Frohlinde muss in Hombruch dringend gewinnen

dzFußball-Wochenende

In der Fußball-Landesliga beginnen für den FC Frohlinde am Sonntag die Wochen der Wahrheit. Alle Vorberichte zu den Partien bis zur Kreisliga B.

Castrop-Rauxel

, 04.05.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 5 min

Unter Erfolgsdruck steht der FC Frohlinde (3.). Nur mit einem Sieg am Sonntag, 5. Mai, hat der FCF noch eine Titel-Chance.

Hombrucher SV - FC Frohlinde

(So, 15.15,

Deutsch-Luxemb.-Str. 56)

Am 30. Spieltag ist es passiert. Die Frohlinder Kicker des Trainer-Duos Stefan Hoffmann und Michael Wurst, die zeitweise so souverän die Tabellenspitze anführten, sind auf Platz drei abgerutscht und nicht mehr die Gejagten. Dennoch besteht die Aussicht, aus eigener Kraft wieder nach oben zu kommen. Diese Meinung vertrat auch FCF-Trainer Stefan Hoffmann am Freitag vor dem Spiel beim Hombrucher SV (5.): „Vielleicht kommt die Mannschaft in dieser Jäger-Rolle besser zurecht, ich habe schon gute Ansätze beim 1:2 gegen Viktoria Resse gesehen.“ Dabei wollte der Coach gar nicht auf die Fehler gegen Spiel-Ende schauen: „Wir hätten schon vorher die vielen Chancen nutzen müssen.“

Hoffmann glaubt, in den letzten vier Spielen noch die entscheidenden Punkte holen zu können. Er sagte: „Wir haben alles noch in der eigenen Hand.“ In seiner Anfangs-Formation könnte es Änderungen geben. Yannik Tielker, der laut Hoffmann ein gutes Spiel gemacht hat, wird sich um einen Platz in der ersten Elf verdient gemacht haben. Paul Neese sowie Kevin Brewko, der eingewechselt wurde, wären laut Hoffmann Startelf-Kandidaten. Wie Torwart Pascal Eiba, der Daniel Schultz (Rotsperre) ersetzt. Dessen Regelfehler sein Trainer nicht so schlimm fand und erinnerte gleich an die Patzer von Loris Karius für Liverpool im Champions-Finale: „Das passiert einfach.“ Für Dennis Lauth und Timo Erdmann werden die abschließende vier Spiele eine Abschiedstour. Hoffmann erklärte: „Beide verlassen uns nach Saison-Ende.“

Frohlinde muss in Hombruch dringend gewinnen

Serhat Can (l) fehlt den Wackeranern gegen Obersprockhövel. © Volker Engel

W. O´castrop - Obersprockh.

(So, 15.15, Erin-Kampfbahn)

Mit dem neuen Spitzenreiter SV Obersprockhövel und dem SV Wacker Obercastrop (6.) treffen in der Erin-Kampfbahn zwei Mannschaften aufeinander, die in der Rückrunde in jeweils zwölf Spielen 23 Punkte geholt haben. Selbst die Torverhältnise von Wacker (29:17) und Obersprockhövel (31:16) liegen eng zusammen. Der Fan kann sich also auf eine ausgeglichene Partie gefasst machen.

Interessiert werden darauf auch die Frohlinder Nachbarn schauen. Das Team von Trainer Aytac Uzunoglu könnte nämlich dafür sorgen, dass der Titelkampf spannend bleibt. Einfach wird das nicht. Uzunoglu sagte zum kommenden Gegner: „Das ist die spielstärkste Mannschaft der Liga.“ Und mit Blick auf den Titelkampf: „Die Liga kann sich darauf verlassen, dass wir das Spiel nicht ohne Kampf hergeben werden.“ Personell gibt es zwei Fragezeichen. Serhat Can plagt sich mit einer Zerrung herum. Elvis Shala hat einen Schlag auf den Fuß bekommen.


Die 27. Runde könnte zum Spieltag der Entscheidungen werden im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga. Mit einem Heimsieg über den FC Marl (5.) müsste die Spvg Schwerin (12.) das Abstiegsgespenst endgültig verscheucht haben. Für die SG Castrop (3.) geht es gegen den Erler SV (6.) allein noch darum, den erspielten hohen sportlichen Kredit und Platz drei nicht durch Lustlosigkeit abzugeben.

