HSG überrascht / CTV und TuS unterliegen

Handball

Die HSG Rauxel-Schwerin hat in der Handball-Bezirksliga für eine Überraschung gesorgt. Am Samstag gewann das Team von Trainer Gerald Raasch beim Tabellenzweiten Westfalia Hombruch 2 mit 28:26. Eine Überraschung ist den CTV-Damen hingegen nicht geglückt. Handball-Landesligist TuS Ickern hat gegen den Tabellenführer TuS Bommern am Sonntagabend nur knapp einen Punktgewinn verpasst.

CASTROP-RAUXEL

, 15.03.2015, 21:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
TUS (gelb) - TUS Bommern

TUS (gelb) - TUS Bommern

Handball-Landesliga 3 TuS Ickern - TuS Bommern 19:22 (7:10)

Noch in der 52. Minute stand es 17:17 bei der Partie in der Sporthalle an der B 235. Am Ende setzte sich der Spitzenreiter mit 22:19 durch. Die Bommerner, die in den 20 Spielen dieser Saison bislang nur drei Punkte abgegeben haben, erwischten den besseren Start. Der TuS Ickern fand zunächst kein Mittel gegen die kompakte Defensive der Gäste. Da allerdings die Wittener auf der anderen Seite nicht gerade ein Offensiv-Feuerwerk abbrannten und TuS-Torhüter Viktor Dick eine gute Leistung bot, hielt sich der Rückstand der Castrop-Rauxeler in Grenzen: Nach sieben Minuten stand es 0:3 aus ihrer Sicht, nach 14 Minuten 2:5.

Ab der Mitte des ersten Durchgangs fand der TuS Ickern immer besser ins Spiel und erzwang durch aggressive Deckungsarbeit immer häufiger Ballverluste der Bommerner Angreifer. Auch die eigenen Offensivaktionen der Ickerner wurden jetzt konsequenter und erfolgreicher. Bis zum ersten Ausgleich in dieser Partie mussten die Gastgeber allerdings bis zur 46. Minute warten: Kilian Esser, der mit acht Toren erfolgreichster Ickerner Werfer war, markierte das 14:14 per Siebenmeter.

Führungstor durch Esser

Als er sein Team eine Minute später mit 15:14 in Führung brachte, lag die große Überraschung in der Luft. In der Schlussphase waren dann aber doch die Bommerner in der Offensive erfolgreicher. Auch nach dieser ersten Heimniederlage seit September 2014 bleibt der TuS Ickern auf Platz fünf. „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und es dem Tabellenführer schwer gemacht“, befand der Ickerner Co-Trainer Tristan Ziesmann, der am Sonntag Ralf Utech vertrat. „Leider hat es nicht ganz gereicht, weil wir unsere Chancen zu oft nicht genutzt haben.“ 

 

Bezirksliga 4 Westfalia Hombruch 2 - HSG Rauxel-Schwerin 26:28 (10:13)

„Nach zwei Katastrophenspielen haben wir endlich wieder eine normale Leistung abgerufen“, befand Trainer Gerald Raasch, dessen Team zuvor jeweils deutlich gegen Aplerbeck und Oespel-Kley verloren hatte. Bemerkenswert war die Leistung bei Westfalia Hombruch 2 nicht zuletzt angesichts der personellen Situation.

Raasch musste auf vier Stammkräfte verzichten und bot dafür in Nikolas Zöpel, Alexander Materna, Simon Stöhr und Jan Seidel Spieler aus der A-Jugend auf. Der HSG-Nachwuchs trug seinen Anteil zum Erfolg bei, wenngleich zwei erfahrenere Akteure als besten Torschützen in Erscheinung traten: Niels Soumagne erzielte neun Treffer, Felix Zimmer steuerte sieben Tore bei.

"Reife Mannschaftsleistung"

In der Sporthalle in Dortmund-Renninghausen, in der auch die Gastgeber ersatzgeschwächt angetreten waren, entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Die HSG konnte sich im Verlauf des ersten Durchgangs Vorteile erarbeiten und ging mit drei Toren Vorsprung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel glich Hombruch nur noch ein Mal aus (15:15), danach brachten die Castrop-Rauxeler ihren vierten Auswärtssieg in dieser Saison unter Dach und Fach. Raasch lobte die „reife Mannschaftsleistung“ und freute sich vor allem für die jungen Spieler: „Es ist gut, wenn sie sehen, dass sie in der Bezirksliga Fuß fassen können.“  

Frauen-Bezirksliga 5 HSC Haltern-Sythen - Castroper TV 25:18 (16:8)

Der erwartet schwierige Gegner war für die formstarken Bezirksliga-Handballerinnen des Castroper TV dann doch noch eine Nummer zu groß. „Haltern war bärenstark“, lobte CTV-Trainer Jan Schimmelmann, „jeder Fehler wurde eiskalt bestraft.“ Nach zuletzt fünf Punkten aus drei Spielen musste sein Team nun also einen Dämpfer hinnehmen. 

Bereits in der Anfangsphase standen die Europastädterinnen mächtig unter Druck. Greta Siewert, die in Haltern wieder im Tor stand, hatte alle Hände voll zu tun. Nach neun Minuten führte Haltern bereits mit 6:1. „Danach war jegliche Motivation auf unserer Seite verschwunden“, analysierte Schimmelmann. Sein Team habe zunächst überhaupt nicht ins Spiel gefunden.

Besser wurde es nach dem Seitenwechsel, auch wenn Haltern das Ergebnis verwalten konnte. Schimmelmann: „Wir kamen zwar nicht mehr ran, aber das Spiel war ausgeglichener.“ Als beste Torschützin glänzte Sabrina Scheurer mit sieben Toren.

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