Frohlinder machen Urlaub, Obercastrop trifft Kellerkind

dzFußball-Wochenende

In der Fußball-Landesliga ist nur der SV Wacker am Ball. Alle Vorschauen bis zur Kreisliga A.

Castrop-Rauxel

, 16.03.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 4 min

Weil die Spvg Hamm ihre zweite Mannschaft im Herbst aus dem Landesliga zurückzogen hat, hat Spitzenreiter FC Frohlinde am Wochenende ein „Freilos“. Deshalb legten die Frohlinder Trainer Stefan Hoffmann und Michael Wurst am Donnerstag ein Testspiel gegen die Spvg Erkenschwick ein.


Testspiel

Frohlinde - Spvg Erkenschw.

2:2 (1:1)

Beim Unentschieden nach Toren von André Muth und Kevin Brewko gegen den Westfalenligisten wurde personell durchrotiert. In Torwart Pascal Eiba (kam von Viktoria Resse) sahen die FCF-Fans auch einen aktuellen Neuzugang, für Pflichtspiele ab 31. März spielberichtigt ist.

16 Spieler standen auf dem Spielberichtsbogen und alle kamen zum Einsatz. Trainer Hoffmann sagte am Freitag: „Das war ein guter Test für beide Mannschaften.“

Die höherklassigen Gäste kamen in der 84. Minute zum Ausgleich. Ab der 70. Minute spielte der FCF in Unterzahl, weil sich Chris Matuszak verletzt hatte und alle von der Bank schon eingewechselt waren. Nicht eingesetzt wurde Dietrich Liskunov, der nach seiner Gelb-Roten Karte vom Sonntag gegen Kaiserau, bis Dienstag gesperrt ist.

Frohlinder machen Urlaub, Obercastrop trifft Kellerkind

Sein Tore-Konto am Sonntag gegen den VfB Günnigfeld nicht aufstocken kann Wacker-Goalgetter Sascha Schröder (l). Er ist aufgrund seiner fünften Gelben Karte gesperrt. © Volker Engel

Landesliga

W. O‘castrop - Günnigfeld

(So, 15.15, Karlstraße)

Während nach dem Testspiel die Spieler der Frohlinder vier Tage lang einen Kurzurlaub von ihren Trainern bekamen, geht für die Kicker des SV Wacker Obercastrop (12.) gegen den VfB Günnigfeld (17.) am Sonntag der Landesliga-Ernst weiter. Die Gäste stehen mit nur 15 Punkten neun Zähler hinter dem ersten Nicht-Abstiegsplatz. Den 14. Rang belegt dort momentan der SV Brackel mit 24 Zählern.

Das sind nur zwei Punkte weniger als sie die Wackeraner auf dem Konto haben. Nachlassen gilt also nicht. Nach dem wichtigen 4:1-Sieg bei der Spvg Horsthausen, die auf dem ersten Abstiegsrang mit nur drei Zählern weniger gefallen ist, sollte Wacker nun nachlegen, um an einem sicheren Punkte-Puffer zu arbeiten.

Ein Sieg soll her, egal wie. Trainer Aytac Uzunoglu hatte schon gesagt: „Allein für Schönspielen gibt es keine Punkte.“ Auch gegen den Abstiegskandidaten müsse seine Mannschaft „kompakt und aggressiv“ sein. Der Wacker-Coach warnt deshalb nachdrücklich: „Es ist wie in Horsthausen ein Kellerduell, in dem auch die Günnigfelder noch einmal alle Kräfte mobilisieren wollen.“

Personell muss Wacker zwei Abstriche machen. Sascha Schröder, mit 14 Toren bester Schütze, fehlt nach seiner fünften Gelben Karte, Stefan Kitowski ist im Urlaub. Neuzugang Jürgen Duah kann nach seiner Verletzung auch noch nicht mithelfen. Coach Uzunoglu sagte: „Das Spiel am Sonntag kommt für ihn noch zu früh.“


Auf Kellerkinder der Fußball-Bezirksliga 9 treffen am Sonntag, 17. März, die SG Castrop (4.), die den SV Zweckel (13.) empfängt, und die Spvg Schwerin (9.), die zu Genclerbirligi Resse (14.) reist. Nach dem Orkan-Wetter vor einer Woche beim Derby verspricht die Wettervorhersage für Sonntag erneut nichts Gutes: Der Himmel am Morgen bleibt grau und es regnet bei Temperaturen um 7 Grad. Später wechseln sich Regen und trockene Phasen ab.

