FC Frohlinde hofft auf die Kehrtwende nach einer teuren Woche

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Kann der FC Frohlinde nach zwei Niederlagen in Folge die Reißleine ziehen? Gewinnt der SV Wacker Obercastrop zum sechsten Mal in Folge? Alle Infos in unserer Fußball-Übersicht.

Castrop-Rauxel

, 13.04.2019 / Lesedauer: 4 min

Vier Punkte Vorsprung haben die Frohlinder als Spitzenreiter derzeit auf den ersten Verfolger SC Obersprockhövel. In den verbleibenden acht Spielen kann noch viel passieren, doch sollten die Frohlinder eine ähnliche Serie wie zuletzt der Tabellensechste SV Wacker Obercastrop starten können, würden sie dem Aufstieg einen großen Schritt näher kommen. Die Wackeraner haben nämlich die vergangenen fünf Ligaspiele allesamt für sich entschieden.

FC Frohlinde hofft auf die Kehrtwende nach einer teuren Woche

© Jens Lukas

SV Sodingen – FC Frohlinde

(Sonntag, 14. April, 15 Uhr, Am Holzplatz)

Die bittere 0:1-Niederlage gegen den SSV Buer (7.) aus der Vorwoche müssen die Kicker des Landesliga-Spitzenreiters FC Frohlinde schnell aus den Trikots schütteln. Davor gab es ja schon das 0:4 beim SSV Mühlhausen-Uelzen (16.). Mannschaften, gegen die man gewinnen sollte, wollen die Frohlinder Meister werden. Doch das klappte nicht.

Diesmal wartet am Holzplatz mit dem SV Sodingen (4.) ein Team, das passend zum Stadion-Namen aus anderem „Holz“ geschnitzt ist. Das Hinspiel endete 1:1. Die Herner haben nach ihrem 0:6-Fiasko vor einer Woche gegen die DJK Wattenscheid (12.) schnell wieder auf den Erfolgs-Modus umgeschaltet. Das Nachholspiel am Donnerstag gegen den Hombrucher SV gewannen sie 3:0.

Die personelle Situation beim FC Frohlinde bessert sich

Und Frohlinde? Trainer Stefan Hoffmann sagte am Freitag: „Wir spielen gegen die Mannschaft mit den besten Einzelspielern, aber wir werden versuchen, den Bock umzustoßen.“ Personell sieht es etwas besser aus. Dietrich Liskunov, Elvedin Ceric, Marco Führich, Alexander Sube und Lukas Wohlfahrth sind nach Verletzungen zurück.

Ausfallen werden wiederum Dennis Lauth (privater Grund) und Timo Erdmann (krank). Zuschauen muss Dustin Wurst, der nach seiner Roten Karte bis einschließlich zum 5. Mai (oder vier Pflichtspiele) gesperrt wurde.

Der FC Frohlinde muss die Niederlage gegen den SSV Buer teuer bezahlen

Das Spiel gegen Buer am 7. April hat darüber hinaus teure Spuren hinterlassen. Frohlindes Trainer Michael Wurst, der vom Schiedsrichter hinter die Bande verwiesen wurde, bekam ein Ordnungsgeld von 300 Euro auferlegt. Der FC Frohlinde muss dazu für das Verhalten der Zuschauer, die dem Verein zuzuordnen sind und unerlaubterweise den Platz betraten, 200 Euro Strafe zahlen.

Wacker Obercastrop – Hombrucher SV

(Sonntag, 14. April, 15,15, Uhr Erin-Kampfbahn)

Die Obercastroper Mannschaft von Trainer Aytac Uzunoglu hat einen Lauf, den sie mit dem 1:0 beim Pokal-Halbfinale am Donnerstag auch außerhalb der Liga unter Beweis stellte. Am Sonntag gibt es mit den Hombrucher SV (5.) allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe in der Liga. Die Dortmunder haben zwar zeitgleich mit Wackers Pokal-Duell das Nachholspiel beim SV Sodingen verloren, zählen aber mit 41 Punkten immer noch zum Dunstkreis der Spitzenteams.

