Diese Tipps bringt Frohlindes Trainer Michael Wurst vom VfL Bochum mit

dzFußball-Landesliga

Er wird oft tituliert als Tausendsassa des Fußballs, für den 24 Stunden am Tag eigentlich zu wenig sein müssten. Michael Wurst bringt für den FC Frohlinde Kenntnisse vom VfL Bochum mit.

Frohlinde

, 03.04.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit 2015 ist der Familienvater von zwei Kindern an der Brandheide tätig. Erst als Spieler, dann als spielender Trainer und jetzt mit 44 Jahren hauptsächlich an der Linie mit seinem gleichberechtigten verletzten Spielertrainer Hoffmann. In Bochum ist der „Wursti“, der so auch als Musiker, Moderator oder Schauspieler unterwegs ist, seit 2007 die Stadion-Stimme des Zweitligisten.

Und weil er so nahe dran ist am Fußballgeschehen auf fast höchster Ebene, kann er seinen Kickern in Frohlinde natürlich fußballspezifische Ideen von der Profi-Ebene mitgeben. Michael Wurst sagte am Dienstag: „Ich schaue genau hin, was da passiert und bringe das natürlich auch in Frohlinde mit Absprache von Stefan beim Training ein.“ Als Sprecher im Stadion an der Castroper Straße ist er nämlich ganz nahe am Spielgeschehen dabei.

So hatte er beim 0:0 gegen den Hamburger SV schon intensiv zugeschaut und eine gute Leistung seiner Bochumer beobachtet. Die er gerne auch von seinem FCF-Team in Mühlhausen gesehen hätte. Doch obwohl er sich mit Trainer Robin Dutt noch in der Vorwoche ausgetauscht hatte, verlor Frohlinde mit 0:4. Es hätte mit an der Viererkette gelegen, die ansonsten die gesamte Saison über gute Arbeit gezeigt hatte. Bis Sonntag hatte der Klassen-Primus die wenigsten Tore kassiert.

Vergleich mit einer Szene von Mats Hummels

Die Fehler, die zur Niederlage führten, verglich der FCF-Coach mit einer Aktion von Mats Hummels aus dem WM-Spiel Deutschland gegen Mexiko. Der hat damals auch die Viererkette aufgelöst. Der 44-jährige Michael Wurst sagte: „Wenn man herausläuft, muss man den Ball haben, sonst wird das brutal bestraft, da gibt es keinen Unterschied zwischen Weltklasse oder Landesliga.“

Der Bochumer weiß, wovon er spricht und hat auch schon als Moderator des VfL einige Trainer und Spieler kommen und gehen sehen und damit auch viele taktische Varianten. Wie etwa von den Übungsleitern Peter Neururer, Heiko Herrlich oder Marcel Koller.

Beide Vereine auf einem guten Weg

Die Bochumer seien indes mit Dutt auf einem richtigen Weg. Wurst resümierte: „Vielleicht können wir in ein, zwei Jahren um den Aufstieg in die Bundesliga mitspielen.“ Frohlinde als Spitzenreiter ist wiederum auf dem Weg in die Westfalenliga, wobei Wurst die Sonntagschlappe als „extremen Ausrutscher“ sah, der aber viele Gründe wegen diverser angeschlagener Spieler hatte. Der Trainer hat seine eigene Devise, die er sich in höherklassigen Einsätzen in der 3. oder 4. Liga zu eigen machte: „Wenn man hinfällt, muss man immer wieder aufstehen.“

Denn die momentane Situation seiner Frohlinder Mannen ist „Jammern auf hohem Niveau“. Die „Brandheider“, denen in Mühlhausen auch das Schussglück in der Offensive fehlte, sind immer noch Spitzenreiter und führen mit vier Punkten auf den SC Obersprockhövel das Feld an. Dazu folgen in schon beachtlichem Abstand von acht Punkten Firtinaspor Herne und mit jeweils neun Zählern der SV Sodingen und der Hombrucher SV.

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