Ickerner Interims-Trainer denken über ihre Zukunft nach

dzFußball-Kreisliga A

Fußball-Kreisliga A-Schlusslicht Arminia Ickern ist zu einer vereinsinternen Trainer-Lösung übergegangen. Wie es in der Saison 2020/21 weitergeht, darüber machen sich die Trainer Gedanken.

Ickern

, 19.02.2020, 02:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit dem Beginn Winterpause im Dezember steht ein neues Trainer-Duo an der Seitenlinie bei den Kreisliga-A-Fußballern des Schlusslichts SC Arminia Ickern. Nachfolger von Stephan Böhm sind Kim Weber und Kevin Sykora, die zuvor als Spieler Teil der Mannschaft waren.

Nachdem der Vorstand mit Böhm gebrochen hatte, kamen die Verantwortlichen mit ihrem Anliegen auf Weber und Sykora zu. Bei den Gesprächen wurde sich darauf geeinigt, dass das Duo die Mannschaft bis zum Saisonende betreuen soll.

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Während Sykora als Spielertrainer – als Torwart – agiert, widmet sich Weber aktuell ausschließlich der neuen Aufgabe als Übungsleiter und hat sich daher als Spieler zurückgezogen. Er meint: „Solange ich Trainer bin, werde ich nicht spielen. Eine Doppelfunktion wäre meiner Meinung nach schlecht für das Team.“ Dennoch stand er am vergangenen Spieltag beim 0:4 gegen RWT Herne (2.) auch als Spieler zumindest auf der Mannschaftsliste.

Kevin Sykora bildet zusammen mit Kim Weber das aktuelle Arminen-Trainerduo.

Kevin Sykora bildet zusammen mit Kim Weber das aktuelle Arminen-Trainerduo. © Volker Engel

Keine echte Abstiegsgefahr

Das Trainer-Duo steht vor der Herausforderung, die Mannschaft aus dem Tabellenkeller zu führen. Nach 16 Spielen steht die Arminia auf dem 14. Rang und hat lediglich einen Sieg und insgesamt sechs Punkte auf dem Konto. Nur gut, dass in den zurückgezogenen Teams von Arminia Holsterhausen und Fortuna Herne die beiden nominellen Absteiger schon feststehen. Die Ickerner würden nur in dem Fall wackeln, wenn die SG Castrop und die SG Herne 70 gemeinsam die Bezirksliga verlassen müssten.

Vom Verletzungspech verfolgt

Noch mehr als das Abstiegsgespenst plagt die Ickerner ein anderes Problem: Seit der Hallenstadtmeisterschaft Anfang Januar werden sie vom Verletzungspech verfolgt. „Teilweise haben bis zu zehn Spieler beim Training und den Testspielen gefehlt“, so Weber. Dieser hat darin auch ein Problem während der Vorbereitung auf die Restsaison gesehen. Er sagt: „Wir haben viel an unserer Taktik gearbeitet. Die Mannschaft setzt das auch gut um, aber wegen der vielen Verletzten haben wir zu viel Rotation in der Aufstellung.“

Das schmälert den Ehrgeiz des Interims-Coach aber nicht. Kim Weber: „Wir haben an ein paar Dingen gearbeitet. Anstelle der Vierer-Kette spielen wir jetzt zum Beispiel in einer Dreier-Kette.“

Ob das neue Trainer-Duo auch saisonübergreifend an der Linie der Ickerner steht, bleibt abzuwarten. Die Gespräche mit dem Vorstand dazu stehen noch aus. Weber signalisiert aber sein Interesse: „Wenn es nach mir geht, würde ich auch in der nächsten Saison weitermachen.“

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