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Ein Anreiz für Wacker, nach der Aufholjagd selbst mit 38 Punkten ausgestattet, wird es sein, durch einen Sieg mit Hombruch gleichzuziehen. Dass die Heimischen mit 61 Treffern die beste Offensive haben, ist bekannt. Jetzt kommt die stabiler gewordene Defensive um Kapitän Moritz Budde dazu. Zum Kader der letzten Woche kehrt der zuletzt verletzte Christian Breitag zurück. Der hatte sich in Wanne noch abseits des Platzes als Gastgeber für die Siegesfeier hervorgetan.

FC Frohlinde hofft auf die Kehrtwende nach einer teuren Woche

© Jens Lukas

Der 25. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga 9 hat es in sich. Die Castrop-Rauxeler Vereine können am Sonntag, 14. April, entscheidende Zukunfts-Weichen stellen. Im Topspiel die SG Castrop (3.) gegen BWW Langenbochum (2.). Ebenso die Spvg Schwerin (11.) im Abstiegskampf bei Westfalia Gelsenkirchen (7.).

SG Castrop – BW Westfalia Langenbochum

(Sonntag, 14. April, 15 Uhr, Stadion Bahnhofstraße)

Für Castrops Fußballer geht es gegen den Tabellenzweiten quasi um Alles oder Nichts. Genau so sieht das auch Trainer Dennis Hasecke: „Nur mit einem Sieg halten wir uns die Aufstiegs-Relegation der Tabellenzweiten offen.“ Das Hinspiel endete allerdings 0:0. Hasecke: „Wir hatten damals Chancen genug, um zu gewinnen.“

Der Blick auf die Tabelle verrät: Castrop hat aktuell 47 Punkte, Langenbochum 50, mit dem Zusatz-Bonus des Nachholspiels am Ostermontag beim SV Zweckel. Mit einem Sieg im Topspiel könnten Castrops Fußballer zudem fast Historisches schaffen: Langenbochum hat nämlich nur einmal verloren in dieser Saison: am 3. September 2018, einem Montagabend, mit 1:2 beim SV Horst-Emscher II (12.).

Die SG Castrop muss auf einige Spieler verzichten

Nach dem 0:0 von Langenbochum vor einer Woche gegen den BV Rentfort verpassten die Castroper mit ihrem 2:2 bei Horst-Emscher II die Großchance, den Abstand zum Tabellenzweiten zu verringern. „Das waren zwei Punkte, die wir gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner liegen gelassen haben“, so Hasecke. Personell ist Castrops Lage vor dem Topspiel nicht optimal: Dennis Dannemann (Familienfeier), Abdellatif Chergui (5. Gelbe Karte), Timo Ballmann (krank) und Torwart Pascal Heuser (Urlaub) werden fehlen.

Westfalia Gelsenkirchen – Spvg Schwerin

(Sonntag, 14. April, 15 Uhr, Trinenkamp)

Das böse Wort Abstiegsgefahr sollte für die Spvg Schwerin längst nicht mehr existieren. Doch nach vier Niederlagen in Folge leuchtet die Abstiegsampel weiter dunkelgelb. Wenngleich das 2:3 zuletzt gegen den SC Hassel wegen der kämpferisch guten Leistung Hoffnung aufkeimen lässt.

Das Hinspiel gegen Gelsenkirchen hat Schwerin 3:2 gewonnen. „Dieses Ergebnis würde ich fürs Rückspiel sofort unterschreiben“, sagt Trainer Marco Gruszka, der wie A-Jugend-Coach Zouhair Allali erneut die Fußballschuhe anzieht. „Wie gegen Hassel sind wir, sollte es nötig werden, aber nur eine Option für die letzten Minuten.“ Ansonsten ist Schwerins Personal-Situation wie gehabt eng, aber nicht hoffnungslos.

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