Doris Arnade aus Ickern spielt für Ludwigshafen

Serie: "Auswärtsspiel"

Die Laufbahn der in Ickern aufgewachsenen Tennisspielerin Doris Arnade begann einst beim RV Rauxel. Fast vier Jahrzehnte später ist die 49-Jährige, die heute in Mannheim lebt, Deutsche Meisterin. Im Sommer hat sie als Mannschaftsführerin den Titel mit den Damen 40 des BASF TC Ludwigshafen gewonnen.

CASTROP-RAUXEL

, 30.12.2016, 14:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Ludwigshafener Tennisspielerinnen, die zuvor die Regionalliga-Saison ohne Verlustpunkt absolviert hatten, sicherten sich den Deutschen Mannschafts-Meistertitel im September in Hannover. Auf der Tribüne erhielt Doris Arnade Unterstützung aus der Heimat: Ihre Mutter und ihre Zwillingsschwester Ingrid waren eigens aus Castrop-Rauxel angereist.

Gemeinsam begannen die Arnade-Schwestern in den frühen 1970er Jahren ihre sportliche Laufbahn - zunächst als Turnerinnen beim TuS Ickern, dann in der Tennis-Abteilung des RV Rauxel.

Nach dem Abitur am Adalbert-Stifter-Gymnasium führte die berufliche Laufbahn Doris Arnade in die Rhein-Neckar-Region. In Ludwigshafen absolvierte die heute 49-Jährige eine Ausbildung zur Industriekauffrau und ein duales Studium bei der BASF. Noch heute ist sie im Vertriebsbereich für den Chemiekonzern tätig.

Ihre sportliche Laufbahn setzte Arnade auch nach ihrem Weggang aus Castrop-Rauxel fort. "Ich habe in Ludwigshafen sofort wieder Tennis gespielt", sagt sie. Beim BASF Tennisclub machte sie Bekanntschaft mit der erfolgreichsten deutschen Tennisspielerin aller Zeiten: Steffi Graf war damals für die erste Damen-Mannschaft des Clubs in der Bundesliga gemeldet und nahm unter anderem an einem Trainingscamp im Frühjahr 1990 teil. "Sie hat jeden Tag mittrainiert und war sehr nett zu uns allen", erinnert sich Arnade, "ich habe auch hin und wieder ein paar Worte mit ihr gewechselt."

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Auf der Meldeliste des BASF TC für das Jahr 1990 tauchten folglich die Namen Steffi Graf und Doris Arnade auf. "Die habe ich heute noch an der Wand hängen", kommentiert die gebürtige Castrop-Rauxelerin schmunzelnd.

Allerdings standen die beiden Spielerinnen nicht zusammen in der Bundesliga auf dem Platz. Arnade trat seinerzeit als Nummer eins des zweiten Teams des BASF TC in der Verbandsliga an. Die damalige Mannschaft bildet auch heute noch den Stamm der Damen 40, die nun den großen Erfolg bei der Deutschen Mannschafts-Meisterschaft gefeiert haben. "Einige von uns spielen bereits seit über 25 Jahren zusammen", sagt Arnade, die auch als Mannschaftsführerin fungiert und sich um organisatorische Dinge wie die Sponsorensuche kümmert. "Die Titelverteidigung ist unser Ziel", erklärt sie mit Blick auf die Sommersaison. Im Winter beschränke sich ihr Team auf das Training.

Kontakt reißt nicht ab

Sie selbst absolviere im Sommer wie im Winter ein umfangreiches Programm, um sich in Form zu halten. "Ich treibe einfach sehr gerne und sehr viel Sport", erklärt Arnade. Ihre Fitness sei entscheidend dafür, dass sie im fortschreitenden Alter ihre Leistung noch habe steigern können. "Auch Gegnerinnen, die spielerisch eigentlich besser sind als ich, kann ich zermürben, indem ich keinen Ball verloren gebe."

Trotz ihres umfangreichen beruflichen und sportlichen Engagements in der Rhein-Neckar-Region reißt aber auch der Kontakt zu Castrop-Rauxel nicht ab, wie Doris Arnade betont: "Drei oder vierMal im Jahr bin ich noch dort zu Besuch."

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