Der FC Frohlinde will sich nicht blenden lassen

dzFußball-Wochenende

In der Fußball-Landesliga kann der FC Frohlinde nach dem vergangenen freien Sonntag ausgeruht antreten. Alle Vorschauen bis zur Kreisliga A.

Castrop-Rauxel

, 23.03.2019, 10:53 Uhr / Lesedauer: 4 min

Nach dem spielfreien Wochenende in der vergangenen Woche greift der Spitzenreiter FC Frohlinde am Sonntag, 24. März, gegen die DJK Wattenscheid (12.) in das Punktspielgeschehen auf eigenem Platz ein.


Landesliga

FC Frohlinde - DJK Wattensch.

(So, 15.15, Brandheide)

Das 5:0 aus dem Hinspiel bei der DJK Wattenscheid (12.) sollte aufseiten des FC Frohlinde (1.) niemanden blenden. So warnte der Bochum-Kenner und FCF-Trainer Michael Wurst im Gespräch am Freitag nachdrücklich: „Die Mannschaft ist mit jener aus dem Hinspiel nicht mehr zu vergleichen.“ Die Wattenscheider werden natürlich versuchen, die Hinspiel-Klatsche wettzumachen. Ihr Coach Tibor Bali hat vor dem Spiel der Presse mitgeteilt: „Wir müssen gegen dieses Top-Team jede Minute hellwach sein.“ Der Aufsteiger aus Wattenscheid hat 28 Punkte geholt und kann fünf Auswärtssiege vorweisen.

Was die Frohlinder besonders beachten sollten ist, dass der Sonntagsgegner beim SC Obersprockhövel mit 2:1 siegte. Das ist Warnung genug. Doch Frohlindes Trainer war im Ausblick auf das Spiel dennoch guter Dinge: „Wir sind in einer komfortablen Situation; wir haben gut trainiert und konnten am Donnerstag ein Spiel „elf gegen elf“ durchziehen.“ Wurst sagte zudem: „Alle sind heiß, jedem Spieler ist bewusst, was wir in der Saison erreichen können.“ Ausfallen wird Alexander Sube (Faserriss), dafür bekam Elvedin Ceric noch ein Sonderlob seines Trainers mit: „Velo kann den Unterschied ausmachen.“

Der FC Frohlinde will sich nicht blenden lassen

Robin franke (l) und der SV Wacker sind Gast des SV Hilbeck. © Volker Engel

SV Hilbeck - W. O‘castrop

(So, 15, Siepenstraße 1, Werl)

Das 3:4 im Hinspiel gegen Hilbeck (6.) war schon ein ganz verrücktes Match. Da lagen die Obercastroper (9.) in der Pause mit 0:4 hinten und sorgten mit einer Aufholjagd dann noch für krimi-taugliches Geschichts-Theater. Trainer Aytac Uzunoglu erklärte am Freitag: „Zum Schluss hätten wir uns einen Punktgewinn verdient gehabt.“ So wäre fast Routinier André Pape, der mittlerweile wieder für Wacker II in der Kreisliga B kickt, am 23. September der „Mann des Tages“ geworden. Nach seiner Einwechselung in der 46. Minute und dem Treffer von Elvis Shala zum 1:4, gelang Pape ein Doppelpack binnen vier Minuten (62./66.) zum 3:4.

Da gibt es also am Sonntag einiges gutzumachen. Einfach wird das auf dem Naturrasen in Werl nicht, obwohl sich die Europastädter nach zwei Siegen mit nun 29 Punkten an den Sonntagsgegner (32 Punkte) herangemacht haben. Am Rande sei erwähnt, dass Hilbeck am 5. und 7. Spieltag sogar kurzzeitig die Tabellenspitze übernommen hatten. Ein dicker Brocken wird es sowieso. Trainer Uzunoglu sieht das auch so: „Auch nach zwei Siegen müssen wir konzentriert bleiben.“ Zum Kader kommen der nach seiner fünften Gelben Karte gesperrte Sascha Schröder und Urlauber Stefan Kitowski zurück.


Der siebte Spieltag am 23. September war für die beiden Castrop-Rauxeler Fußball-Bezirksligisten ein „schwarzer Sonntag“. Nach 90 Minuten standen null Punkte auf den Ergebnis-Zetteln. Genau gegen die Gegner von damals spielen die Spvg Schwerin (9.) und die SG Castrop (4.) am Sonntag, 24. März, wieder: Schwerin empfängt den FC/JS Hillerheide (15.), die SG reist zum FC Marl (5.). froh, dass der zuletzt fehlende Benedikt Meyer-Drabert wieder da ist.

Der FC Frohlinde will sich nicht blenden lassen

Während Martin Kapitza (l) und seine Spvg Schwerin am Sonntag, 24. März, gegen den FC/JS Hillerheide punkten müssen, steht die SG Castrop mit Dominik Schenkel (am Ball) beim FC Marl auf dem Prüfstand. © Volker Engel

Spvg Schwerin - Hillerheide

(So, 15, Sportplatz Grafweg)

Die 1:2-Niederlage vom vergangenen Sonntag bei Genclerbirligi Resse (14.) tat Schwerin weh. Plötzlich müssen die Blau-Gelben wieder nach unten schauen. Sie sind mit 28 Punkten nicht aus dem Abstiegs-Schlamassel raus. Zumal am Sonntag die 20-Punkte-Klubs SV Horst-Emscher II gegen SW Röllinghausen sowie im direkten Duell der SV Zweckel oder Genclerbirligi punkten können. Daher ist ein Sieg gegen den Tabellenvorletzten Hillerheide dringend nötig.

