Football ohne Ball? Castrop Raptors passen Training an Corona-Auflagen an

dzFootball

Castrop-Rauxels Flag-Football-Team musste nach nur zwei Trainingseinheiten durch die Corona-Pandemie pausieren. Jetzt dürfen sie wieder trainieren, aber ganz anders als vorher.

Merklinde

, 27.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach nur zwei Trainingseinheiten musste Castrop-Rauxels neue Flag-Football-Mannschaft, die „Castrop Raptors“ schon pausieren.

Auch sie litten unter der Corona-Pandemie. Jonas Ehm, Mitgründer der Mannschaft, erzählt, für sie sei es frustrierend gewesen: „Als klar war, wir dürfen jetzt länger nicht trainieren, war das eine Katastrophe. Wir hatten echt ein bisschen Angst, dass es das Ende für uns war, bevor wir überhaupt richtig angefangen haben.“

Athletisches Zirkeltraining anstatt mit dem Ball

Seit vergangener Woche dürfen sie nun aber wieder auf den Platz. Allerdings gestaltet sich das Training nun ganz anders, Körperkontakt ist tabu.

„Das Training ist jetzt viel athletischer und der Ball spielt eine geringere Rolle. Zirkeltraining für Sprungkraft, Antritt, Koordination und generelle Fitness steht jetzt im Vordergrund“, so Ehm.

Von zwei Stunden Training waren in der vergangenen Woche nur 15 Minuten mit Ball, doch das macht der Mannschaft nichts aus.

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„Im Gegensatz zum Nichts-Tun ist das jetzt das Schönste auf der Welt. Einfach wieder mit den Jungs auf dem Platz stehen und sich mal ordentlich auspowern hat mir gefehlt. Ich hab auch nur in strahlende Gesichter geblickt, als wir wieder losgelegt haben“, sagt Ehm.

Er erzählt außerdem, dass die Mannschaft auch von den Auflagen nicht zu sehr eingeschränkt sei. Es werden Hütchen aufgestellt, um den Abstand einzuhalten, alles wird regelmäßig desinfiziert, vor und nach dem Training müssen sich alle gründlich die Hände waschen und desinfizieren, und es gibt keine Fahrgemeinschaften. „Aber so an sich kommen wir wirklich gut klar. Nur drei Leute arbeiten im Rettungsdienst, die sind momentan nicht dabei“, erzählt Ehm.

Generell seien sie derzeit sechs bis acht Leute beim Training, was ihnen einiges erleichtert. Wäre ihr Kader größer, müssten sie umplanen und das Team aufteilen.

Ungewissheit über kommende Spiele und die gesamte Saison

Wie es mit dem Verlauf der Saison aussieht, wissen die Raptors aber noch nicht. Für die Spieltage muss ein Platz immer einen ganzen Tag geblockt werden, das sei gerade jetzt nicht einfach. Flag-Football sei dafür nicht präsent genug und ohnehin sei der Sport nicht für den Winter gemacht.

Langfristig planen kann das Team also noch nicht. Jonas Ehm erzählt, das mache ihnen allen aber nichts aus: „Wir freuen uns einfach, wieder zusammen zu trainieren und uns jetzt Stück für Stück zu verbessern. Außerdem steigt momentan der Teamgeist unglaublich und das ist auch was Tolles.“

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