Der VfB Habinghorst zeigt der SG Castrop die Grenzen auf

dzFußball-Testspiel

Fußball-Bezirksligist SG Castrop hinkt einer guten Form weiterhin hinterher und setzte mit der 3:6 (2:4)-Niederlage im Testspiel-Derby beim A-Kreisligisten VfB Habinghorst seine Negativ-Ergebnis-Serie fort.

Habinghorst

, 03.08.2020, 05:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erscheckend bei der neuerlichen Testspiel-Niederlage ist, dass der Fußball-Bezirksligist SG Castrop beim VfB Habinghorst bei seiner 3:6-Niederlage mit 2:0 geführt hat. Dieses 2:0 entstand jedoch aus dem Nichts, da Habinghorst bis zu diesem Zeitpunkt schon klar den Ton angab in einem ansehnlichen Testspiel vor über 100 Fans.

Dann aber brachte gleich der erste SG-Angriff eine Ecke, die auf den kurzen Pfosten gespielt von Turgut Kurt ins Netz bugsiert wurde zum 1:0 (11.). Als ein weiterer Eckball von Jerome Lanski zum 2:0 (18.) eingeköpft wurde, war das für den VfB so etwas wie „Fußball verkehrt“.

Begrüßten sich vor dem Spiel herzlich: Castrops Trainer Tino Westphal (rotes Hemd) und VfB-Trainer  Marc Olschewski. Sie stiegen zusammen mit der SG Castrop in die Bezirksliga auf.

Begrüßten sich vor dem Spiel herzlich: Castrops Trainer Tino Westphal (rotes Hemd) und VfB-Trainer Marc Olschewski. Sie stiegen zusammen mit der SG Castrop in die Bezirksliga auf. © Volker Engel

Habinghorsts Fußballer ließen trotz des Rückstands nicht die Köpfe hängen und spielten weiter munter nach vorne. Ein Foulelfmeter leitete die Wende ein: Tim Eckey verkürzte unhaltbar auf 1:2 (22.). Kurz nachdem Schiedsrichter Bilal Moiejahid die erste Trinkpause eingeräumt hatte, fiel das 2:2 (28.). Castrop-Keeper Pascal Heuser klärte einen Bragin-Schuss per Fußabwehr genau auf Robin Schrimpf, der ohne Mühe den Ball aus zehn Metern ins leere Tor beförderte.

Weil der VfB einmal so gut dabei war, brachte Dennis Both den Gastgeber per Kopfball mit 3:2 (35.) in Führung. Von der SG Castrop war im Angriff nichts mehr zu sehen, während die Abwehr gewaltig wackelte. Und das blieb nicht ohne Folgen. Robin Schrimpf stand bei einem Eckball am langen Pfosten goldrichtig und köpfte zum 4:2 (45.) ein.

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Nach der Pause wechselte Habinghorsts Trainer Marc Olschewski mit Oilid Hammouda einen der aktuellen Neuzugänge ein. Der Techniker machte seine Sache beim ersten Einsatz sofort gut. Fatlum Zaskoku, ebenfalls neu beim VfB, musste passen, da er als Co-Trainer der Schalker U14 eingespannt war.

Marc Kruska schaut zu

Der dritte Hochkaräter-Neuzugang, Marc Kruska, schaute verletzt zu. Bei ihm entscheidet sich am Tag nach dem Spiel, ob er am Meniskus operiert werden muss. Kruska droht eine längere Auszeit.

Fußballerisch ging es in den zweiten 45 Minuten munter weiter wie gehabt: Habinghorst bestimmte den Takt, vergab dabei aber hochkarätige Chancen. Nicht so beim 5:2 (65.) durch Zakaria Abloua, der nach einem Traumpass in die Tiefe traf. Das 3:5 (67.) von Manuel Backes blieb Ergebnis-Korrektur, zumal Angelo Sänger aus der Drehung das 6:3 (75.) nachlegte.

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Castrops Trainer Tino Westphal sagte: „Es bleibt viel zu tun. Zum Glück haben wir ja noch einen Monat Zeit.“ Marc Olschewski (VfB) war erfreut: „Das war gut. Sechs Tore gegen einen Bezirksligisten zu schießen, damit kann ich doch nur zufrieden sein.“

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