Ickern siegt auswärts / CTV-Damen halten Klasse / Luft raus bei der HSG

Handball

Die Landesliga-Handballer des TuS Ickern haben am Samstagabend auswärts beim PSV Recklinghausen 2 mit 25:20 gewonnen. Die Handballerinnen des Castroper TV unterlagen in ihrem drittletzten Saisonspiel zwar beim HSC Welper, bleiben aber in der Bezirksliga. Den HSG-Herren ging in der Bezirksliga gegen Recklinghausen die Luft aus.

CASTROP-RAUXEL

, 22.03.2015, 18:49 Uhr / Lesedauer: 3 min
Niels Soumagne (am Ball) kam auf fünf Tore für die HSG Rauxel-Schwerin gegen den HTV Recklinghausen.

Niels Soumagne (am Ball) kam auf fünf Tore für die HSG Rauxel-Schwerin gegen den HTV Recklinghausen.

Handball-Landesliga 3 PSV Recklinghausen 2 - TuS Ickern 20:25 (10:12)

Sie können doch auch auswärts gewinnen. Das haben die Ickerner Handballer am Samstagabend bei der Polizeisport-Vereinigung Recklinghausen 2 bewiesen. Der Sieg beim Schlusslicht war der erste Erfolg in fremder Halle seit dem 19. Oktober 2014. Damals hatte der TuS mit 22:19 bei TuRa Bergkamen 2 (11.) die Nase vorn gehabt. 

Dabei hatten laut TuS-Trainer Ralf Utech die Castrop-Rauxeler schwer in die Partie gefunden. Der Coach berichtete: "Wir haben 15 Minuten gebraucht, um uns an die Gegebenheiten in der Halle zu gewöhnen. In der Phase haben die Recklinghauser stets mit einem Tor Vorsprung geführt."

Danach nahmen allerdings die Ickerner in der Sporthalle Recklinghausen-Nord an der Halterner Straße das Heft in die Hand und gingen mit 8:7 (16.) in Führung. In den folgenden 14 Minuten bis zur Halbzeitpause gab es von beiden Mannschaften viele Fehlwürfe und technische Fehler zu sehen, sagte Utech: "Das war mit Sicherheit kein schönes Spiel für die Zuschauer." Seiner Meinung nach hätten es seine Schützlinge ihrem Keeper Viktor Dick zu verdanken gehabt, dass sie mit einer Zwei-Tore-Führung (12:10) nach den ersten 30 Minuten in die Kabine gehen konnten.

Besser aus der Kabine

Mit mehr Schwung aus der Kabine kamen die Ickerner dann als die Gastgeber. Der Beleg dafür: die 17:13-Fürung nach elf Minuten der zweiten Halbzeit. Ralf Utech: "Wir hatten jetzt das Spiel die gesamte Zeit unter Kontrolle." Der TuS-Coach gab allen in seinem Kader Spielanteile und wechselte konsequent ein und aus. Zudem ließ er seinen Mannen nun in einer nicht oft im Training geübten offensiven 5:1-Deckung agieren. Utech: "In Anbetracht all dieser faktoren bin ich zufrieden mit unserer Leistung."

Der Trainer bescheinigte Rückraumspieler Nils Rodammer (5 Tore) "eine ansteigende Form". Insbesondere Florian Mothes habe als vorgezogener Abwehrmann überzeugt und seine Sache im Angriff als Linksaußen mit vier Toren recht gut gemacht.

Drei Wochen Spielpause legen die Landesliga und der TuS Ickern nunmehr ein. Erst am Sonntag, 12. April, geht es für die Utech-Sieben mit dem Heimspiel gegen den Tabellensiebten TV Brechten (18 Uhr, Sporthalle B235) weiter.

TEAM UND TORE ICKERN: Dick; V. Esser, Knauf (1), Kresse (2), Höfer, Mothes (4), R. Sachweh (2), Rodammer (5), B. Böcking, Ulrich (3/1), K. Esser (6/3), Zendrowski (2).

