Der FC Frohlinde denkt darüber nach, einen anderen Fußball zu spielen

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Die Fußballer des FC Frohlinde laufen in der Landesliga den Erfolgen vergangener Tage hinterher. Sind die Kicker vielleicht zu lieb? Trainer Stefan Hoffmann nimmt dazu Stellung.

Frohlinde

, 30.09.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fußballspieler des FC Frohlinde haben nach vier Spieltagen erst zwei Punkte auf dem Konto. Spielertrainer Stefan Hoffmann sagte zwei Tage nach der 1:4-Niederlage gegen die SG Welper: „Wir sind noch früh in der Serie, na klar haben wir zu wenige Punkte, vielleicht müssen wir dreckiger spielen.“

FCF ist keine Treter-Mannschaft

Dreckiger spielen heißt wohl übersetzt, härter zu agieren. Auch Staffelleiter Klaus Overwien (Waltrop) bestätigt: „Eine Treter-Mannschaft ist Frohlinde nicht.“ Obwohl Safa Obi mit einer Roten Karte gegen Welper vom Platz flog. Die Notbremse entsprang einem Schubser in den Rücken des Gegners. Dass es mit der Härte des Foulspiels von Safa Obi nicht so schlimm war, zeigte die Sperre von zwei Punktspielen in der Landesliga, die Overwien bekannt gab. Der sagte: „ Schiedsrichter Sebastian Strube aus Dortmund hat die Situation gut beschrieben.“ Obi hatte vielleicht sogar den Vorteil, dass Overwien beim Spiel vor Ort war und die „Tat“ live erlebte.

Kann Frohlinde mit mehr Härte mehr Erfolg haben? Auf jeden Fall muss sich einiges im Spiel ändern. Co-Trainer Holger Holz sagte während des Spiels gegen Welper: „Wir sind einfach zu lieb. Erst als Bekir Kilibaz ins Spiel kam, flogen die Fetzen.“ Und nicht weil der Neuzugang Foul spielte. Vielmehr ließ er sich nichts vormachen und setzte jedem Ball hinterher.

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Dampf ablassen wollte Trainer Hoffmann nach der zweiten Saisonpleite nicht: „Wir hatten ja unsere Chancen, die müssen wir nur wegmachen.“ Ist der Kader denn groß genug? Oder muss nochmal auf dem Spielermarkt im Winter nachgefasst werden? Dazu sagte Hoffmann: „Wir hatten am Sonntag zehn verletzte Spieler. Der eine oder andere wird in dieser Woche wieder trainieren. Dann sieht alles wieder besser aus.“ Hoffmann selbst hatte sich im Oberschenkel eine Verletzung zugezogen. Es ist kein Faserriss, aber damit auflaufen kann man nicht.

Mit einem Platz im oberen Tabellenfeld darf im Frohlinder Lager augenblicklich wohl nicht spekuliert werden. Hoffmann rechnet in der Liga mit einer Drei-Klassen-Gesellschaft. Er glaubt: „Drei werden das Rennen oben machen, dann kommt ein kleines Mittelfeld. Der Rest wird die fünf Abstiegsplätze unter sich ausmachen.“

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In welcher Kategorie werden die Frohlinder, die vor zwei Jahren monatelang an der Spitze standen, landen? Man weiß es nicht. Nicht nur das neue Vereinshaus ist eine Baustelle, auch bei der Landesliga-Formation muss einiges gerichtet werden. Auf das Trainerduo Stefan Hoffmann/Michael Wurst wartet als „Baumeister“ von Woche zu Woche viel Arbeit. Alle müssen sich zusammenreißen und sich ein Beispiel an Kilibaz nehmen. Die Frohlinder müssen in entscheidenden Situationen dazwischenhauen. Nur so ist das zu verstehen, was sich Hoffmann wünscht: „Dreckiger zu spielen.“

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