Bagger reißen in Henrichenburg den Sportplatz ab

Fußball

Staubig ist es derzeit an der Lambertstraße. Dort wird beim TuS Henrichenburg der Boden eines ganzen Sportplatzes abgetragen.

Henrichenburg

, 17.07.2020, 19:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
In der dritten Juli-Woche haben haben die Bagger den an der Lambertstraße gelegenen Fußballplatz in Beschlag genommen.

In der zweiten Juli-Woche haben die Bagger den an der Lambertstraße gelegenen Fußballplatz in Beschlag genommen. © Carsten Ferlmann (TuS Hen´burg)

Mit Flugblättern machten die Fußballer des TuS Henrichenburg im Jahr 2019 für eine Spendenaktion Werbung. Darauf stand der Slogan „Die Asche muss weg“. Der Verein von der Lambertstraße möchte den kleinen Ascheplatz, der dem Naturrasenplatz vorgelagert ist, durch einen Kunstrasenplatz ersetzen. Dafür sammelten die Henrichenburger Spenden. Denn ein Ascheplatz ist nicht mehr zeitgemäß und sehr wetteranfällig. Der Platz war in der Vergangenheit bei Regen ziemlich schlammig.

Zeitraffer-Filme auf der Homepage

Das Projekt ist kein Luftschloss. Davon können sich die TuS-Kicker und alle Spender seit dem 8. Juli überzeugen. Denn an diesem Tag rückten die Bagger an, die die Asche abtragen. Um den Baufortschritt zu dokumentieren, haben die Henrichenburger eine Webcam in luftiger Höhe installiert. Auf ihrer Homepage zeigen die TuS-Verantwortlichen Zeitraffer-Aufnahmen von jedem Tag: quasi 12 Stunden in einer Minute.

Laut Kostenvoranschlag, den der TuS Henrichenburg im vergangenen Jahr eingeholt hat, liegen die Kosten für den Kunstrasenplatz bei etwa 190.000 Euro. In der Summe enthalten war auch das Entfernen des Ascheplatzes und das Pflaster rund um den Kunstrasen.

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Im Verein hatten die Henrichenburger ein Gremium gebildet, das viele Gespräche mit der Stadtverwaltung führte. Vereins-Kassierer Eckhardt Böhm berichtete: „Eigentlich sah der Plan der Stadt vor, den Ascheplatz 2020 zu restaurieren. Stattdessen hat der Verein mit der Stadt vereinbart, dass diese den Kostenanteil für die Restaurierung an den Club abtritt.“ Damit waren bereits 35 Prozent der Kosten abgedeckt.

Derzeit wird an der Lambertstraße auf dem Kleinfeld die rote Asche entfernt - und bald von einem Kunstrasen ersetzt.

Derzeit wird an der Lambertstraße auf dem Kleinfeld die rote Asche entfernt - und bald von einem Kunstrasen ersetzt. © Carsten Ferlmann (TuS Hen´burg)

Geld kommt auch aus Düsseldorf

Gut ist auch, dass die NRW-Staatskanzlei genau jetzt das Programm „Moderne Sportstätte 2022“ mit einer Gesamtsumme 300 Millionen Euro aufgelegt hat. Daher fließt aus Düsseldorf eine Förderung von rund 50 Prozent der Gesamt-Investition zur Lambertstraße. Der Glückstag für den TuS war der 26. Juni. An diesem Tag kam das „Go!“ aus der Staatskanzlei - die Zusage für die Förderung.

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Auf dem neuen Kleinfeld können die Teams nicht nur trainieren. Auch die offiziellen Spiele des Nachwuchses bis zu den D-Junioren können hier ausgetragen werden.

Kork zwischen im Gras, kein Gummi

Was das Füllmaterial des Kunstrasens angeht, hatte sich der Verein schon lange bevor die EU zwischenzeitlich über ein Verbot von Mikroplastik nachdachte, für Kork entschieden. Michael Fischer, der bis Ende Juni TuS-Vorsitzender war, sagte in seiner Amtszeit dazu: „Gummi kam für uns nicht in Frage. Das Granulat reagiert hier wie ein Flummi und fliegt schnell vom Platz. Die Bälle und Schuhe werden schnell verklebt und schwarz. Zudem riecht er. Und wir wollen keine Probleme mit den Anwohnern bekommen.“

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