Eintracht Ickern und die SF Habinghorst/Dingen zeigen sich in Torlaune

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Eintracht Ickern tat sich gegen die SF Habinghorst/Dingen bei der Stadtmeisterschaft lange schwer, zog aber verdient ins Viertelfinale ein. Beide Teams zeigten sich aber sehr torfreudig.

Castrop

, 07.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Dass es kein hochklassiges Spiel im Stadion an der Bahnhofstraße werden würde, zeigten bereits die Vorzeichen: Der B-Kreisligist Eintracht Ickern absolvierte erst zwei Tage vor der Viertelfinal-Partie gegen den Ligakonkurrenten SF Habinghorst/Dingen die erste Trainingseinheit, der Fusionsklub begann eine Woche vor der Partie mit dem Training.

„Spielerisch war das natürlich noch nicht optimal, aber das ist ja klar. Beide Teams waren am Ende einfach platt“, sagte Habinghorst/Dingen-Spielertrainer Ilker Bahcecioglu nach dem Spiel. Einige Spieler zeigten schon nach wenigen Minuten Probleme an, Yalim-Dogan Öztürk kam sogar einmal kurz zur Seitenlinie zu seinem Coach Erkan Gül.

Die Führung fällt bereits nach 47 Sekunden

Viel Bewegung gab es dementsprechend auf dem Platz nicht. „Wir stehen nur“, merkte auch Eintrachts Trainer Erkan Gül mehrfach an. Was sein Team aber dennoch nicht davon abhielt, bereits nach 47 Sekunden in Führung zu gehen. Yalim-Dogan Öztürk zog aus 25 Metern einfach mal ab und traf zum 1:0. Doch Habinghorst/Dingen schlug schnell zurück, Christopher Kessen glich zum 1:1 (9.) aus. Wiederum nur sechs Minuten später stellte Cihangir Sahinli zum 2:1 für Ickern aber wieder den alten Abstand her.

Eintracht Ickern und die SF Habinghorst/Dingen zeigen sich in Torlaune

Eintracht Ickerns Coach Erkan Gül war mit der Laufleistung seines Teams nicht zufrieden. Allerdings hatte seine Mannschaft vor dem Spiel auch erst eine Trainingseinheit absolviert. © Volker Engel

Eintrachts Coach Erkan Gül gefiel dennoch nicht, was er sah. „Spielt einfache Bälle“, rief er in Richtung seiner Mittelfeldakteure. Das zeigte Wirkung: Cihangir Sahinli brachte den Ball zum 3:1 über die Linie, nachdem zuvor Muhammed Basar über die rechte Außenbahn in Richtung Tor lief. Sein Schuss ging unter die Latte und eigentlich auch hinter die Linie. Der Schiedsrichter sprach das Tor aber Sahinli zu. „Eigentlich war der Ball schon drin, aber der Schiri sah das anders“, so Cihangir Sahinli.

In der zweiten Halbzeit fallen insgesamt zehn Tore

Im zweiten Durchgang wurde es dann richtig kurios in beiden Hälften. Beide Teams schnappten zur Halbzeitpause schon ordentlich nach Luft, doch für das Toreschießen hatten sie immer noch die Kraft. Zehn Tore fielen im zweiten Durchgang, das torreichste Spiel bislang bei der Stadtmeisterschaft. Mit 8:6 setze sich Eintracht Ickern am Ende durch.

Und es hätten noch viel mehr Tore fallen können. „Das ist wie bei Fifa“, scherzten einige Ickerner am Spielfeldrand und meinten damit das Videospiel „Fifa“ von EA Sports. Wäre das Ergebnis zweistellig ausgefallen, hätte sich wohl keines der beiden Teams darüber beschweren können.

Nun treffen die Ickerner am Donnerstag, 11. Juli, im Viertelfinale auf den letztjährigen Aufstiegsrivalen VfB Habinghorst. Mit dem haben die Eintrachtler nach der 0:8-Niederlage am letzten Spieltag der Vorsaison noch eine Rechnung offen.

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