Brandrede vom Clubchef von der Brandheide soll Frohlinder aufrütteln

dzFußball-Wochenende

In der Fußball-Landesliga steht Spitzenreiter Frohlinde nach Ostermontag am Sonntag wieder auf dem Prüfstand. Alle Vorberichte zu den Partien bis zur Kreisliga B.

Castrop-Rauxel

, 27.04.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 5 min

Der FC Frohlinde kann am Sonntag, 28. April, in der Fußball-Landesliga gegen Viktoria Resse (15.) mit einem Sieg die Spitze verteidigen – und zeitgleich der SV Wacker Obercastrop (6.) seinen guten Lauf bei der DJK Wattenscheid (8.) fortsetzen.

FC Frohlinde - Viktoria Resse

(So, 15.15, Brandheide)

Seit 22 Spieltagen, einer gefühlten Ewigkeit, führen die Kicker des FC Frohlinde die Landesliga-Tabelle an. Jetzt bei nur noch einem Punkt Vorsprung – fünf Spiele vor Saisonende – ist natürlich ein Sieg gegen Resse nötig, um die Spitze zu behalten. Und das wollen die Hausherren. Der 1. Vorsitzende Robert Janßen war schon vor dem Spiel gegen den SV Firtinaspor Herne vor zwei Wochen in der Kabine mit einer Brandrede vorstellig geworden. Der FCF-Chef sagte: „Ich habe nachdrücklich darauf hingewiesen, dass wir in die Westfalenliga aufsteigen wollen.“ Was folgte, war das 2:0 gegen die Herner und das unnötige 2:2 beim VfB Günnigfeld. Das Remis war wie eine gefühlte Niederlage.

Doch das ist abgehakt, erzählte Trainer Stefan Hoffmann am Freitag: „Wir haben alles besprochen und ich glaube, dass das jeder Spieler auch begriffen hat. Diese Fehler nach einem 0:2 gegen den Tabellenletzten durften nicht passieren. Und folglich auch am Sonntag gegen den Abstiegsaspiranten aus Gelsenkirchen-Resse nicht.

Denn einfach wird auch dieses Match nicht. Immerhin hat der kommende Gegner in Sven Jubt einen Spieler, der mit 18 Treffern drei Tore mehr als FCF-Torjäger Dietrich Liskunov (15) erzielte. Coach Hoffmann wünscht sich „die Tugenden aus der ersten Serie zurück“. Gut, dass Dustin Wurst wieder die Innenverteidigung stärken kann. Die vierwöchige Sperre nach der Roten Karte wurde auf drei Spiele reduziert.

Brandrede vom Clubchef von der Brandheide soll Frohlinder aufrütteln

Serhat Can (l) fehlt den Wackeranern in Wattenscheid. © Volker Engel

DJK Wattensch. - W. O‘castrop

(So, 15.15, Stadtgartenring 9)

Schreiben die Obercastroper Landesligaspieler weiter an ihrer Erfolgsstory? In sieben Spielen hat das Team von Trainer Aytac Uzunoglu 19 satte Punkte geholt. Die Maximalausbeute wurde nur durch das 1:1-Unentschieden gegen den Hombrucher SV (5.) verfehlt. Der Lohn sind fünf Spiele vor dem Saisonkehraus 42 Zähler auf der Habenseite und Rang sechs.

Am Sonntag in Wattenscheid treffen die Wackeraner auf einen Gegner, der sich nach drei Siegen in Serie ebenfalls stark präsentierte. Wacker-Coach Aytac Uzunoglu erklärte am Freitag: „Die Wattenscheider haben eine ähnlich gute Form wie wir und gehörten zu Beginn der Saison für mich zum Kreis der Spitzenteams.“

Personelles Pech für Obercastrop ist, dass Mittelfeld-Wirbelwind Serhat Can ausfällt, der sich am Ostermontag eine Zerrung zugezogen hat. Dafür kann Uzunoglu die Verletzten Marcel Herder und Cedric Köppen wieder einsetzen. Der Trainer rechnet mit einem technisch guten Spiel und hofft, dass sein Team darin Lösungen findet, um punkten zu können.


Die Wochen der Wahrheit brechen jetzt für die Bezirksliga-Fußballer der Spvg Schwerin (12.) an. Nach acht Partien in Serie ohne Sieg haben die Blau-Gelben nur noch vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den Genclerbirligi Resse (14.) einnimmt.

