Dartssport während Corona: Pfeilewerfen vor der Webcam

Darts

Darts ist kein Kontaktsport, betroffen war er von der Corona-Pandemie trotzdem. Wegen des Kontaktverbots und der geschlossenen Gasstätten, trainierte der 1. DC Castrop-Rauxel virtuell.

von Andreas Brühl

Habinghorst

, 23.06.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Mitglieder des 1. DC Castrop-Rauxel sind froh, dass sie endlich wieder in ihrer Stammgaststätte trainieren können.

Die Mitglieder des 1. DC Castrop-Rauxel sind froh, dass sie endlich wieder in ihrer Stammgaststätte trainieren können. © Christian Woop

Die Pfeile fliegen wieder beim 1. DC Castrop-Rauxel. Seit Anfang Juni stehen die aktuell 25 Mitglieder des Dartclubs nach Corona-Pause wieder regelmäßig an den Dartsanlagen in der Vereinsgaststätte Mythos auf der Borghagener Straße. Immer donnerstags ab 18.30 Uhr trifft sich der Verein zum Training im Steel-Darts, was bedeutet, dass mit Pfeilen mit Metall- und nicht mit Kunststoff-Spitze auf die Dartsscheiben geworfen wird.

Im Liga-Betrieb tritt der Verein in der Regionalliga an und beendete die abgebrochene Saison, bei der die Hinrundentabelle gewertet wurde, bei zehn Mannschaften auf dem siebten Platz. Ein Meisterschaftsspiel besteht jeweils aus 16 Einzeln und vier Doppeln.

Der Club hat weite Reisen in der Regionalliga

Jede einzelne Begegnung wird nach dem „Best of Five“-Prinzip gespielt, wie Team Captain Dominik Feigel erläuterte: „Pro Leg wird von 501 heruntergespielt und wer als erstes drei Legs gewonnen hat, gewinnt die Partie.“

Die Begegnungen in der Liga finden grundsätzlich samstags um 20 Uhr statt, was in der Regionalliga schon einmal zu langen Abenden und Nächten führen kann. „Die weiteste Reise hatten wir bisher nach Rheine. Zwei Stunden Anreise, vier Stunden Darts und zwei Stunden Rückfahrt“, so Feigel.

Der Verein geht in seine vierte Saison, wenn der Spielbetrieb wieder von Neuem beginnt und ist mittlerweile sehr gut ausgestattet. „Wir haben die Corona-Pause sinnvoll genutzt und unsere Anlagen ausgebaut und verschönert“ schilderte Peter Reichertseder, der Kassierer des Dartclubs.

Pfeilewerfen über die Webcam

Man verfüge nun über zehn Dartsbretter und könne somit auch größere Turniere veranstalten. Darüber hinaus haben sich die Spieler auf verschiedenen Online-Plattformen für Darts vor der Webcam miteinander verabredet und konnten somit auch in Zeiten des Kontaktverbots trainieren und gegeneinander antreten. Aber alle sind nun froh, sich wieder tatsächlich im Mythos zum Training treffen zu können und real die Pfeile zu werfen.

Und wer auch einmal probieren möchte, die in Fernsehübertragungen stets lautstark gefeierte 180 mit drei Pfeilen zu werfen, ist herzlich eingeladen, beim 1. DC Castrop-Rauxel mitzutrainieren. Der Verein freut sich über zusätzliche Mitglieder, um neben der Regionalliga-Mannschaft und drei Hobbyteams vielleicht bald noch eine weitere Mannschaft auf die Beine stellen zu können.

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