SG Castrop - SV Zweckel

(So, 15, Bahnhofstraße)

Das Hinspiel endete 2:2 nach einer Castroper 2:0-Führung zur Halbzeitpause. Trainer Dennis Hasecke sagte am Freitag dazu: „Das war unsere beste erste Halbzeit in dieser Saison. Und auch danach waren wir dominierend. Zweckel schießt nur zweimal auf unser Tor und wir mussten mit dem 2:2 zufrieden sein.“

Das 0:0 im Derby auf Schwerin hat die SG Castrop auf Tabellenplatz vier abrutschen lassen. Wenn der Kontakt nach oben nicht verloren gehen soll, muss gegen Zweckel ein Dreier her. Der Gast steht in der Tabelle knapp über dem Abstiegs-Strich. Zweckel hat zur Rückrunde mit Trainer Michael Pannenbecker einen Bezirksliga-Experten verpflichtet sowie auch den Kader personell aufgebessert. Die Gladbecker wurden in den vergangenen Jahren direkt von der Oberliga in die Bezirksliga durchgereicht. Den Absturz in die Kreisliga A will Zweckel unbedingt abwenden.

Castrops Trainer Hasecke sieht seine Mannschaft favorisiert und verspricht: „Wir werden unser Spiel durchziehen und nicht darauf schauen, was Zweckel macht.“ Da einige SG-Spieler verletzt aus dem Derby herausgegangen sind, ist Hasecke froh, dass der zuletzt fehlende Benedikt Meyer-Drabert wieder da ist.

Frohlinder machen Urlaub, Obercastrop trifft Kellerkind

Nach ihren Zweikämpfen am vergangenen Sonntag im Lokalderby am Grafweg setzen sich Manuel Backes (l) von der SG Castrop und Simon Decke von der Spvg Schwerin am Sonntag, 17 .März, mit anderen Gegenspielern auseinander. Backes und sein Team treffen auf den SV Zweckel. Decke reist mit Schwerin zu Genclerbirligi Resse nach Gelsenkirchen. © Volker Engel

Gencl. Resse - Schwerin.

(So, 15, Hugostr. Gelsenk.)

Der Gastgeber (14.) steht auf dem ersten Abstiegsplatz und braucht dringend Punkte, um das ausgegebene Ziel „Nichtabstieg“ zu schaffen. Daher warnt Schwerins Trainer Marco Gruszka: „Das wird nicht einfach. Genclerbirligi steht mit dem Rücken zur Wand. Zudem ist ein Spiel auf tiefem, matschigem Rasen etwas, was Resse mehr liegt als uns.“ Bei Schwerin definitiv nicht spielen kann Gökhan Ceylan, der sich Derby die Nase gebrochen hat. „Der Einsatz von zwei, drei anderen Spielern steht auf der Kippe. Wir werden wohl nicht drumherum kommen, dass Martin Kapitza wie schon im Derby wieder spielen muss – unsere Auswahl ist schließlich nicht so groß.“ kli


Einiges auf dem Spiel steht für die Kreisliga-A-Fußballer des SC Arminia Ickern (14.) am Sonntag, 17. März, wenn sie ab 15 Uhr in der heimischen Glückauf-Kampfbahn zum Derby gegen den FC Frohlinde II (10.) auflaufen.

Aktuell haben die Ickerner noch sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den TSK Herne (15.) belegt. Dieses Polster sieht komfortabel aus, kann aber recht schnell dünn werden. Daher würde den Arminen ein Erfolg im von der Redaktion ausgewählten Spiel des Tages wie beim 2:1-Sieg (Tore: Alan Alic, Fabian Pöschl) im Hinspiel gut zu Gesicht stehen.

