Daniel Schultz (33) vom FC Frohlinde denkt trotz Wehwehchen noch nicht ans Aufhören

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Seit acht Jahren hütet Daniel Schultz das Tor des Landesligisten FC Frohlinde. Ans Aufhören denkt er momentan noch nicht, doch er hat bereits Pläne für die Zeit nach seiner Spieler-Laufbahn.

Frohlinde

, 08.01.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei der Hallenstadtmeisterschaft am vergangenen Wochenende war Daniel Schultz nur als Zuschauer in der Halle. Der Torwart des FC Frohlinde sah, wie das Team des Landesligisten in der Zwischenrunde mit drei Punkten ausschied.

Anstatt dem 33-Jährigen hütete Pascal Eiba den Kasten der Frohlinder in der Halle. „Als Ü30er sollte man es in der Halle vielleicht sein lassen“, sagt Daniel Schultz mit einem Augenzwinkern, „ich denke, dass sich die jungen Wilden bei der Hallenstadtmeisterschaft austoben können.“

Im Sommer 2012 wechselte Schultz zum heutigen Landesligisten, der damals noch in der Kreisliga A spielte. Zuvor spielte der Keeper zwei Jahre für den VfB Habinghorst und stand davor beim SV Wacker Obercastrop im Tor.

Die Landesliga kennt Schultz noch aus Habinghorster Zeiten, wenngleich er nur ein halbes Jahr in der Liga auflief, denn der VfB stieg am Ende der Saison 2010/11 ab. In der Spielzeit 2011/12 spielte er mit den Habinghorstern gegen den Bezirksliga-Abstieg und entging diesem nur per Losverfahren.

Daniel Schultz erlebte in Habinghorst nur wenige Erfolge

„Ich bin damals in der Winterpause von Wacker zum VfB gegangen, als die Habinghorster gegen den Abstieg in der Landesliga gespielt haben. Damals war Daniel Kuhn Trainer in Habinghorst. In der Bezirksliga gab es dann die Ligenreform mit vielen Absteigern. Wir sind mit Glück mit einem Freilos in der Liga geblieben. Dass es so drastisch bergab ging, war nicht voraussehbar“, sagt Daniel Schultz.

Bei der Auslosung der Abstiegs-Relegationsspiele der Bezirksligisten bekam der VfB damals ein Freilos und blieb somit Bezirksligist. Ein Jahr später mussten die Habinghorster dann aber ohne Schultz den Weg in die Kreisliga A antreten.

Daniel Schultz (33) vom FC Frohlinde denkt trotz Wehwehchen noch nicht ans Aufhören

Daniel Schultz hütete anderthalb Jahre lang den Kasten des VfB Habinghorst in der Landesliga und in der Bezirksliga. © Jens Lukas

Denn der Torwart war damals schon beim FC Frohlinde. In der Saison 2013/14 traf der Keeper sogar in der Kreisliga A auf seinen Ex-Klub. Frohlinde spielte 2:2 im Hinspiel gegen Habinghorst und gewann in der Rückrunde mit 4:0. Am Ende der Spielzeit stieg der FCF mit deutlichem Vorsprung vor dem VfB in die Bezirksliga auf. In der Saison 2016/17 folgte der Landesliga-Aufstieg der Frohlinder.

Doch in dieser Saison läuft es für den FC gar nicht rund mit nur drei Punkten auf einen Abstiegsrang zur Winterpause. „Ich mache mir auch viele Gedanken darüber und ich bin ganz ehrlich, ich bin noch zu keinem Entschluss gekommen, woran das liegen könnte“, sagt Daniel Schultz.

Kaum ein Spieler habe in der ersten Saisonhälfte seine Normalform abrufen können, dazu hatten die Frohlinder enormes Verletzungspech. „Einige Verletzte, wie zum Beispiel Didi Liskunov, konnten wir einfach nicht kompensieren“, Schultz.

Dazu habe der Keeper nie dieselbe Viererkette vor sich spielen gehabt. Und der Torhüter hatte auch selbst Probleme. „Diese Saison habe ich auch ein paar Wehwehchen gehabt und war dann nicht bei 100 Prozent“, sagt Schultz.

Er hoffe, dass der FC Frohlinde in der Rückrunde noch auf einen Platz in der oberen Tabellenhälfte klettern kann, um weiterhin in der Landesliga zu spielen. Denn ans Aufhören denkt Daniel Schultz mit 33 Jahren noch nicht. „Ich hatte bislang keine ernsthafte Verletzung und hoffe, dass ich noch ein bis zwei Jahre auf dem Niveau spielen kann“, so der Keeper.

Daniel Schultz möchte dem FC Frohlinde erhalten bleiben

Ganz aufhören mit dem Fußball möchte Daniel Schultz sowieso nicht. Zum Beginn des Jahres 2014 übernahm er gemeinsam mit dem heutigen Trainer des Landesliga-Teams, Stefan Hoffmann, den Trainerposten der A-Jugend des FC Frohlinde. Die A-Jugend verpasste damals allerdings in der Aufstiegsrunde den Aufstieg in die Bezirksliga.

Daniel Schultz hat sich schon Gedanken über seine Zukunft gemacht: „So etwas könnte ich mir vorstellen. Ich würde gerne dem Verein FC Frohlinde treu bleiben, als Trainer oder in einer anderen Funktion. Ich denke schon, dass ich vielleicht nochmal eine Jugendmannschaft übernehmen würde, um das eine oder andere den Jungs zu vermitteln.“

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