Ein Team des Castroper TV peilt Wiedervereinigung an, das andere kommt wohl nicht zurück

Handball

Der Handballsport ruht. Auch bei den Sportlern des Castroper TV, die sich bei anderen Verein geparkt hatten. Jetzt zeichnet sich ab, ob die Rückkehr zum CTV realistisch ist.

Castrop-Rauxel

, 10.12.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Augen zu und durch: Der Castroper TV (grüne Hemden), hier im Archivbild gegen Bochumer HC, hat derzeit noch keine Nach-Corona-Strategie. Mit einer Rückkehr des Damen-Teams rechnet man beim CTV derzeit nicht.

Augen zu und durch: Der Castroper TV (grüne Hemden), hier im Archivbild gegen Bochumer HC, hat derzeit noch keine Nach-Corona-Strategie. Mit einer Rückkehr des Damen-Teams rechnet man beim CTV derzeit nicht. © Foto: Jens Lukas

Im Sommer hatten sich einige Handballerinnen und Handballer des Castroper TV anderen Vereinen angeschlossen. Es kam so, weil der CTV selbst - auch corona-bedingt - keine spielfähigen Teams für die Saison 2020/21 auf die Beine stellen konnte.

CTV-Teams tauchten in den Spielplänen nicht auf

Als der Handballkreis Industrie im Juli seine Spielpläne für Kreisligen- und -klassen veröffentlichte, fehlte plötzlich der Castroper TV, der neben HSG Rauxel-Schwerin und TuS Ickern Handballmannschaften in Castrop-Rauxel stellt. Die Frauen sollten eigentlich in der Kreisliga spielen, die Männer in der 4. Kreisklasse. Aber: Fehlanzeige.

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„Wegen Personalmangels in unseren beiden Mannschaften setzen wir zumindest für die Saison 2020/21 aus.“ hatte Thorsten Stiller, Abteilungsleiter und 2. Vorsitzender des Gesamtvereins Castroper TV, im August erklärt. Nun sagt er: „Als Mannschaft und Abteilung im Castroper TV bleiben wir bestehen. Ansonsten habe ich noch keine Vorstellung, wie es nach Corona mal weitergehen soll.“

Thorsten Stiller, im grünen Dress des Castroper TV, hofft auf eine Wiedervereinigung der Herren-Mannschaft, die einst aus einem zehnköpfigen Freundeskreis entstand.

Thorsten Stiller, im grünen Dress des Castroper TV, hofft auf eine Wiedervereinigung der Herren-Mannschaft, die einst aus einem zehnköpfigen Freundeskreis entstand. © Volker Engel

Das Herren-Team schloss sich derweil in Teilen der Ü35 des TuS Ickern an, um in einer Hobby-Liga zu spielen. „Wir haben vor November drei, vier Mal zusammen trainiert, das hat Spaß gemacht“, so Stiller. Dann aber kam die zweite Corona-Welle und somit die erneute Sperrung der Hallen für den Amateursport. Es blieb also bislang ein kurzes sportliches Vergnügen.

Ein CTV-Trio heuerte beim TV Wanne an

„Drei Spielern war die Ü35 aber zu wenig, sie wollten aktiv Liga spielen“, sagt Stiller. Christoph Altvater, Stefan Kube und Carsten Schaepers schlossen sich dem TV Wanne in der 4. Kreisklasse an. Doch dort sitzen sie nun genauso auf dem Trockenen - in sportlicher Hinsicht.

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Die zweite Welle der Corona-Pandemie machte allen Amateursportlern in NRW einen dicken Strich durch die Rechnung. Für das CTV-Trio ist bitter: Da die Ü35 in einer Hobby-Liga antritt, hätten die drei Handballer sogar in beiden Teams antreten können – ohne Doppelspielberechtigung.

Stiller ist aber zuversichtlich, dass sich die CTV-Männer wieder vereinen werden. „Diese Mannschaft ist aus zehn Freunden entstanden. Man muss schauen, wann wieder genug Kumpels dafür zusammen kommen“, sagt er.

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Sieben CTV-Frauen hatten sich dem TuS Ickern 2 angeschlossen, der ebenso Handballerinnen brauchte. Hier stehen die Chancen auf eine Rückkehr zum Castroper TV eher schlecht, wie Stiller erklärt: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie zurückkommen. Dann wären sie wieder nur zu siebt. Und das ist deutlich zu wenig für eine Mannschaft.“

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