Die Spvg Schwerin verliert ein Trio an die Landesliga, will aber ganz oben angreifen

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Bezirksligist Spvg Schwerin bekommt zur neuen Saison neue Trainer und eine Reihe neuer Spieler. Drei Leistungsträger verlassen aber die Spvg im Paket und spielen künftig eine Liga höher.

Schwerin

, 22.05.2019, 09:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einen personellen Umbruch der größeren Art gibt es für die neue Saison 2019/20 beim Fußball-Bezirksligisten Spvg Schwerin. Zehn Spieler gehen, 19 Akteure (Stand jetzt) sollen neben den verbleibenden Akteuren den Kader nicht nur vergrößern, sondern verbessern.

Und einer der Abgänge sorgte jetzt für die Überraschung: Einen Rückzug vom Rückzug legte Torjäger Martin Kapitza hin. Nachdem er den Schwerinern nach vielen Wechselgerüchten mit Wacker Obercastrop doch wieder auf Schwerin zugesagt hatte, hat er sich jetzt wohl doch für Obercastrop entschieden.

Peter Wach: „Wollen führende Rolle spielen“

Nach dem Klassenverbleib, zu dem Kapitza mit 13 Toren seinen Beitrag leistete, wird auf dem Schweriner Berg mächtig durchgepustet. Peter Wach, Geschäftsführer der Spvg, erzählte am Dienstag: „Das Szenario von Abstiegsangst wollen wir nicht mehr mitmachen, wir haben vor, in der nächsten Saison eine führende Rolle in der Bezirksliga zu spielen.“

Der Schlüssel dazu liegt im neuen Trainer-Duo. Dennis Hasecke und sein Co-Coach Marco Taschke kommen vom Bezirksliga-Rivalen SG Castrop und sind seit einiger Zeit in den Planungen auf dem Berg involviert. Wach erklärte: „Die beiden sind sehr ehrgeizig und haben schon reichlich Stunden hier verbracht.“

Neben Marco Gruszka, der seit drei Jahren auf Schwerin trainierte und zum SuS Merklinde zurückkehrt, hört auch der Schweriner Co-Trainer Frank Rupieper auf.

Ob er mit seinem Sohn Marvin zur Spvg Horsthausen mitgeht, wollten wir wissen: „Wenn, dann nur als passiver Zuschauer, ich habe jetzt lange genug an der Linie gestanden.“ Zuletzt sogar in verantwortlicher Mission, als Gruszka im Urlaub war und die Mannschaft wichtige Punkte zum Klassenverbleib benötigte. Aber da wollte Rupieper seine Rolle als nicht so wichtig sehen: „Das ist wie bei Bayern München, da ist es auch egal, wer da an der Linie steht.“

Sein Filius Marvin teilte mit, dass er nach Horsthausen wechselt, weil sein Arbeitskollege Michael Lier ihn angesprochen habe. Peter Wach legte noch ein Lob obendrauf: „Marvin traue ich die Landesliga zu.“

Rupieper, Gillner, Neumann: Zurück zu den Anfängen


In seinem Sog gehen auch Fabian Gillner und Niklas Neumann zum Herner Landesligisten. Marvin Rupieper kehrt also in die Nähe seiner Anfänge als Fußballspieler zurück. Er spielte bei den Mini-Kickern und der F-Jugend beim VfB Börnig und gehört nach einem Jahr in der E-Jugend des VfL Bochum von der D-Jugend den Schweriner Blau-Gelben an.

Die Blau-Gelben, die laut Wach in den vergangenen Wochen schon personell auf dem „Zahnfleisch“ krochen, wollen noch ein gutes Spiel am Sonntag beim Tabellenführer Langenbochum abliefern. Trotz des 1:6 am Vorsonntag gegen Horst-Emscher II sagte Wach mutig: „Wir wollen uns zum Schluss noch einmal gut verkaufen und das Zünglein an der Waage spielen.“

In der alten Formation. Denn so wird man das aktuelle Team in der kommenden Spielserie nicht mehr sehen.

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