Beim SuS Merklinde verändert sich die wichtigste Personalie

dzFußball-Kreisliga A

In der Saison 2020/21 der Fußball-Kreisliga A möchte der SuS Merklinde wieder in den Top 5 mitspielen. Der Sportliche Leiter Martin Broll bekam jetzt allerdings eine Hiobsbotschaft.

Merklinde

, 23.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Corona-Abbruch-Tabelle der Saison 2019/20 wird in der Kreisliga A der SuS Merklinde als Fünfter in die Fußball-Geschichte eingehen. Damit hat das Team vom Fuchsweg sein selbst gestecktes Minimalziel genau erreicht.

Merklindes Sportlicher Leiter Martin Broll hat während der Corona-Krise intensiv am Kader für die neue Saison 2020/21 gewerkelt. Das Projekt musste er zwischenzeitlich auf Eis legen. Weil er sich um mit die wichtigste Personalie der Mannschaft kümmern musste.

Lenkte noch im März die Geschickte des SuS Merklinde in der Kreisliga A im Spiel beim FC Frohlinde II: Trainer Marco Gruszka.

Lenkte noch im März die Geschickte des SuS Merklinde in der Kreisliga A im Spiel beim FC Frohlinde II: Trainer Marco Gruszka. © Jens Lukas

Es kam in der zweiten Mai-Woche einer Hiobsbotschaft gleich, was er hörte, als Martin Broll mit seinem Trainer Marco Gruszka sprach. Denn der Coach, den er vor zwölf Monaten zurück nach Merklinde geholt hatte, offenbarte ihm, dass er nicht mehr SuS-Trainer seien könne. Broll: „Marco hat mir berichtet, dass er nach Haltern umzieht und all die Strecken, die zu fahren sind, mitsamt seiner Arbeit in Hattingen nicht unter einen Hut bringen kann.“

Der ehemalige Kapitän Björn Brinkmann sprang im Frühjahr 2019 als Merklinder Interimstrainer ein und übernimmt nunmehr fest das Team.

Der ehemalige Kapitän Björn Brinkmann sprang im Frühjahr 2019 als Merklinder Interimstrainer ein und übernimmt nunmehr fest das Team. © Volker Engel

Ex-Kapitän übernimmt das Steuer

Für den 43-Jährigen Gruszka musste sich Broll daher nach Ersatz umschauen - und wurde quasi vereinsintern fündig. Denn er konnte seinen ehemaligen Kapitän Björn Brinkmann (zuletzt Coach beim TuS Sinsen II) für die Aufgabe gewinnen.

Der 37-jährige Brinkmann sprang im Frühjahr 2019 als Merklinder Interimstrainer ein und übernimmt nunmehr fest das Team. Martin Broll: „Björn war in der Phase als Interimstrainer richtig erfolgreich.“ Der SuS setzt jetzt auf ein Trainer-Duo.

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Denn Broll hat auch Dietmar Gaida (47 Jahre) für den Job als Coach gewonnen. Er kommt von der PSV Bochum zurück zum Fuchsweg. Der Sportliche Leiter betont: „Es ist nicht vorgesehen, dass Björn oder Didi als Spielertrainer auftreten.“

Das ist Marco Gruszka

Marco Gruszka, 43 Jahre alt, wohnte bislang in Castrop-Rauxel. Geboren wurde er allerdings in Dortmund, begann dort beim VfR Solde auch seine Fußball-Laufbahn. Im Jahr 1997 wechselte er zu Preußen Münster in die Regionalliga. Über den Regionalligisten Göttingen 05 ging es für Gruszka zum MSV Duisburg, wo er allerdings in der 2. Bundesliga nicht zum Einsatz kam. Nach zwei Jahren beim VfB Oldenburg feierte Gruszka am 23. August 2002 in Lübeck sein Debüt in der 2. Liga für den FC St. Pauli. Er spielte 25 Mal im Bundesliga-Unterhaus. Bei der Hammer Spvg ließ er seine Profi-Karriere ausklingen, ehe Gruszka im Jahr 2010 beim SuS Merklinde als Spielertrainer anheuerte. Seit der Saison 2016/17 war auf Schwerin tätig und betreute neben den Senioren auch die A-Junioren (beim Bezirksliga-Aufstieg). Zu Beginn der Saison 2019/20 kehrte Marco Gruszka als Coach nach Merklinde zurück.

Bei der Kaderplanung musste Martin Broll die Abgänge von Linus Budde (FC Frohlinde/Landesliga) und Abwehrorganisator Bastian Niebert (Ziel noch unbekannt) kompensieren. Bereits das Ja-Wort hat der Sportliche Leiter von David Schemel und Jan Luca Dykierek, die zuletzt für den Liga-Rivalen FC Frohlinde II aufliefen, bekommen.

Martin Broll erklärt: „Ich kann nur immer wieder betonen: „Wer zu uns kommt, findet ein schönes Zuhause vor.“ Quasi als Neuzugang wertet Martin Broll auch Jan Niklas Günther. Der Mittelfeldspieler war im Sommer 2019 von der Spvg Herten (Kreisliga A) zum Fuchsweg gekommen, verletzte sich aber direkt in einem Testspiel bei der SG Castrop (Bezirksliga) schwer und fiel fortan aus. Er hat für den SuS noch kein Pflichtspiel bestritten.

Nie schlechter als Rang acht nach dem Abstieg

Martin Broll sagt: „Ich habe noch Gespräche mit zwei möglichen Verstärkungen. Mit denen würde ich uns dann sehr gut aufgestellt sehen, um in den Top 5 mitzuspielen.“ Ob es vielleicht für eine Rückkehr in die Bezirksliga nach sieben Jahren in der Kreisliga A reicht, sei von einigen Unbekannten abhhängig. Broll: „Man muss abwarten, wie stark die Mannschaften des FC Marokko Herne, TSK Herne und vielleicht auch des VfB Habinghorst sind.“

Nach dem Abstieg am Ende der Saison 2013/14 wurde Merklinde einmal Dritter, jeweils zweimal Vierter und Fünfter sowie einmal Achter (Saison 2018/19).

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