steigerung in der zweiten Halbzeit, wäre auch ein Unentschieden in Ordnung gewesen." Bester Werfer in Reihen der Europastädter war Rückraumspieler Nils Rodammer (Foto) mit sieben Treffern, der den Ickernern zuletzt noch gefehlt hatte.

Bezirksliga HSG Rauxel-Schwerin - FC Erkenschwick 24:29 (10:16)

Die Schwäche der HSG Rauxel-Schwerin in eigener Halle hält an: Am Sonntagabend verlor der Bezirksligist gegen den FC Erkenschwick und kassierte damit seine vierte Heimspiel-Niederlage in Folge. Die Castrop-Rauxeler stehen nach diesem 23. Spieltag zwar noch auf dem achten Platz, haben den Klassenverbleib aber keineswegs sicher in der Tasche. Nach derzeitigem Stand wird der drittletzte Platz (12.) zur Teilnahme an einer Abstiegs-Relegationsrunde führen. Die dort platzierte Borussia Höchsten 2 hat zwar derzeit sechs Punkte Rückstand zur HSG, kann aber in zwei Nachholspielen noch nachlegen.

„Es war völlig klar, dass wir nach der Osterpause auf jeden Fall noch punkten müssen, um nicht in Abstiegsgefahr zu geraten“, erklärte der Trainer der Rauxel-Schweriner, Gerald Raasch. Umso enttäuschter war er von dem, was seine Mannschaft über weite Strecken gegen den keineswegs übermächtigen Neunten aus Erkenschwick geboten hatte. „In den ersten 45 Minuten war das eine desolate Vorstellung“, kommentierte der Übungsleiter.

Phasenweise schlossen die Erkenschwicker jeden ihre Angriffe mit einem Treffer ab, während die HSG auf der anderen Seite umständlich agierte und kaum Torgefahr ausstrahlte. Mit neun Treffern (25:16) lagen die Gäste bereits in Führung, als sich die Castrop-Rauxeler doch noch einmal aufrafften. „Erst ab der 52. Minute habe ich Leidenschaft gesehen“, befand Raasch – die kam allerdings zu spät, um der Partie noch eine Wende geben zu können.

Bezirksliga, Frauen Castroper TV - PSV Recklinghausen 14:14 (7:7)

Gegen die PSV Recklinghausen 2 kam die Sieben von Trainer Jan Schimmelmann zu einem 14:14 (7:7). Der Neunte aus Castrop und der Sechste aus der Kreisstadt lieferten sich in der Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule eine ausgeglichene Partie mit wenigen Torerfolgen auf beiden Seiten. "Das war nicht gerade ein besonders schönes Spiel", befand Schimmelmann.

Der Gegner, der vom ehemaligen Castroper Trainer Otto Kuckel betreut wird und in dessen Team auch dessen Tochter, die langjährige CTV-Spielerin Beatrice Kuckel, zum Einsatz kam, hatte zu Beginn der Schlussphase noch mit zwei Treffern die Nase vorn. Der Castroper TV kam aber noch einmal heran und erzwang mit der letzten Aktion den Ausgleich. Lena Schwittek konnte bei einem Angriff über die Außenposition nur auf Kosten eines Siebenmeters gestoppt werden. Denise Becker, die mit sieben Treffern die beste CTV-Schützin war, trat vom Punkt an und behielt die Nerven: Es stand 14:14.

"Unter dem Strich ist es erfreulich, dass uns dieser Punktgewinn gelungen ist", befand Schimmelmann, der allerdings angesichts von 25 Fehlwürfen seines Teams auch von einer verpassten Siegchance sprach. Zum Saisonabschluss am Samstag, 25. April, wartet nun noch ein Gastspiel beim Tabellenführer und Aufsteiger HSG Gelsenkirchen auf den CTV

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