Ickern macht es spannend / HSG weiter ungeschlagen

Handball

Die Landesliga-Handballer des TuS Ickern machten es beim Gastspiel beim TuS Hattingen 2 spannender, als es ihrem Trainer Ralf Utech lieb war. Am Ende konnte der Übungsleiter mit seinem Team aber den ersten Auswärtssieg der Saison bejubeln: Die Ickerner setzten sich mit 26:24 durch. Die weiteren Spiele: hier in der Übersicht.

CASTROP-RAUXEL

, 26.09.2014, 19:32 Uhr / Lesedauer: 3 min
Ickern macht es spannend / HSG weiter ungeschlagen

Handball: Landesliga 3 TuS Hattingen 2 - TuS Ickern 24:26 (13:12)  Danach hatte es zu Beginn der Partie keineswegs ausgesehen. "Wir haben die erste Viertelstunde völlig verschlafen", kommentierte Utech, "damit ist genau das passiert, was wir eigentlich vermeiden wollten." Die Gastgeber aus Hattingen, die noch ungeschlagen in diesen vierten Spieltag gegangen waren, nutzten die zahlreichen technischen Fehler der Castrop-Rauxeler konsequent aus. Nach 14 Minuten führten sie mit 8:3. Utech reagierte frühzeitig und stellte die Ickerner Abwehr auf ein offensiveres 5:1-System um. Damit fanden seine Schützlinge deutlich besser ins Spiel. Auch in die Offensivaktionen kam nun mehr Sicherheit. Zwischenzeitlich gelang Ickern der Ausgleich zum 9:9, in die Pause nahmen die Gäste einen 12:13-Rückstand mit.

"Im zweiten Durchgang haben wir wie ausgewechselt gespielt", befand Utech, der nun mit ansehen durfte, wie sein Team innerhalb von zwölf Minuten den knappen Rückstand in einen Fünf-Tore-Vorsprung (21:16) umwandelte. "Danach hätten wir den Sack einfach zumachen müssen", kommentierte der Coach. Stattdessen kassierten seine Schützlinge nun eine Reihe von Zeitstrafen, mussten fast zehn Minuten in Unterzahl bestreiten. Hattingen kam in dieser Phase noch einmal bis auf bis auf zwei Tore heran. Letztlich gelang es dem TuS Ickern, für den Maurice Zendrowski (11) die meisten Treffer erzielte, die zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Auch die Matchstrafen gegen Stefan Kresse und Robin Sachweh fielen da nicht weiter ins Gewicht. In die Herbstferien-Spielpause gehen die Ickerner nun als Siebter mit einem ausgeglichenen Punktekonto.

Handball: Bezirksliga 4 HSG Rauxel-Schwerin - ÖSG Viktoria Dortmund 30:30 (16:16) „Insgesamt war das Spiel okay“, befand HSG-Trainer Gerald Raasch, „wir haben es aber in den entscheidenden Momenten immer wieder verpasst, uns abzusetzen.“ So entwickelte sich am Sonntagabend in der ASG-Sporthalle eine umkämpfte Partie, in der die Gastgeber über die gesamte erste Spielhälfte hinweg zumeist knapp in Führung lagen. Es ging allerdings mit einem 16:16 in die Pause. Auch danach blieb das Geschehen auf dem Parkett weitestgehend unverändert. Rauxel-Schwerin erspielte sich zunächst einen 20:18-Vorsprung und überstand danach eine Unterzahlsituation unbeschadet. Die Gäste aus Dortmund vergaben in dieser Phase einen Siebenmeter und eine hundertprozentige Torchance beim Gegenstoß. Doch auch hieraus konnte die HSG keinen psychologischen Vorteil schlagen. Bis zur 40. Minute hatte die ÖSG Viktoria wieder zum 20:20 ausgeglichen. Dieses Muster wiederholte sich im Zehn-Minuten-Takt. Niels Soumagne, Janis Braun und Björn Wieser wandelten bis zur 49. Minute ein 23:23 in eine 26:23-Führung für die Castrop-Rauxeler um, danach ließ die HSG den Gegner jedoch noch einmal ins Spiel kommen.

Auch der Zwei-Tore-Vorsprung (30:28), den Dennis Zinfert mit seinem Treffer in der 57. Minute herstellte, sollte keinen Bestand haben. Mit zwei Siebenmeter-Treffern (58., 59.) sorgten die Gäste kurz vor dem Spielende für den Gleichstand. Beinahe hätte die HSG sogar noch beide Punkte abgeben müssen, denn Dortmund kam in der Schlussminute in Ballbesitz. Allerdings leisteten sich die Gäste einen leichten Ballverlust und ermöglichten somit der Raasch-Sieben den letzten Angriff der Partie. Doch wie so oft in diesem zweiten Durchgang fand Rauxel-Schwerin kein Durchkommen gegen die ÖSG-Abwehr. Auch ein Freiwurf in letzter Sekunde blieb ohne zählbaren Erfolg. „Auch wenn man gute Individualspieler in seinen Reihen hat, ist es besser, wenn man miteinander spielt“, kommentierte Raasch, „das ist uns heute gegen einen leidenschaftlich auftretenden Gegner nicht so gut gelungen.Frauenhandball: Bezirksliga 5Castroper TV - VfL RW Dorsten 17:31 (5:19) Die Castroperinnen, die erstmals in dieser Saison in eigener Halle aufliefen, kamen im ersten Durchgang überhaupt nicht ins Spiel. Vor allem die starke Dorstener Kreisläuferin stellte die CTV-Defensive immer wieder vor unlösbare Probleme. Jan Schimmelmann, der Castroper Trainer, übte deutliche Kritik an der Abwehrleistung: „Uns fehlte es an Aggressivität, Konzentration und der Bereitschaft, die Fehler der Mitspielerinnen auszubügeln.“

Bis zur Mitte der ersten Hälfte gelang es dem CTV dennoch, den Rückstand in Grenzen zu halten, dann setzte sich Dorsten auf 13:4 ab. Mit einem 14-Tore-Vorsprung für die Gäste war die Partie zur Pause eigentlich schon gelaufen. Im zweiten Spielabschnitt verbesserte sich die Leistung der Castroperinnen. Vor allem Jana Schimmelmann, mit insgesamt sieben Toren die beste Werferin des CTV, und Sabrina Scheurer (5) kamen immer wieder zu Torerfolgen. Es blieb aber beim deutlichen Rückstand. Aus der Partie, so Schimmelmann, müsse sein Team die Lehre ziehen, „dass nur eine geschlossene Mannschaftsleistung zum Erfolg führen kann.“

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