Frohlindes Dietrich Liskunov: „Ich habe mir auch andere Angebote angehört“

dzFußball-Landesliga

Der Kapitän geht voran: Dietrich Liskunov verlängert seinen Vertrag beim Fußball-Landesligisten FC Frohlinde. Im Interview verrät er, dass er sich zuvor aber viele Gedanken gemacht hat.

Frohlinde

, 01.03.2019, 11:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er ist seit Saisonbeginn der Kapitän des Teams und geht nun voran: Der 23-jährige Dietrich „Didi“ Liskunov hat seinen Vertrag beim Spitzenreiter der Fußball-Landesliga, dem FC Frohlinde, verlängert und spielt somit auch in der kommenden Spielzeit an der Brandheide. Wir sprachen mit ihm über die Entscheidungsfindung, sein Kapitänsamt und die Konkurrenten um den Aufstieg.

Herr Liskunov, fiel Ihnen die Entscheidung schwer, den Vertrag beim FC Frohlinde zu verlängern?

Etwas. Ich bin in Frohlinde super zufrieden, wir spielen in einem tollen Umfeld. Es läuft echt super bei uns. Natürlich habe ich mir andere Angebot auch angehört. Die Hinrunde ist ganz gut gelaufen, daher hatten sich Vereine aus der Westfalen- und Oberliga bei mir gemeldet. Aber ich habe überlegt, ob es überhaupt Sinn macht, noch einmal in diese Ligen zu wechseln. Wobei ich dazu sagen muss: Wenn wir in dieser Saison aufsteigen, kann ich mit Frohlinde in der Westfalenliga spielen – das wäre doch perfekt!

Sie haben einmal Ihre „Wohlfühl-Atmosphäre“, wie es Ihr Trainer Michael Wurst ausdrückt, verlassen und sind zum DSC Wanne gewechselt. Nach wenigen Wochen kamen Sie aber zurück nach Frohlinde. Warum hat es nicht geklappt?

Es hat von Anfang an einfach nicht richtig gepasst, daher bin ich nach der Vorbereitung schon nach Frohlinde zurückgekehrt. Ich bin froh, dass ich in Frohlinde wieder spielen konnte.

Zur Person

Das ist Dietrich Liskunov

Dietrich „Didi“ Liskunov ist 23 Jahre alt und spielt seit seinem Wechsel zu den Senioren für den FC Frohlinde. In der Jugend schnürte er für den SV Dingen, VfR Rauxel, Spvg Schwerin, Rot-Weiß Ahlen und Rot-Weiss Essen die Schuhe. Mit den Essenern lief er sogar in der Nachwuchs-Bundesliga auf. Im Sommer 2016 verließ er den FC Frohlinde in Richtung DSC Wanne-Eickel, kehrte kurze Zeit später aber schon wieder zurück.

Vor Beginn dieser Saison wurden Sie zum Kapitän ernannt. Kam diese Entscheidung für Sie überraschend?

Ja, tatsächlich. Ich bin eigentlich nicht derjenige, der viel redet. Aber die Ernennung zum Kapitän war auch eine Bestätigung meiner Leistungen in der letzten Saison. Und das mit dem Reden klappt mittlerweile auch besser.

Fiel Ihnen diese Aufgabe also zum Beginn schwer?

In der Vorbereitung und auch in den ersten Ligaspielen brauchte ich etwas Zeit, um mich an die Rolle zu gewöhnen. Es ist am Anfang schon komisch, einem Spieler, der acht oder neun Jahre älter ist als man selbst, Anweisungen zu geben oder mal ein Machtwort zu sprechen. Aber mittlerweile klappt das ganz gut, das Team respektiert mich als Kapitän.

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Der FC Frohlinde ist Tabellenerster und gilt als Aufstiegsfavorit Nummer eins. Doch es schleichen sich immer wieder Spiele wie zuletzt gegen Kemminghausen und Horsthausen ein, in denen es nicht so rund läuft. Woran liegt das?

Das war leider auch der Vorbereitung geschuldet. Wir konnten aufgrund des Wetters nur wenig mit dem Ball machen und waren stattdessen viel laufen. Wir haben in den ersten Spielen dann gemerkt, dass wir Probleme hatten im Spiel nach vorne. Wir hatten sozusagen Krieg mit dem Ball. Aber nach dem Sieg in Hilbeck ist jetzt der Bann gebrochen.

Frohlinde hat sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger SV Sodingen. Ist das auch der härteste Konkurrent um den Aufstiegsplatz?

Ja, Sodingen hat eine starke Truppe. Aber auch Obersprockhövel darf man nicht unterschätzen. Ich denke, dass es auf einen Dreikampf hinausläuft.

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