Die Titelanwärter bauen sich vor Schwerin und Castrop als Hürden auf

dzFußball-Bezirksliga

In der Fußball-Bezirksliga gastiert die Spvg Schwerin beim Spitzenreiter Erler SV. Die SG Castrop bekommt Besuch von Vestia Disteln.

Castrop-Rauxel

, 29.11.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hinrunde in der Fußball-Bezirksliga 9 ist Geschichte. Bis zur Saison-Halbzeit wurden für die Spvg Schwerin (8.) und die SG Castrop (13.) jedoch Geschichten mit leicht bitterem Beigeschmack geschrieben. Am Sonntag, 1. Dezember, startet nach 14-tägiger Pause (bedingt durch den Totensonntag) die Rückrunde.

Die Uhren werden fortan zwar nicht komplett auf Null gestellt, doch ab Sonntag läuft ein gewisser Neuanfang. Der ist nach zwei Spielen schon wieder Geschichte. Es beginnt die Winterpause, die erst am Sonntag, 16. Februar 2020, endet.

SG Castrop - Vestia Disteln

(So, 14.30, Bahnhofstraße)

Das Castroper Motto gegen den Tabellendritten Disteln liegt auf der Hand: Wir haben keine Chance, die wollen wir aber nutzen. Und das unterstreicht Trainer Tino Westphal nachdrücklich. Er sagte am Donnerstag: „Wir haben einen guten Lauf in Heimspielen – ein Punkt soll es mindestens werden gegen Disteln.“

Dafür könnte sprechen, dass der Gast nach der Verletzung von Torjäger Philipp Müller (er fällt auch am Sonntag aus) viermal verloren hat, ehe es einen 3:1-Erfolg beim VfB Hüls gab.

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Doch auch bei der SG müssen die „Indianer“ die Kastanien aus dem Feuer holen, da alle „Häuptlinge“ verletzt sind. Auch Tino Westphal kann nicht spielen. „Ich habe es im Training versucht, nach einer halben Stunde ging nichts mehr.“

Abwehrmann Devin Helmig wurde aktuell an seiner gebrochenen Nase operiert und wird laut Westphal eventuell sogar komplett Schluss machen mit dem Fußball-Sport. Dennis Dannemann ist ebenso nicht fit. Und Ingmar Holtkamp wird unter Miami-Sonne von Vater Gerd fit gemacht. „Ingmar schickt mir jeden Tag Videos von seiner Reha. Das ist kein Urlaub, den er dort macht.“ Das Hinspiel in Herten-Disteln hat die SG Castrop recht deutlich mit 1:5 verloren.

Erler SV - Spvg Schwerin

(So, 14.30, Am Forsthaus, GE)

„Wir spielen keinen schlechten Fußball, nur die letzten Ergebnisse waren nicht berauschend“, lautet das Hinrunden-Fazit von Schwerins Trainer Dennis Hasecke zu den zuletzt vier Niederlagen und dem Abrutschen auf Tabellenplatz acht.

Ab Spiel zwölf bis zur Partie 15 gingen Schwerins Fußballer stets als Verlierer vom Platz. „Wir sind natürlich enttäuscht, bewegen uns mit der Vorgabe ,einstelliger Tabellenplatz´ aber immer noch im Soll“, so Hasecke vor der Hammer-Aufgabe beim Spitzenreiter Erler SV. Dieser hat sich in der Tabelle sieben Punkte Vorsprung vor dem Verfolger FC Marl erarbeitet. „Das wird sehr schwer auf dem tiefen Rasenplatz am Forsthaus“, weiß Hasecke.

Warum der Erler SV so stark aufspielt, kann Schwerins Trainer indes nicht ganz nachvollziehen: „Wir haben uns im Hinspiel beim 2:3 nach einer 2:0-Halbzeitführung mit individuellen Fehlern quasi selbst geschlagen. Hätten wir gewonnen, wäre die Hinrunde für beide vielleicht anders verlaufen.“

Doch das „Selbst Schuld“ zog sich letztlich für Schwerin wie ein Roter Faden durch die Hinrunde. Dennis Hasecke macht das fest an „katastrophalen Abwehrfehlern“ und dem „Verletzungs-Ausfall wichtiger Spieler“. Ein Sieg beim Spitzenreiter Erler SV würde der Spvg Schwerin daher sehr guttun.

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