In der Ickerner Glückauf-Kampfbahn fehlen plötzlich alle Duscharmaturen

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Wegen der Corona-Auflagen können wie andernorts in der Glückauf-Kampfbahn in Ickern die Umkleidekabinen nur unter Auflagen benutzt werden. Seit einigen Tagen ist Duschen dort allerdings nicht möglich.

Ickern

, 05.07.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aufgrund der Corona-Krise waren monatelang die Umkleidekabinen der Sportstätten in Castrop-Rauxel Tabu-Zonen. Aufgrund einiger Lockerungen in den Schutzverordnungen ist die Nutzung mit Mindestabstand möglich. Nicht alle Vereine machen davon Gebrauch. Für die Fußballer von Arminia Ickern und der SF Habinghorst macht es aktuell sogar gar keinen Sinn.

Denn derzeit laufen Sanierungsarbeiten an den Umkleiden und Duschen der Glückauf-Kampfbahn. Und: Diese werfen Fragen auf. Beispielsweise, ob man ohne Duschen kicken kann? Die Vereine und die Stadtverwaltung haben da offensichtlich unterschiedliche Ansichten.

Aktuell werden in Ickern die Bänke in den Umkleiden entfernt.

Aktuell werden in Ickern die Bänke in den Umkleiden entfernt. © Christian Püls

Die Umkleidekabinen und Nassräume in der Glückauf-Kampfbahn werden für 235.000 Euro kernsaniert. Die Arbeiten haben am Montag (29. Juni) begonnen. Eigentlich das eine gute Nachricht für den SC Arminia Ickern und die Sportfreunde Habinghorst/Dingen, die an der Recklinghauser Straße ihre Heimspielstätte haben sein.

Doch Toni Weiss, 2. Arminia-Vorsitzender, fürchtet um die Senioren-Heimspiele beider Vereine, die aus seiner Sicht ohne Duschmöglichkeit nicht stattfinden können. „Kindern bis zu einem gewissen Alter mag das nichts ausmachen, erst daheim zu duschen, bei Erwachsenen ist das anders.“

Über 18 Wochen zieht sich der Zeitplan zur Kernsanierung von Duschen und Umkleiden an der Glückauf-Kampfbahn.

Über 18 Wochen zieht sich der Zeitplan zur Kernsanierung von Duschen und Umkleiden an der Glückauf-Kampfbahn. Das weist ein Plan aus, der an der Kabinen-Tür hängt. © Christian Püls

Kein Ausweichplatz

Anfang August wollen die Arminen wieder in das Training starten. Mitte September - so munkelt man in der heimischen Fußball-Szene - soll die neue Kreisliga-Saison angepfiffen werden. Ohne Heimspiele hätten beide Vereine aber auch keine Einnahmen durch Zuschauer. Und ein Ausweichplatz sei auch noch nicht in Sicht, so Weiss.

„Bei Gesprächen im Februar hieß es vonseiten der Stadt, Ende Mai oder Anfang Juni soll die Sanierung beginnen“, erklärt Weiss, „aber erst am Montag haben die Arbeiten begonnen.“ Die Ausschreibungen dazu hätten wegen der Corona-Krise länger gedauert, habe die Stadtverwaltung erklärt.

18 Wochen soll die Kernsanierung laut Plan nun dauern, die Fertigstellung ist für die erste November-Woche vorgesehen. Vier Wochen sind allein für die Demontage veranschlagt. „Das ist recht großzügig geplant. Seit Dienstag war aber keiner mehr da“, sagte Weiss am Donnerstag (2. Juli).

Florian Schilling streicht eine Tür des Vereinsheims an der Glückauf-Kampfbahn mit frischer Farbe. Dort kann er das Tempo bestimmen. Jedoch nicht bei den Duschen und Umkleiden. Die sollen erst wieder im November nutzbar sein. 235.000 Euro hat die Stadt dafür eingeplant.

Florian Schilling streicht eine Tür des Vereinsheims an der Glückauf-Kampfbahn mit frischer Farbe. Dort kann er das Tempo bestimmen. Jedoch nicht bei den Duschen und Umkleiden. Die sollen erst wieder im November nutzbar sein. 235.000 Euro hat die Stadt dafür eingeplant. © Christian Püls

Unterschiedliches Bild

Bislang sind in einer Kabine die Bänke entfernt worden sowie ein Teil der Deckenverkleidung. In beiden Kabinen wurden die Duscharmaturen abmontiert. Mehr hat sich laut Weiss noch nicht getan. Er fragt sich, wohin mit den Spielern, bis die Arbeiten im November abgeschlossen sind?

Im Rathaus hat man offenbar eine andere Sicht auf die Dinge. Auf Nachfrage der Redaktion am Mittwoch (29. Juni), ob Arminen und Sportfreunde zum Training an die Uferstraße zu Eintracht Ickern ausweichen, gab es die Antwort: „Nein, das ist erstmal nicht geplant. Der Platz ist bespielbar, es können nur die Duschen und Umkleiden nicht genutzt werden.“

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