Bezirksliga 4 HSG Rauxel-Schwerin - HTV Recklinghausen 23:34 (14:17)

Nicht zu einem zweiten Sieg in Folge sind die Bezirksliga-Handballer der HSG Rauxel-Schwerin (7.) gekommen. Am Sonntagabend mussten sie sich in der ASG-Sporthalle dem Aufstiegsanwärter HTV Recklinghausen (3.) mit 23:34 (14:17) geschlagen geben.

HSG-Trainer Gerald Raasch berichtete: „In der zweiten Halbzeit ist uns schlicht die Luft ausgegangen.“ Dabei hatten sich seine Mannen zunächst mit sieben Treffern in Serie auf 19:22 herangekämpft. Bis zum eigenen 22. Tor benötigten sie allerdings neun weitere Wurfversuche.

Kein Vorwurf

Den Nachwuchskräften in seinem Team mochte der Coach keinen Vorwurf machen. Raasch sagte: „Heute hat es eher an unseren etatmäßigen Spielern gelegen. Allerdings haben wir auch eine Reihe von Stammspielern an unsere zweite Mannschaft im Abstiegskampf abgetreten.“

Aktuell steht die HSG mit sieben Punkten Rückstand auf Tabellennachbar Westfalia Hombruch 2 (6.) sowie sieben Punkten Vorsprung zur Abstiegszone jenseits von Gut und Böse und hat sich in den vergangenen Partien laut Raasch für die Begegnungen Ende April einspielen wollen. Zunächst gibt es aber am Samstag, 11. April das Duell beim Spitzenreiter ATV Dorstfeld.

 

Frauen-Bezirksliga 5 HSC Welper - Castroper TV 22:21 (7:10)

Die Handballerinnen des Castroper TV bleiben in der Bezirksliga. Sie können trotz der Niederlage nicht mehr vom wichtigen neunten Platz verdrängt werden. Der Konkurrent Waltroper HV verlor beim Tabellenführer HSG Gelsenkirchen deutlich mit 10:26.

In der Sporthalle an der Marxstraße in Hattingen wiederholten die Gastgeberinnen aus Welper, die als Achter in den Spieltag gegangen waren, und der Neunte aus Castrop exakt das Hinspiel-Ergebnis. Nach verhaltenem Beginn beider Teams erspielte sich zunächst Welper Vorteile und ging zur Mitte des ersten Durchgang mit 6:3 in Führung. CTV-Trainer Jan Schimmelmann nahm daraufhin eine Auszeit und brachte seine Schützlinge in die richtige Spur: Sie konnten einen Drei-Tore-Vorsprung mit in die Pause nehmen.

Harte Gangart der Hattingerinnen

Auch im zweiten Durchgang war der CTV zunächst überlegen, obwohl Welper auf eine offensive Deckung um-stellte. Vor allem Denise Becker (8 Tore) und Svenja Jerusel (5) sorgten regelmäßig für Castroper Treffer. Dass es letztlich doch nicht zum Sieg reichte, führte Schimmelmann unter anderem auf die fehlenden Wechselmöglichkeiten bei nur sieben Feldspielerinnen zurück. "Gegen Ende des Spiels verließen uns die Kräfte", bilanzierte er.

Auch mit der mitunter sehr harten Gangart der Hattingerinnen sei sein Team nicht zurechtgekommen. Sechs Zeitstrafen und zwei Rote Karten zählte Schimmelmann für den Gegner. Der Castroper Trainer fand lobende Worte für sein Team: "Es ist schade, dass trotz unserer tollen Mannschaftsleistung keine Punkte für uns heraus gesprungen sind." 

TEAM UND TORE CASTROP: Siewert; Scheurer (2), Jerusel (5), Krüger (3), Ellert, Schimmelmann (1/1), Schwittek (2), D. Becker (8).

 

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