Der Weltmeister muss beim Zigarren-Kisten-Turnier den Teamkameraden den Vortritt lassen

Billard

Am letzten Wochenende des Jahres 2019 ließen es 32 Billardspieler bei der zweiten Auflage des Zigaki-Turniers im Dreiband beim ABC Merklinde noch einmal richtig krachen

Merklinde

, 30.12.2019, 14:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Weltmeister muss beim Zigarren-Kisten-Turnier den Teamkameraden den Vortritt lassen

Jörg Ikenmeyer (rechts) umarmte nach seinem Sieg beim Zigaki-Turnier in Merklinde den Vorjahressieger Markus Dömer. Dirk Wörmer (links), der schon nach dem Sieg gegen Weltmeister Blomdahl alles drückte, was ihm in den Weg kam, herzte auch Thorsten Frings, mit dem er sich Platz drei teilte. © privat

.Jörg Ikenmeyer setzte sich dabei im Finale des Zigaki-Turniers gegen seinen Teamkameraden und Vorjahressieger Markus Dömer durch. Den dritten Platz teilten sich Dirk Wörmer und Thorsten Frings.

Was für eine grandiose Stimmung im Bürgerzentrum an der Johannesstraße beim Kampf auf der Zigarrenkiste (Zigaki), dem kleinen Turnierbillard. ABC-Crack und Bundessportwart Markus Dömer, Ideengeber, Turnierleiter, Spieler und Moderator an den zwei intensiven Tagen, hatte eingeladen. Und Dreiband-Cracks aus ganz Deutschland und den Niederlanden waren dabei.

Dass am Ende drei Akteure aus der Merklinder Zweitliga-Mannschaft in die Runde der besten Vier einzogen, war so nicht zu erwarten. Zu stark schien das Teilnehmerfeld, in dem auch die aktuelle Nummer Drei der Weltrangliste und aktuelle Weltmeister, Torbjörn Blomdahl, mitmachte. Der Schwede ist seit dieser Saison ja dank seines Freundes Dömer ein Merklinder.

Wörmer überrascht

Dass dann für den Billard-Profi im Viertelfinale Schluss war, konnte vorher nicht abgeschätzt werden. Als haushoher Turnier-Favorit war er schon durch die Gruppenphase und das Achtelfinale gerauscht und schien auch im Match gegen seinen ABC-Kollegen Dirk Wörmer auf der Siegesstraße. Vier Gewinnsätze bis acht Points waren dazu nötig. Als Blomdahl nach einem Satzstand von 3:3 in der ersten Aufnahme sieben Dreibänder spielte, war scheinbar alles gelaufen. Doch Wörmer konterte direkt, hatte Glück bei zwei „Klapperbällen“ und selbst der Matchball kam mit Unterstützung „von oben“ zustande. Glück, das der Bauunternehmer aus Stadtlohn kaum fassen konnte. Er hat zwar daraufhin nicht die Welt aber dafür scheinbar jeden, der sich auf der Billard-Etage befand, so umarmt und gedrückt, dass man als Außenstehender schon Angst um die Gesundheit der Geherzten haben musste.

Frings gegen Dömer

Ein Sieg, der das Halbfinale brachte. Das dann auch seine Merklinder Teamkameraden Dömer, Jörg Ikenmeyer und der ehemalige Billard-Nationalspieler Thorsten Frings erreichten. Über dessen Teilnahme war Turnier-Macher Dömer selbst hocherfreut. Frings, der im Vorjahr noch mit dem BC Stuttgart Deutscher Pokalsieger wurde, hatte aus familiären Gründen nach der Geburt seiner Tochter eine Billardpause eingelegt. Für das Merklinder Turnier dann sein Queue wieder aus dem Koffer geholt und damit auch stark gespielt.

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Im Halbfinale kam es zum Duell gegen Gastgeber Dömer, der in der Gruppe gegen seinen Mannschaftskameraden Uwe Klein noch mit 2:4 verlor, aber punktgleich mit einer knappen Folgewertung (ein Satz) weiterkam. Spannend wurde es gegen den Ex-Stuttgarter mit einem 4:3-Erfolg. Nebenan bekam Ikenmeyer nach seinem 4:2-Sieg gegen Wörmer von Uwe Klein einen neuen Namen: Weltmeister-Besieger-Sieger. Der 4:2-Finalsieg gegen Dömer war dann das Sahnehäubchen obendrauf.

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