Spvg Schwerin - FC Marl

(So, 15 Uhr, Grafweg)

Die Spvg Schwerin und Bundesligist FC Schalke haben in dieser Spielzeit viele Gemeinsamkeiten. Erstens: Schon zur Halbzeit war klar, dass es keine sonderlich erfolgreiche Saison würde. Zweitens: Beide erlebten einen Einbruch, der so extrem nicht zu erwarten war. Drittens: Schwerins 2:0-Sieg in Zweckel war ebenso Gold wert im Abstiegskampf wie Schalkes 4:2 im Revier-Derby bei Borussia Dortmund. Viertens: Legen Schwerin gegen Marl und Schalke gegen Augsburg nicht nach, könnte es noch einmal sehr eng werden.

Das weiß auch Trainer Marco Gruszka: „Rein rechnerisch ist alles möglich – jeder Punkt zählt.“ Ein Dreier gegen den FC Mal wäre optimal, bei einer Niederlage käme es darauf an, ob der SV Zweckel (13.) bei Westfalia Gelsenkirchen (7.) und Genclerbirligi Resse (14.) gegen Suderwich (8.) punkten.

Schwerin läuft erneut mit einer „extrem jungen Mannschaft auf“, wie Gruszka sagt. Die A-Junioren hätten sich jedoch gut integriert. Martin Kapitza, Doppel-Torschütze in der Schlussphase in Zweckel, wird möglicherweise wieder nur Joker sein. „Bei Martin müssen wir das Freitags-Training abwarten“, so Gruszka, der wie auch A-Junioren-Trainer Zouhair Allali die Fußballschuhe anziehen wird. „Aber nur für den Notfall.“

Frohlinde muss in Hombruch dringend gewinnen

Martin Kapitza (l) war zuletzt Schweriner Matchwinner. © Klingsieck

SG Castrop - Erler SV

(So, 15 Uhr, Bahnhofstraße)

„Die Jungs, die da sind, lassen nicht die Flügel hängen, weil es keine Aufstiegsmöglichkeit mehr gibt. Sie wollen weiter Spiele gewinnen und Dritter werden“, tritt SG-Trainer Dennis Hasecke der Vermutung entgegen, dass nach der Niederlage gegen Westfalia Langenbochum (2.) die folgende bei der SG Suderwich (1:3) so etwas vermuten lässt. „Unser Problem ist, dass viele Spieler verletzt sind. Dadurch schrumpft der Kader“, so Hasecke, der gegen Erle erneut auf fünf A-Junioren zurückgreifen muss. „In Suderwich haben drei davon gespielt und ihre Sache gut gemacht.“

Zudem haben sich Dominik Schenkel und Ingmar Holtkamp verabschiedet. Hasecke dazu: „Für mich sind beide verletzt, sie sollen sich aber angeboten haben in der Zweiten zu spielen – können also so verletzt nicht sein.“ Folglich will Castrops Trainer durch die entstandene Personalnot „die letzten vier Spiele nur noch vernünftig über die Runden bringen“, inklusive das am Sonntag gegen den Erler SV. kli


Kreisliga A HER

Mit dem Motto „Wiedergutmachung“ laufen die Kreisliga-A-Fußballer des FC Frohlinde II (11.) am Sonntag, 5. Mai, beim BV Herne-Süd auf (4.).

FCF-Trainer Jimmy Thimm war nach der 3:9-Niederlage am vergangenen Wochenende im Derby gegen den FC Castrop-Rauxel (5.) mächtig angefressen. „Nach der Klatsche muss eine Reaktion von der Mannschaft kommen“, betonte der Coach mit Blick auf die nun anstehende Partie in Herne-Süd. Wenngleich er aber auch noch hinzufügt, dass gegen den FC Castrop-Rauxel gleich zwölf Spieler verletzungsbedingt ausgefallen sind.

Frohlinde muss in Hombruch dringend gewinnen

Am Boden ist derzeit der TuS Henrichenburg. © Volker Engel

Gegen Herne-Süd wird es auch keine leichte Aufgabe für die Frohlinder. Immerhin kann sich der Bezirksliga-Absteiger der vergangenen Saison bei fünf Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter SG Herne 70 sogar noch leise Aufstiegschancen ausrechnen. Hoffnung macht dem FCF II das Hinspiel, das mit 2:1 gewonnen wurde. „Wir sind in der Lage, alle Mannschaften zu schlagen, wenn wir unser Potential abrufen“, betonte Thimm.

