Null-Euro-Kader vom VfB Börnig will FC Castrop-Rauxel den fast sicheren Aufstieg versauen

dzFußball-Kreisliga A

Der VfB Börnig hat vor der Fortsetzung der Kreisliga-A-Saison neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter FC Castrop-Rauxel. Dass der FC noch eingeholt wird, ist nicht unmöglich.

Castrop-Rauxel, Herne

, 13.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jörg Kostrzewa, Fußball-Coach des VfB Börnig in der Kreisliga A, ist kein Lautsprecher. Bei seinem Stammverein schwingt der Trainer-Neuling seit zwölf Monaten das Zepter und wurde von seinem Team in der Hinrunde positiv überrascht. Denn die Herner, die die vergangenen fünf Spielzeiten mit nur einer Ausnahme auf Rang sieben oder schlechter abschnitten, sind derzeit Zweite.

In beiden Topspielen auf Augenhöhe

Börnig hat neun Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter FC Castrop-Rauxel. Im Hin- und Rückspiel-Duell mit dem FC sah Kostrzewa seine Mannschaft „beide Male auf Augenhöhe“ mit dem Tabellenführer. Das Heimspiel verlor der VfB mit 0:1. Im Dezember führte die Kostrzewa-Truppe beim FC Castrop-Rauxel bis zur 70. Minute bereits mit 3:0. Dann trafen Rimon Haji, Vedat Öz sowie Marco Führich (90.+4) noch zum 3:3.

Null-Euro-Kader vom VfB Börnig will FC Castrop-Rauxel den fast sicheren Aufstieg versauen

Am 19. Dezember führte der VfB Börnig (rote Hemden) im Kreisliga-A-Rückspiel beim FC Castrop-Rauxel (rechts, mit Robin Jasik). Letztlich endete das Top-Duell mit einem 3:3. © Volker Engel

Keine Börniger Siege gegen Kellerkinder

Die neun Punkte Rückstand auf die Castrop-Rauxeler seien „eine große Hypothek“. Kostrzewa erklärte, dass diese vor allem dadurch zustande gekommen seien, dass sein Team in den Duellen mit den drei Kellerkindern der Liga, FC Frohlinde II, Firtinaspor Herne II und Arminia Ickern, nur drei Punkte einsammeln konnte. Kostrzewa meint: „Leider fehlt uns in der jungen Mannschaft ein Kopf, der das Team lenkt.“

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Jörg Kostrzewa betonte am Donnerstag in Form einer kleinen Kampfansage: „Aufgeben ist uns fremd. Deshalb werfen wir die Flinte nicht ins Korn und möchten mit unserer jungen Mannschaft unseren positiven Prozess fortführen.“

Vor allem RWT Herne (3.) und der DSC Wanne II (4.) könnten dem FC Castrop-Rauxel in den kommenden Monaten mit der entsprechenden Tagesform die ersten Niederlagen beibringen. Die DSC-Reserve habe den Vorteil, dass stets mindestens zwei Akteure des Westfalenliga-Kaders im Kreisliga-Team auflaufen.

RWT Herne hat 30 Prozent Kraft verloren

RWT Herne könne zwar mit einem Sieg im Nachholspiel gegen den SV Holsterhausen den Rückstand auf Castrop-Rauxel verkürzen. Als FC-Jäger komme dieses Team aufgrund der langen Rotsperre gegen Anil Yilmaz nach einem Vergehen gegen einen Schiedsrichter-Assistent nicht mehr in Frage, so Kostrzewa. Er ist der Meinung: „Durch seine Sperre hat RWT Herne 30 Prozent an Kraft verloren.“

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Der FC Castrop-Rauxel habe den Vorteil, dass er nicht nur spielerisch stark sei, sondern auch mit seinen Akteuren mit überkreislicher Erfahrung offenbar für jede Situation ein Mittel parat habe. Auch hier tue sich ein großer Unterschied zu seinem VfB Börnig auf, meint Jörg Kostrzewa: „Meine Jungs, die überwiegend aus der eigenen Jugend kommen, waren immer in der Kreisliga zuhause. Wir kommen mit Null-Euro-Etat aus. Und der FC Castrop-Rauxel hat ein ganz anderes Spieler-Material.“

Der Börniger Coach blickt noch weiter voraus. Er erklärt: „Wir formulieren unsere Ziele für die neue Saison erst im Sommer. Wenn wir allerdings Zweite bleiben, hat man durchaus die Berechtigung, im Jahr danach noch besser abschneiden zu wollen.“

In der Westfalenliga für Horst-Emscher

Der heute 39-jährige Jörg Kostrzewa stammt aus der Jugend des VfB Börnig. Als Senior spielte er in der Westfalenliga für den SV Horst-Emscher 08 sowie danach jahrelang für den DSC Wanne. Über die Stationen Vorwärts Kornharpen und SV Sodingen kam er zurück zum VfB Börnig, bei dem er schon 2013 für eine Stippvisite vorbeischaute.

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