Ein zweites Schweriner Team sichert erstes Corona-Spiel in Castrop-Rauxel ab

dzFußball-Testspiel

Die erste Testpartie der Bezirksliga-Fußballer der Spvg Schwerin brachte die Spvg wegen der Coronaschutzbestimmungen an die Kapazitätsgrenze. Wir haben die Gründe aufgeschrieben.

Schwerin

, 05.07.2020, 20:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Fußballer der Spvg Schwerin ging es im ersten Testspiel nach dem Corona-Abbruch der Saison am Grafweg gegen den VfB Börnig. Der A-Kreisligist aus der Nachbarstadt Herne hatte sich mit einem dritten Platz in die Zwangspause verabschiedet.

Irgendwie war alles anders als früher. Denn neben den Blau-Gelben auf dem Platz gab es ein weiteres Schweriner Team. Eines, das dabei mithalf, dass die Zuschauer die Corona-Auflagen einhalten konnten. Es sah alles gut durchorganisiert aus. Das war nötig. Denn 100 Zuschauer plus Spieler und Betreuer waren laut Schwerins Geschäftsführer Peter Wach zugelassen. Die Zahl sei beinahe erreicht worden. Was einige im Vorfeld nicht geglaubt hätten. Die Helfer am Eingangstor hatten somit alle Hände voll zu tun.

Mund-Nasenschutzist nicht nötig

Sonja Dinter, die Ehefrau des 1. Vorsitzenden Rainer Dinter versorgte die Zuschauer mit einem Hand-Desinfektionsmittel und übermittelte gleichzeitig, dass ein Mund-Nasenschutz unter freiem Himmel nicht nötig sei. Nur der Abstand von 1,50 Metern sollte eingehalten werden.

Schwerins Co-Trainer Marco Taschke nahm die 90 Minuten seines Teams gegen den VfB Börnig per Videokamera auf.

Schwerins Co-Trainer Marco Taschke nahm die 90 Minuten seines Teams gegen den VfB Börnig per Videokamera auf. © Volker Engel

Jugendleiter Christoph Schaumberg hatte das Kassierer-Häuschen zum Ausfüllen der Kontaktlisten umfunktioniert und übermittelte dem Redakteur dieser Redaktion, dass er 72 Leute auf seinen Papieren erfasst hat.

Darunter waren auch Klaus Overwien, der Staffelleiter der Bezirks- und Landesliga sowie Bernd Götte, Jugendausschuss-Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender im Fußballkreis Herne. Alle schienen dem Fußballspiel herbeigesehnt zu haben. Dann lief die Kugel. Das Leder rollen zu lassen, war für die Kicker bei stürmischem Wind auf dem Schweriner Berg nicht ganz so einfach. Was auch Co-Trainer Marco Taschke am eigenen Leibe erfahren musste. Der Mann neben Cheftrainer Dennis Hasecke hatte sich mit einer Videokamera auf dem Wellblechdach der Zuschauertribüne platziert. Nicht ganz ungefährlich wie sich zeigte, als ein Stuhl vom Dach gefegt wurde.

Taschke hielt dennoch bis zum Abpfiff durch. Dafür wird er sicherlich viele gute Szenen eingefangen haben.

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Schwerins Kapitän Kevin Wagener (Mitte) gewann ein Kopfballduell gegen einen Herner Spieler.

© Volker Engel

Sechs neue in der Startformation

Die Schweriner, die mit sechs neuen Leuten in der Startformation aufliefen, benötigten gegen einen starken Kreisligisten nur eine kurze Anlaufphase. Lukas Muth war es, der in der 14. Minute trocken per 16 Meter-Schuss das 1:0 machte. Als Youssouf Joe Kourouma das 2:0 (17.) schoss, hatte auch gleich der nächste Neue getroffen.

Die Börniger kamen perdirekt verwandeltem Eckball kurz vor der Pause zum 1:2. Nach dem Seitenwechsel ging es ratzfatz weiter Richtung Herner Tor. Nachdem Nico Bothe nur den Pfosten traf, sorgte Stefan Fels für das 3:1. Schwerin ließ nicht locker. Timo Ballmann mit zwei Toren, nochmals Kourouma und Nico Chrobok, der den Castrop-Rauxeler Tim Cittrich im Herner Tor, mit einem herrlichen Lupfer aus vollem Lauf zum 7:2 überlistete.

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