Die Clubs von zwei Castrop-Rauxeler Fußballern können in die 1. türkische Liga aufsteigen

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Derzeit läuft in der Türkei die Relegation zur 1. Liga. Die Vereine von zwei Kickern, die in Castrop-Rauxel groß wurden, spielen mit. Einer der Profis kommt allerdings nicht zum Zuge.

Castrop-Rauxel

, 21.07.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der türkische Traditionsklub Fatih Karagümrük spielt ab Mittwoch, 22. Juli, um den Aufstieg in die türkische Süper Lig. Eigentlich wollte auch der Castrop-Rauxeler Baris Özbek mithelfen, den Verein in die höchste Spielklasse zu bringen. Doch seit zwei Monaten ist Özbek freigestellt. Das berichtete das Magazin Reviersport. Ein weiterer Kicker, der bei der Spvg Schwerin groß wurde, kann allerdings seine Chance ergreifen: Semih Güler, der mit Adana Demirspor ebenfalls im Play-Off-Halbfinale steht.

Kein Geld, kein Einsatz

Für Fatih Karagümrük stehen mit Baris Özbek (vormals Union Berlin, RW Essen und MSV Duisburg) eigentlich die entscheidenden Wochen des Jahres an. Als Tabellensechster hat der Aufsteiger die Play-Off-Spiele um den dritten Aufstiegsplatz erreicht. In zwei Halbfinalspielen gegen Akhisarspor hat der Verein die Möglichkeit, ins Finale einzuziehen. Der Sieger des Finalspiels ist der dritte Aufsteiger.

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Genau dafür wurde Baris Özbek im Winter 2019 verpflichtet. Zunächst als Co-Trainer vorgesehen, war der 35-Jährige noch so gut im Saft, dass er schnell wieder als Spieler eingespannt wurde. Seit zwei Monaten hat er allerdings frei. „Ich habe seit einem Jahr kein Geld bekommen“, erklärt Özbek gegenüber Reviersport den Grund. „Mein Vertrag bei Fatih Karagümrük läuft zwar noch bis zum Ende der Saison, aber weil ich ohne Bezahlung nicht spielen möchte, hat mich der Verein bis dahin beurlaubt“, erklärt der Ex-Schweriner.

Semih Güler, der einst für die Spvg Schwerin in der Jugend spielte, möchte in die 1. türkische Liga aufsteigen.

Semih Güler, der einst für die Spvg Schwerin in der Jugend spielte, möchte in die 1. türkische Liga aufsteigen. © Verein

Semih Güler und sein Team von Adana Demirspor treffen im Hinspiel des Relegations-Halbfinals auf Bursaspor. Güler kickte bei den D- und C-Junioren der Spvg Schwerin bis 2010 zusammen mit Dietrich Liskunov, dem aktuellen Kapitän des Landesligisten FC Frohlinde. Liskunov sagt über seinen ehemaligen Mitspieler: „Er war damals schon ein sehr guter Fußballer.“ 2010 verschwand Güler allerdings vom Castrop-Rauxeler Radar. Über die Station Westfalia Herne ging er in die Türkei, wo Adana die dritte Station des heute 25-jährigen Abwehrspielers ist.

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Eigentlich würde man in Deutschland eher mit den Schultern zucken, wenn es um die 2. Liga der Türkei geht – doch nicht in diesem Jahr. Ganze 20 Spieler mit deutschen Wurzeln stehen in den Kadern der vier Aufstiegskandidaten. Und das teils aus erlesenen Teams im Junioren- und Seniorenbereich. Wie das Aufgebot von Özbeks Clubs Karagümrük zeigt: Keeper Aykut Özer (vormals Eintracht Frankfurt), Alparslan Erdem (Werder Bremen), Baris Basdas (1. FC Köln), Tugrul Erat (Fortuna Düsseldorf und MSV Duisburg), Selcuk Alibaz (KSC und Hansa Rostock), Firat Sucsuz (RB Leipzig und FC Carl Zeiss Jena) und Koray Altinay (FC Bayern München II).

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