Dennis Teuber vom VfB Habinghorst ist aktuell Deutschlands bester Torjäger. In 14 Spielen erzielte er 50 Tore. In einer weiteren Statistik überflügelt er sogar den BVB-Joker Paco Alcacer.

Habinghorst

, 08.12.2018, 04:32 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Aufgabe am Sonntag bei der Spvg Schwerin II war für den B-Kreisligisten VfB Habinghorst eine leichte. Mit 8:0 fertigten die Habinghorstern den Gegner ab. Gleich fünfmal jubelte die Nummer 10 des VfB nach einem eigenen Treffer: Dennis Teuber. Seine Saisontreffer 46 bis 50 schoss er somit am Schweriner Grafweg. Damit ist er derzeit Deutschlands bester Torjäger, wie eine Statistik auf dem Fußballportal fussball.de zeigt.

Im vergangenen Jahr sicherte sich Robert Schlicht vom Kreisligisten FSV Rühn aus Mecklenburg-Vorpommern die deutschlandweite Torjägerkanone. 99 Treffer erzielte dieser in lediglich 25 Spielen. Das sind fast vier Tore pro Spiel. Der beste Castrop-Rauxeler Torschütze, Sebastian Purchla vom FC Castrop-Rauxel, kam in 27 Spielen auf 63 Tore und landete damit auf dem 17. Platz dieser Rangliste.

Teuber hat das erste Ziel vor Augen

Ob Teuber den Rekord knacken kann? „Mir fehlen ja nur noch 13 Tore, um erst einmal den Castrop-Rauxeler Rekord von Sebastian Purchla zu knacken. Das sieht gut aus“, so der 26-jährige Habinghorster Angreifer, „wenn das dann geschafft ist, will ich den Rekord natürlich noch ausbauen, sodass dieser hoffentlich für ein paar Jahre bestehen bleibt.“ Die 99 Tore von Robert Schlicht sind aber noch einmal eine andere Hausmarke - aber auch nicht unmöglich für Teuber. Schließlich hat dieser derzeit in 14 Spielen 50 Treffer erzielt und weitere 14 Partien stehen noch aus.

Zumindest ist Teuber den Profistürmern einiges voraus. Im Schnitt schoss er etwa alle 23 Minuten ein Tor. Daran kommt selbst der Dortmunder Edeljoker Paco Alcacer nicht dran, der in 286 Spielminuten bislang zehn Tore erzielte, also etwa alle 28 Minuten traf.

Der Spürhund der Kreisliga B

„Fakt ist, dass er einen absoluten Torriecher hat und es einfach schwer ist, ihn beim Aufspüren des Tores zu hindern. Das ist wie bei einem Polizeihund - der findet auch immer seine Beute“, sagt Martin Janicki vom SV Wacker Obercastrop, der neben seiner Tätigkeit als Vorsitzender auch für die zweite Mannschaft in der Kreisliga B aufläuft. Drei Tore schenkte Teuber dem SV Wacker II beim 4:3-Erfolg ein, obwohl er in Bastian Niebert und Marius Nolte zwei Landesliga-erfahrene Akteure als Gegenspieler hatte.

Wie man Teuber stoppen kann, das weiß Janicki auch nicht. „Man kann so einen Spielertypen nie 100-prozentig ausschalten, da er nie viele Möglichkeiten benötigt. Vadim Glöckner, mit dem ich viele Jahre zusammengespielt habe, war auch so ein Spielertyp. Da gibt es kein Rezept gegen“, sagt Janicki. Das sieht auch Fatih Kantarci, Verteidiger des B-Kreisligisten Eintracht Ickern, so, der bei Arminia Ickern auch mit Teuber zusammen spielte: „Wenn Du ihn in den Griff bekommen möchtest, musst Du ausgeschlafen und 90 Minuten plus Nachspielzeit hellwach sein.“ Laut dem Defensivspieler dürfe man Teuber „nicht aus den Augen lassen, weil er wirklich viel lauert“.

Ob mit dem rechten Fuß, mit links oder mit dem Kopf - eine Stärke kann Teuber selbst kaum beziffern. „Ich stehe einfach oft richtig, meine Teamkameraden wissen, wann sie mir den Pass zuspielen müssen, damit ich ein Tor schießen kann“, so der 26-Jährige, der früher für den VfB Habinghorst in der Landesliga und für den SV Wacker Obercastrop in der Bezirksliga gekickt hat. Doch in diesen Ligen lief es für Teuber nicht so rund. „Vielleicht wäre das jetzt mit etwas mehr Erfahrung anders, aber ich fühle mich in der Kreisliga B sehr wohl“, sagt der Angreifer.

Das freut natürlich vor allem seinen Trainer Marc Olschewski. „Er ist ein Spieler der Kategorie ‚Lauffaul‘, aber er macht vieles richtig. Er übersieht auch mal einen besser postierten Mitspieler, aber anschließend haut er gleich zwei Dinger raus, die alles andere wieder aufwiegen“, so Olschewski.

Seine unglaubliche Torquote hält Teuber übrigens bei, obwohl er nur einmal pro Woche trainieren kann, da er für eine Dienstleistungs-Firma Nachtschichten absolvieren muss. „An meinem einzigen freien Tag gehe ich dann zum Training“, so Teuber. Man stelle sich vor, der 26-Jährige würde mehrmals pro Woche trainieren. Vielleicht würde dann der Torrekord von Robert Schlicht erst recht wackeln.

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