SV Zweckel - Schwerin

(So, 15,

Dorstener Str. 43, Gladbeck)

Einen Befreiungsschlag können die Schweriner beim Tabellennachbarn SV Zweckel (13.) in Gladbeck landen. Es wird allerdings kein leichtes Unterfangen. Denn die Gastgeber haben sich in den vergangenen zwei Monaten mit ihrem neuen Trainer Michael Pannenbecker vom vorletzten Platz raus aus der Abstiegszone gearbeitet – mit drei Siegen und drei Unentschieden im Kalenderjahr 2019.

Personell laufen die Schweriner auf der blanken Felge, berichtete ihr Trainer Marco Gruszka. Weshalb der Ex-Profi selbst und auch A-Junioren-Trainer Zouhair Allali wohl als Einwechselspieler fungieren werden. Gruszka meint: „Meine Jungs müssen es mit ihrer Dynamik eigentlich auch schaffen können, für spezielle Situationen werden wir uns aber zur Verfügung stellen.“

Nach einer Verletzung kommt ein Einsatz von Goalgetter Martin Kapitza (10 Tore) wohl noch zu früh, so Gruszka. Der Coach denkt aber darüber nach, Kapitza zumindest als Joker in der Hinterhand zu haben und auf die Bank zu setzen.

Sollten die Schweriner beim SV Zweckel verlieren, würden sie ihren Drei-Punkte-Vorsprung auf die Gastgeber komplett einbüßen. Gruszka hofft, dass Aufstiegsanwärter Westfalia Langenbochum (2.) seine Hausaufgabe gegen Resse erledigen kann. Ansonsten würden die Gelsenkirchener seinem Team bis auf einen Punkt auf die Pelle rücken können.

Brandrede vom Clubchef von der Brandheide soll Frohlinder aufrütteln

Schwerins Trainer Marco Gruszka (l) stellt sich wieder als Einwechselspieler seines Teams zur Verfügung. © Volker Engel


SG Suderwich - SG Castrop

(So, 15, Lülfstraße 71)

Auf die Ehre und das Herzblut seiner Schützlinge setzt Dennis Hasecke, Trainer der SG Castrop (3.), vor dem Duell beim Aufsteiger SG Suderwich (10.). Zuletzt hatte er nicht den Eindruck bei all seinen Spielern gehabt, dass sie wie er zumindest den dritten Platz über die Saisonziellinie retten möchten. Das sagte er am Freitag.

Personell sind die Castroper nicht auf Rosen gebettet. Hasecke und sein Mitstreiter Marco Taschke müssen auf Defensiv-Experte Dustin Lukat, Yassin Bellahcen sowie Ingmar Holtkamp und Dominik Schenkel verzichten. Gastgeber Suderwich konnte nach drei Niederlagen in Serie zwei Siege in Folge feiern. Das Hinspiel hatte Castrop deutlich mit 4:0 gewonnen. Ende Oktober hatten Holtkampf, Schenkel sowie Timo Ballmann mit zwei Treffern für den Erfolg gesorgt.

Kreisliga A HER

Die Fußballer des abstiegsbedrohten Recklinghäuser A-Ligisten TuS Henrichenburg (15.) sind am Sonntag, 28. April, quasi zum Siegen verdammt. Die Mannschaft des neuen TuS-Trainers Michael Heu empfängt fünf Spieltage vor dem Saisonende den Tabellennachbarn SV Vestia Disteln II (14.).

Sechs Punkte Rückstand


Die Gäste aus Herten stehen derzeit punktgleich mit dem SC Herten (13.) sechs Zähler vor den Henrichenburgern, die aktuell den ersten der beiden Abstiegsplätze des Recklinghäuser Kreisliga-Oberhauses einnehmen. Allerdings kann sich die Anzahl der Absteiger noch erhöhen, wenn am Ende der Saison vermehrt Teams aus dem Fußballkreis Recklinghausen aus der Bezirksliga in die Kreisliga A absteigen. Umso wichtiger ist der „Dreier“ für die Henrichenburger gegen Disteln, wenn sie noch ihre Chance auf den Klassenverbleib wahren möchten.

Brandrede vom Clubchef von der Brandheide soll Frohlinder aufrütteln

Matthias Köhnen (vorn) und dem TuS Henrichenburg droht der Abstieg aus der Kreisliga A. © Volker Engel

„Im Hinspiel sind wir da beim 0:5 ordentlich unter die Räder gekommen und hatten aber auch arge Personalprobleme“, berichtete TuS-Co-Trainer Christian Grum am Freitag. Der zweite Co-Trainer, Florian Kaczorowski, pflichtet Grum bei: „Disteln II ist schwer einzuschätzen. Man weiß nie, wer aus dem Bezirksliga-Kader in dieser Mannschaft eingesetzt wird.“ Beim TuS ausfallen werden Nico Böcker (Urlaub), Niko Bogatinis und Lukas Wels (beide verletzt).

