Dominik Behrend (36): „Wir können nicht über 90 Minuten das volle Tempo gehen“

dzInterview

Eigentlich hatte Dominik Behrend seine Fußballkarriere beendet. Doch zwei gute Freunde haben ihn dazu gebracht, weiterhin für den FC Frohlinde in der Landesliga die Schuhe zu schnüren.

Frohlinde

, 21.08.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit seinen 36 Jahren war Dominik Behrend am Sonntag beim Auswärtsspiel beim Kirchhörder SC der älteste Spieler des FC Frohlinde auf dem Platz. Doch eigentlich sollte Behrend gar nicht mehr im Trikot des FC auflaufen, denn die Partie am letzten Spieltag der vergangenen Saison gegen den SV Brackel sollte seine letzte in seiner Karriere sein.

In der Vorbereitung stand Dominik Behrend dann aber plötzlich wieder auf dem Platz und lief beispielsweise bei der Stadtmeisterschaft auf. Am Sonntag spielte der 36-Jährige sogar 86 Minuten lang beim 1:4 beim Kirchhörder SC. Im Anschluss an die Partie sprachen wir Behrend über die Gründe seines Comebacks, seinen Fitnessstand und die Chancen des FC Frohlinde in dieser Saison.

Zur Person

Dominik Behrend bringt Oberliga-Erfahrung mit

Dominik Behrend, 36 Jahre alt, spielte viele Jahre in der Ober- und Westfalenliga für den FC Brünninghausen und den SC Westfalia Herne. Zur Saison 2018/19 wechselte „Apo“, so sein Spitzname, zum FC Frohlinde.

Herr Behrend, Sie hatten zum Ende der Saison eigentlich Ihre Karriere als Fußballer beendet. Aber bereits in der Vorbereitung sah man Sie wieder im Trikot des FC Frohlinde. Warum sind Sie weiterhin dabei?

Wenn es die Zeit zulässt und ich helfen kann, dann helfe ich gerne. Jetzt in Kirchhörde hat man gesehen, dass die Personalsituation nicht die beste war. Aber wir haben dennoch eine gute Truppe. Dazu kommt, dass mit Marc Kruska und Andreas Kluy zwei gute Freunde von mir dazugestoßen sind.

In der vergangenen Saison bestritten Sie lediglich 13 Spiele für den FC Frohlinde. Als Scout bei Borussia Dortmund sind Sie beruflich stark eingebunden. Wie oft werden Sie es in Zukunft schaffen für Frohlinde zu spielen?

Das ist von Zeit zu Zeit verschieden. Es entscheidet sich immer spontan, ob ich Zeit habe oder nicht.

Dementsprechend schaffen Sie es auch nicht bei jeder Trainingseinheit dabei zu sein. Wer Sie in Kirchhörde beobachtet hat, hat gemerkt, dass Ihnen etwa gegen Mitte der zweiten Halbzeit die Luft fehlte. Wie sieht es konditionell bei Ihnen aus?

In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft und kriegen einfach ein unglückliches Gegentor. In der zweiten Halbzeit hat man bei Spielern wie Stefan Hoffmann oder mir gemerkt, dass wenn wir nicht trainiert sind, nicht über 90 Minuten das volle Tempo gehen können. Das hat man dann einfach gesehen. Ich denke aber, das ist ganz normal. Wir wollen aber weiter daran arbeiten, dass wir irgendwann den Fitnessstand erreichen, dass wir über 90 Minuten Gas geben können.

Dominik Behrend (36): „Wir können nicht über 90 Minuten das volle Tempo gehen“

Dominik Behrend ging im Auswärtsspiel beim Kirchhörder SC mit kämpferischen Beispiel voran. Allerdings fehlte ihm im zweiten Durchgang etwas die Luft, um das hohe Tempo weiterhin gehen zu können. © Marcel Witte

Nach zwei Spielen stehen beim FC Frohlinde ein Sieg und eine Niederlage auf dem Konto. Viele Experten sehen Frohlinde als Geheimfavoriten auf den Aufstieg. Was kann das Team aus Ihrer Sicht in dieser Landesliga-Saison erreichen?

Ich glaube, wir sind im letzten Jahr ziemlich lange gut damit gefahren, dass wir einfach unsere Spiele spielen und das wollen wir auch in diesem Jahr machen. Was am Ende dabei herauskommt, das kann ich nicht prognostizieren, denn die Liga ist so ausgeglichen. Ich glaube, da gibt es, mit Ausnahme von Bövinghausen, keine Mannschaft die heraussticht. Wir wollen einfach so viele Spiele wie möglich gewinnen und wenn wir dann am Ende unter den ersten fünf, sechs Mannschaften landen, ist glaube ich jeder zufrieden.

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