Die HSG Rauxel-Schwerin will besser vorbereitet die Verbandsliga-Qualifikation schaffen

Jugendhandball

In der vergangenen Saison schaffte die B-Jugend der HSG Rauxel-Schwerin die Qualifikation für die Verbandsliga nicht. Nun sind die Voraussetzungen andere – trotz Verletzungssorgen.

von Sarah Rütershoff

Castrop-Rauxel

, 14.03.2019, 09:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die HSG Rauxel-Schwerin will besser vorbereitet die Verbandsliga-Qualifikation schaffen

Franklin Tejeda steht mit der B-Jugend der HSG Rauxel-Schwerin aktuell auf dem ersten Rang. © Volker Engel

Sich gut anstellen und ein bisschen Glück: Das sind laut HSG-Trainer Andreas Hünnemeyer die Erfolgszutaten, um sich für die Verbandsliga zu qualifizieren. Die B-Jugendhandballer der HSG Rauxel-Schwerin wollen das Ziel nach verpasster Chance in der vergangenen Saison erneut angehen und zeigen mit ihrer aktuellen Erstplatzierung in der Sonderliga Industrie: sie können, wenn sie nur wollen.

Seit vier Jahren arbeiten Trainer und Spieler zusammen: Die B-Junioren der HSG Rauxel Schwerin haben seither eine gute Entwicklung hinter sich, wie Trainer Hünnemeyer sagt. Die Einstellung der Jungs auf dem Spielfeld stimme, die Nervenstärke löse immer mehr ihre Nervosität ab und in der Liga, der sogenannten Sonderliga Industrie (vergleichbar mit der Bezirksliga), würden sie ihr Niveau auf längere Strecken halten können. Doch die Verletzungsquote war noch nie so drastisch wie in dieser Saison, meint der Trainer.

Hibbelige Spieler beim letzten Aufstiegsspiel

Übernommen hatte Trainer Hünnemeyer die Jungs vor vier Jahren als C-Junioren: Damals hatten sie die Saison noch als Tabellenvorletzter beendet. Aktuell befinden sie sich auf Tabellenplatz eins und erwerben sich mit dem Meistertitel am Ende der Saison das Recht, sich für die Verbandsliga zu qualifizieren. Doch einfach werden die anstehenden Qualifikationsspiele für die Jungs nicht. „Beim letzten Aufstiegsspiel, ich erinnere mich noch gut, waren die Jungs sehr nervös, dadurch sehr hibbelig“, berichtet der Trainer. „Heute sind sie viel ausgeglichener.“

Er sieht gute Chancen beim Weiterkommen, denn die Mannschaft verfüge über den stärksten Rückraum in der Liga und zu den besten zehn Torschützen zählen bereits drei Spieler aus seinem Team, womit dieses es den Gegnern nicht einfach mache. Einzig und allein gegen körperliche überlegene Gegner zu bestehen bereitet den Rauxel-Schweriner noch etwas Probleme. Der Mannschaftskapitän Gabriel Kulczynski ist aber zuversichtlich, dass das seinem Team in den Qualifikationsspielen auch gelingt. „Um zu bestehen, wollen wir kämpfen, beißen und unsere Willensstärke zeigen“, sagt der Spielführer.

Die HSG Rauxel-Schwerin will besser vorbereitet die Verbandsliga-Qualifikation schaffen

Das ist die B-Jugend der HSG Rauxel-Schwerin: (hinten, v.l.) Trainer Andreas Hünnemeyer, Franklin Tejeda, Luca Pagliara, Corvin Lapkowski, Gabriel Kulczynski, Emil Weste, Louis Ziegler und Trainer Patrick Verheyen sowie (unten, v.l.) Julien Werner, Max Tann, Timo Windener, Moritz Tann (C-Jugend), Marvin Justke, Lukas Hübner und Daniel Nickel. Auf dem Foto fehlen Konstantin Willms und die C-Jugendlichen David Dietze und Lukas Balz. © Volker Engel

Der Kader zählt aktuell zwölf Spieler, doch muss Hünnemeyer, der in seiner Trainerposition von Patrick Verheyen unterstützt wird, zurzeit auf seine zwei sehr schnellen Außenspieler Konstantin Willms und Luca Pagliara verzichten. Beide zogen sich langwierige Sportverletzungen zu und können erst in einigen Monaten wieder anfangen zu trainieren. „Vielleicht auch gut, dass wir in der letzten Saison in der Bezirksliga geblieben sind, denn ein so dünner Kader hätte uns in der Verbandsliga womöglich noch Probleme bereitet“, vermutet Hünnemeyer.

In den Heimspielen greife das Team des Öfteren auch auf drei sich bereits gut ins Team etablierte C-Jugendspieler zurück, doch bei Auswärtsspielen standen die B-Junioren auch schonmal nur mit sieben Mann dort, als die Grippe die Runde machte und die C-Junioren selbst ein Spiel hatten.

Die Motivation ist manchmal nicht leicht

In der kommenden Saison geht die komplette B-Jugend in die A-Jugend über, wo weitere sechs A-Jugendspieler warten: Personalprobleme werde es da wohl eher weniger geben, denkt sich das Trainerduo Hünnemeyer und Verheyen. Auch in der kommenden Saison wollen sie die Jungs begleiten. „Trainer und Spieler kommen gut klar, das passt“, so Andreas Hünnemeyer.

Und auch in der nächsten Saison wollen Trainer und Spieler an jüngste Erfolge anknüpfen: So kann das Team von sich behaupten, im vergangenen Jahr nur ein Spiel in ihrer Liga verloren zu haben. „Dazu gehört Disziplin, doch die Jungs ziehen gut mit“, ist Hünnemeyer erfreut. „Gerade gegen schwächere Gegner ist es zwar manchmal schwer, die Jungs zu motivieren, ihre Gegner nicht zu unterschätzen. Doch eine meiner weiteren Aufgaben ist es auch, einen möglichen Höhenflug bei den Jungs zu verhindern“, scherzt Hünnemeyer. „Kommenden Samstag wird es nochmal spannend, denn es geht gegen den Zweitplatzierten JSG Brechten/Lünen“, sagt er.

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