Ickerns neuer Trainer Stephan Böhm sagte am Freitag: „Meiner Meinung nach ist jede Mannschaft in der Liga schlagbar. Ich habe allerdings auch registriert, dass Frohlinde II derzeit erfolgreich ist und zehn Punkte aus den vergangenen vier Spielen geholt hat.“ Er selbst kann wohl auf seinen gesamten 18er-Kader zurückgreifen.

Frohlinder machen Urlaub, Obercastrop trifft Kellerkind

Dem SC Arminia Ickern (rote Trikots) würden am Sonntag drei Punkte aus dem Spiel gegen den FC Frohlinde II gut zu Gesicht stehen. Im Abstiegskampf haben die Ickerner aktuell noch sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. © Volker Engel

Frohlindes Trainer Jimmy Thimm betonte am Freitag, dass die Ickerner keine Punkte-Geschenke zu erwarten haben. Der Coach geht dennoch davon aus, dass die Arminen nicht absteigen werden. Thimm will mit seinen Mannen die aktuelle Erfolgsserie fortsetzen. Die letzte Niederlage datiert vom 18. November beim 1:2 beim SV Holsterhausen: „Mit einem Sieg in Ickern würden wir weiter auf Platz eins der Rückrunden-Tabelle bleiben und uns in der aktuellen Tabelle weiter nach oben absetzen.“

Frohlinde I kann helfen

Das Frohlinder Reserve-Team hat wie in den vergangenen Wochen eine Reihe von verletzungsbedingen Ausfällen zu kompensieren. Da kommt es gelegen, dass Frohlinde I in der Landesliga spielfrei hat. Womöglich helfen Akteure aus dem Landesliga-Kader aus.

Schwachstellen erkannt

Der FC Castrop-Rauxel (7.) ist am Sonntag ab 15 Uhr Gast des Titelanwärters FC Marokko Herne (3.). Castrop-Rauxels Trainer Patrick Stich erklärte am Freitag: „Marokko Herne hat zuletzt in Merklinde nach uns gespielt. Da habe ich das Team gesehen. Mir sind drei Schwachstellen aufgefallen.“ Wie in den vergangenen Jahren sei der FC Marokko „offensiv wirklich stark“ (Stich). Aber zu verlieren habe sein Team nichts, so Stich: „Wir haben eine breite Brust und wir fahren nach Herne, um zu gewinnen.“ Nicht mit von der Partie werden Emir Alic und Mike Cittrich sein. Der SuS Merklinde (11.) läuft ab 15 Uhr beim VfB Börnig (8.) auf. Martin Broll, Sportlicher Leiter des SuS, sagte im Vorfeld des Duells auf dem Kunstrasen an der Schadeburgstraße: „Börnig hat stets eine kämpferisch starke Mannschaft.“ Da müsse sein mit Personalproblemen arg gebeuteltes Team dagegenhalten. Broll hofft, dass die angeschlagenen Dietmar Gaida und Matondo Mbunga rechtzeitig fit werden. Der SuS hat nach der Bänderdehnung von Torben Broll nunmehr acht Langzeitverletzte, neben Lars Blank, Larry Dworschak, Christian Huhnd, Dennis Schaterny, Marc Rolle (alle Bänderriss), Besir Simsek und Mohammed Sahli (beide Meniskus-Schaden).

In der Kreisliga A Recklinghausen geht der abstiegsgefährdete TuS Henrichenburg (15.) ab 15 Uhr bei SW Meckinghoven (8.) auf Tore- und Punkte-Jagd. Florian Kaczorowski, Trainer des Tabellenvorletzten von der Lambertstraße, berichtete vor der Partie: „Unser Krankenlager ist wieder gelichtet, alle Urlauber sind wieder zurück. Wir wollen auf jeden Fall gewinnen. Ich glaube fest an unsere Mannschaft.

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