Die Recklinghäuser haben erst 16 Punkte erspielt, drei davon beim 1:0 im Hinspiel gegen Schwerin. „Das ist ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen müssen“, sagte Trainer Marco Gruszka am Freitag. Die zuletzt schwierige Personalsituation hat sich zum Glück entspannt. „Niklas Neumann ist zurück. Und die in Resse angeschlagen eingewechselten Jannis Horn und Gökhan Ceylan sind voll belastbar“, sieht Gruszka Licht am personellen Himmel.

FC Marl - SG Castrop

(So, 15, Hagenstr., Marl)

An der Tabellenspitze der Bezirksliga 9 tut sich etwas: Die sechs Erstplatzierten spielen diesmal gegeneinander. So auch die SG Castrop (4.) beim FC Marl (5.). Auf Antrag waren die Marler von der Staffel 11 in die Gruppe 9 gewechselt – und taten sich hier zunächst schwer. Mittlerweile haben sie sich gefangen. Nach der Winterpause gab es drei Siege und ein Remis. Zuletzt sogar in Unterzahl einen 4:3-Sieg beim BV Rentfort, während sich Castrop zum 1:0 über den SV Zweckel quälte.

Castrops Trainer Dennis Hasecke weiß um die Schwere der Aufgabe: „Die Marler sind richtig stark geworden, trotzdem zählt für uns nur ein Sieg. Verlieren wir, dürfte der Zug zu den ersten beiden Tabellenplätzen abgefahren sein.“ Das Hinspiel hat Castrop 2:4 verloren. In der 75. Minute hatte Ingmar Holtkamp zum 2:2 ausglichen, in der 78. und 90. folgten die Nackenschläge zum 2:4.

Personell ist die SG Castrop in Marl allerdings nicht auf Rosen gebettet: Manuel Backes (Oberschenkel), Dennis Dannemann (Grippe), Devin Helmig (Wade), Wagener (Urlaub) und auch wohl der angeschlagene Raphael Rupieper werden fehlen. „Damit sind unsere Alternativen nicht mehr groß, schau´n wir mal, was daraus zu machen ist“, sagt Hasecke.

Einiges auf dem Spiel steht für die Kreisliga A-Fußballer des TuS Henrichenburg (16.) am Sonntag, 24. März, wenn sie ab 15 Uhr auf den SV Herta Recklinghausen (11.) treffen. Aus dem von der Redaktion dieser Zeitung ausgewählten Spiel des Tages sollte das heimische Schlusslicht im Recklinghäuser Kreisliga-Oberhaus tunlichst alle drei Punkte mitnehmen. Ansonsten wird der Sprung auf den garantierten Nichtabstiegsplatz, Rang zwölf, noch schwerer als er ehedem ist. An dem sicheren Ufer steht Vestia Disteln II mit sieben Punkten Vorsprung auf Henrichenburg.

TuS-Trainer Florian Kaczorowski sagte am Freitag: „Wir haben alle Mannschaften, die in der Tabelle unten stehen, noch als Gegner – und somit auch alle Chancen.“ Sein Team habe in der vergangenen Woche gut trainiert. Schwer wiege allerdings der Ausfall von Jonas Drees und Philipp Engel.

In der Kreisliga A Herne gehen für den Aufsteiger FC Castrop-Rauxel (7.) die Festspiel-Wochen gegen die Top 3 der Liga weiter. Am Sonntag geht es zunächst zum Dritten BV Herne-Süd, der mit 103 Toren die stärkste Offensiv-Abteilung aller 16

Der FC Frohlinde will sich nicht blenden lassen

Der TuS Henrichenburg muss ohne Philipp Engel (r) auskommen. © Volker Engel

Teams sein Eigen nennt. FC-Trainer Patrick Stich muss auf seinen Kapitän Marcel Sola verzichten, der eine Rotsperre aus der Begegnung gegen den FC Marokko Herne (2.) noch bis einschließlich Sonntag, 14. April, absitzen muss. Sola muss so lange brummen, weil es bereits seine zweite Rote Karte in dieser Saison war.

Zum aktuellen Spiel sagt Trainer Stich: „So stark wie Herne-Süd vorne ist, genauso groß ist ihre Schwachstelle in der Defensive. Wir sind Aufsteiger, wir haben nichts zu verlieren und einiges aus der vergangenen Woche wiedergutzumachen.“

Der FC Frohlinde II (10.) ist nach der 1:2-Derby-Niederlage bei Arminia Ickern (14.) Gastgeber für RWT Herne (4.). FCF-Coach Jimmy Thimm betonte am Freitag: „So ein Ergebnis wie in Ickern muss man erst einmal verdauen. Wir haben das Derby aufgearbeitet und versuchen, den Fokus auf unsere nächste Aufgabe zu legen.“ Von den Herner Gästen weiß der Trainer, dass sie in der Winterpause Verstärkungen mit Landesliga-Erfahrung in der Offensive bekommen haben. Thimm muss zehn Ausfälle in seinem Kader kompensieren und sagte: „Wir wollen Ecken und Freistöße vermeiden sowie die Zweikämpfe annehmen.“

Mit einem Dreier beim abgeschlagenen Schlusslicht Arminia Holsterhausen will der SC Arminia Ickern (14.) das Abstiegsgespenst endgültig verscheuchen. Im Optimalfall haben die Ickerner nach dem 22. Spieltag 13 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den aktuell TSK Herne (15.) einnimmt.

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