Einige Titelkandidaten


Ähnlich wie der BV Herne-Süd kann auch RWT Herne (3.) bei vier Punkten Rückstand auf Herne 70 noch einmal oben anklopfen. Dementsprechend erwartet Stephan Böhm, Trainer des SC Arminia Ickern (13.), beim Aufeinandertreffen am Sonntag einen Gegner, der „ordentlich Attacke machen wird“. Sein Team sieht er aber nach dem Überraschungssieg am vergangenen Wochenende gegen Marokko Herne (2.) in einer komfortablen Position. „Wir können das Spiel ganz in Ruhe angehen“, betonte der Trainer, „Und eins ist klar: Die weiße Fahne schwenken wir nicht.“ Da Böhm einige angeschlagene Spieler in den eigenen Reihen hat, wird der Kader wieder mit Spielern der A-Junioren aufgefüllt. „Die haben ihre Sache bislang gut gemacht“, freut sich Böhm.

Während der FC Castrop-Rauxel (5.) im Heimspiel gegen das abgeschlagene Schlusslicht Arminia Holsterhausen vor einem Pflichtsieg steht, könnte die Auswärtspartie des SuS Merklinde (10.) beim SV Wanne 11 II (7.) eine enge Kiste werden. Das Hinspiel verlor der SuS mit 0:2.

Herten darf nicht siegen

In der Recklinghäuser Kreisliga A ist der TuS Henrichenburg (15.) im Auswärtsspiel beim FC Leusberg (13.) zum Siegen verdammt. Andernfalls könnte der TuS-Abstieg schon am Sonntag besiegelt sein, wenn der SC Herten (14.) bei Teutonia SuS Waltrop (1.) einen Überraschungs-Coup landet. Neben Lukas Wels fallen auch Raphael Kobylanski und Philip Wihler aus.


Beinahe hätten sich die Kreisliga-B-Fußballer des VfB Habinghorst bereits am vergangenen Sonntag als Meister feiern lassen können. Denn es sah bereits danach aus, dass Verfolger Eintracht Ickern (2.) beim RSV Holthausen (11.) straucheln würde und der VfB durch sein 12:1 gegen die DJK Elpeshof Herne nicht mehr einzuholen wäre.

Holthausen führte durch ein Tor in der 51. Minute mit 1:0 gegen Ickern. Die Eintrachtler bogen den Spieß durch ein Tor von Ahmed Emin Tunc den Spieß in der 93. Minute noch zum 2:1 um.

Duell im Stadion

Die nächste Möglichkeit zum Meister-Jubel bietet sich am Sonntag, 5. Mai, im von der Redaktion ausgesuchten Spiel des Tages der Kreisliga B. Hier treten die Habinghorster ab 13 Uhr im Stadion an der Bahnhofstraße bei der SG Castrop II (4.) auf. Im Falle eines VfB-Sieges und einer Eintracht-Niederlage im Spiel ab 15 Uhr gegen die Spvg Horsthausen II (12.) wäre Habinghorst durch.

Sollte das so eintreffen, würde VfB-Coach Marc Olschewski durchaus einige Kisten Bier spendieren. Der Trainer betonte aber am Freitag: „Wir haben dazu aber nichts veranlasst oder versprochen. Wenn wir unsere Hausaufgaben in den kommenden zwei Spielen selbst machen, können wir auch alles selbst trinken.“

Bier als Dankeschön

Mit Ausnahme von Thomas Bragin hat Olschewski seine Bestbesetzung am Start. Für die SG Castrop II haben zuletzt in Dominik Schenkel und Ingmar Holtkamp zwei Akteure aus dem Bezirksliga-Kader mitgewirkt.

SG-Coach Andreas Lauer berichtete: „Diesmal ist nur Schenkel dabei. Holtkamp ist auf Reisen.“ Lauer sagte zudem: „Natürlich wollen wir Habinghorst etwas ärgern. Aber wir wissen selber, dass das ein hartes Unternehmen wird. Zumindest können sich die Zuschauer auf ein torreiches Spiel einstellen.“ Zuletzt hatte sein Team mit 6:5 beim VfB Börnig II gewonnen.

Und auch das Hinspiel zwischen Habinghorst und Castrop II war ein Schützenfest – mit einem 8:2 (4:0) für den VfB.

Lesen Sie jetzt