  • Wegen eines Legionellen-Befalls in den Umkleidekabinen in Holthausen war für den SuS Merklinde vor Ostern die Partie bei TSK Herne ausgefallen.
  • Laut Staffelleiter Andreas Pelzing (Frohlinde) soll das Duell noch nachgeholt werden.
  • Martin Broll, der Sportliche Leiter des SuS, will den Hernern vorschlagen das Heimrecht abzutreten und an einem Donnerstag am Fuchsweg zu spielen.
Im Gegensatz zu den Henrichenburgern müssen sich die Fußballer des FC Frohlinde II in der Kreisliga A Herne/Castrop-Rauxel keine Sorgen mehr um den Klassenverbleib machen. Die Mannschaft von FCF-Coach Jimmy Thimm steht aktuell auf dem gesicherten elften Rang. Dadurch können die Frohlinder auch das Lokalderby gegen den FC Castrop-Rauxel (6.) gelassen angehen.

Auch für die Elf des FC-Trainerduos Patrick Stich und Yannik Grondin geht es in dieser Spielzeit nicht mehr um viel. Allerdings winkt noch eine Top-Fünf-Platzierung: Der Rückstand auf den SV Holsterhausen (5.) beträgt derzeit nur zwei Punkte.

Im Hinspiel verhinderte Castrops Chris Kasprzak eine Niederlage gegen den FCF II durch seinen verwandelten Strafstoß in der Nachspielzeit zum 1:1-Ausgleich.

Spiel nach Zwangspause

Der SuS Merklinde (10.) steht nach einer dreiwöchigen „Zwangspause“ erstmals wieder vor einem Meisterschaftsspiel, da die Partie vor dem ohnehin spielfreien Osterwochenende gegen die TSK Herne (15.) ausgefallen war. Am Sonntag geht es für den SuS nun gegen den SV Fortuna Herne (13.) um die nächsten Punkte. Das Hinspiel gewann die Fortuna knapp mit 3:2.

Der SC Arminia Ickern (14.) hofft gegen den Zweiten Marokko Herne auf einen ähnlichen Auftritt wie im Hinspiel, das er mit 2:1 gewann.

In der Fußball-Kreisliga B läuft am Sonntag, 28. April, keiner der drei Aufstiegsanwärter Gefahr ohne Sieg nach Hause zu gehen. Es sieht hier diesmal also nach einem toten Rennen aus.

Der Spitzenreiter VfB Habinghorst geht als haushoher Favorit in das Duell ab 15 Uhr mit der DJK Elpeshof Herne (8.) in der heimischen Kampfbahn Habinghorst. Das Hinspiel in Herne war mit 6:2 deutlich an die Castrop-Rauxeler gegangen.

Eintracht mit Torfestival

VfB-Trainer Marc Olschewski sagte am Freitag: „Für uns ist es wie in den meisten Wochen. Wir sind klarer Favorit und möchten die nächsten Punkte auf dem Weg zum Titelgewinn einsammeln.“ Olschewski möchte mit seinem Team dem Verfolger Eintracht Ickern (2.) keinen Grund mehr zur Hoffnung geben. Aktuell haben die Ickerner sieben Punkte Rückstand auf die Habinghorster.

Die Eintrachtler scheinen selbst ebenfalls leichtes Spiel zu haben. Sie gastieren beim RSV Holthausen (11.). Anfang der Saison hatten die Herner gar arge Personalprobleme und drohten ihr Team vom Spielbetrieb zurückzuziehen. Diese nutzen die Ickerner im Hinspiel Ende Oktober zu einem 18:0-Torfestival.

Fortuna hatte Glück

Der Dritte im Bunde im Titelrennen, der SV Fortuna Herne, ist Gast von Arminia Sodingen (11.). Interessant gestaltete sich im Oktober hier das erste Duell. Den Fortuna hatte nur knapp mit 3:2 gegen den Tabellen-Drittletzten die Nase vorn.

Als Tabellenvierte ist die SG Castrop mittlerweile 14 Punkte von den beiden potentiellen Aufstiegsplätzen entfernt. Dem Team von SG-Trainer Andreas Lauer kann mit einem Sieg am Sonntag beim VfB Börnig II (14.) die eigene Position in Stein meißeln. Das Hinspiel war bereits mit 7:1 deutlich an die Castroper gegangen.

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