Aufstiegs-Chance des FC Frohlinde wird immer geringer

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Der FC Frohlinde hätte auf Rang zwei vorrücken können, verliert aber mit 0:2 gegen den TuS Wiescherhöfen. Alle Partien bis zur Kreisliga B im Überblick.

Castrop-Rauxel

, 12.05.2019, 21:35 Uhr / Lesedauer: 10 min

Durch eine erneut bittere 0:2 (0:1)-Niederlage gegen den TuS Wiescherhöfen (12.) hat der FC Frohlinde (3.) in der Fußball-Landesliga die Riesenchance vergeben, mit dem Tabellenführer SC Obersprockhövel nach Punkten gleichzuziehen.

Aufstiegs-Chance des FC Frohlinde wird immer geringer

© Jens Lukas

FC Frohlinde - TuS Wiescherh. 0:2 (0:1)

FROHLINDE: Eiba; Neese (67. Matuszak), Führich, Behrend, D. Wurst, Muth, Tielker (46. Ceric), Liskunov, Wohlfarth (78. Erdmann), Brewko, Flaczek.

Tore: 0:1 (21.), 0:2 (75.).

Zuschauer: 100.

Durch eine erneut bittere 0:2 (0:1)-Niederlage gegen den TuS Wiescherhöfen (12.) hat der FC Frohlinde (3.) in der Fußball-Landesliga die Riesenchance vergeben, mit dem Tabellenführer SC Obersprockhövel nach Punkten gleichzuziehen.

Dabei hatte der Klassenprimus Obersprockhövel mit dem mageren 1:1 beim SV Brackel eigentlich eine sehr gute Vorarbeit für die Frohlinder geliefert. Noch ärgerlicher ist, dass auch der zweite Platz, der seit dieser Woche in der offiziellen Tabelle für eine Relegation markiert ist, für den FCF außen vor bleibt. Der spielfreie SV Sodingen (2.) war somit der Sieger dieses Spieltages, obwohl dessen Kicker ihre Fußballschuhe nicht anziehen mussten.

Ein Großteil der Frohlinder Spieler lag enttäuscht nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen. Wer weiß, wenn nicht Frohlinde II im Anschluss gespielt hätte, wären einige Landesliga-Kicker vielleicht gar nicht mehr aufgestanden.

Spielertrainer trifft

Der Rote Negativ-Faden, der sich schon in der gesamten Frohlinder Rückrunde zieht, setzte sich fort. So war denn wohl der 1:0-Sieg in der Vorwoche in Hombruch nur ein Strohfeuer. Zum wiederholten Male konnte der einst so souveräne Spitzenreiter wieder seine Chance nicht nutzen. Bei einem Sieg wäre das Team der Trainer Stefan Hoffmann und Michael Wurst in der kommenden Woche nach Punkten auf Augenhöhe zum „Endspiel“ am vorletzten Saison-Spieltag nach Obersprockhövel gefahren. Jetzt hecheln die Castrop-Rauxeler mit drei Punkten Rückstand hinterher. Und auch die zwei Zähler Rückstand auf den SV Sodingen sind nur noch schwerlich aufzuholen.

Die Voraussetzungen gegen den Tabellenzwölften aus Wiescherhöfen waren also klar. Ein Sieg musste her. Es wurde ein nervöser Kick, bei dem sich der Eindruck von Minute zu Minute verfestigte, dass die Gäste besser damit zurechtkamen. Die Frohlinder kamen nur selten zum richtigen Abschluss. Da spielte den Gästen natürlich in die Karten, dass dessen Spielertrainer Steven Degelmann aus der Drehung heraus von der Strafraumlinie das frühe 1:0 (21.) erzielte. Torwart Pascal Eiba, der noch einige große Torchancen zunichtemachte, besaß bei dem Direktschuss keine Chance.

Ex-Profi trifft

Fortan verlegten sich die Gäste aus Unna auf schnelle Konter, auf die alle FCF-Defensivkräfte stets höllisch aufpassen musste. Und wie eine Drohung erschien es, dass sich der Ex-Profi Mike Hanke (u.a. Schalke 04, Borussia Mönchengladbach) in der Halbzeit aufwärmte. Während auf heimischer Seite Yannik Tielker und André Muth die Bälle nicht über die Torlinie brachten, hielt Hanke – gerade neun Minuten im Spiel – zum 2:0 (75.) nur den Fuß hin.

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Wacker-Goalgetter Elvis Shala (r) sorgte mit zwei Treffern dafür, dass sich sein Team in der Schlussphase absetzte. © Volker Engel

SSV Mühlhausen.-Uelzen - W. O´castrop 3:6 (2:4)

OBERCASTROP: Scholka; Köppen, Jasmund, Ucles Martinez, Kitowski (65. Shala), Queder, Breitag (75. Hoffmann), M. Budde, L. Budde, Cordero Astacio, S. Can (46. Fritsch).

Tore: 1:0 (9.), 1:1 (19.) Cordero Astacio, 1:2 (24.) S. Can, 1:3 (28./ET), 2:3 (34./ET), 2:4 (44.) S. Can, 3:4 (46.), 3:5 (85.) Shala, 3:6 (87.) Shala.

Der SV Wacker Obercastrop (5.) hat das 0:7 gegen Obersprockhövel (1.) der Vorwoche gut verdaut. Am Sonntag war das Team von Trainer Aytac Uzunoglu beim abstiegsbedrohten SSV Mühlhausen (16.) mit 6:3 (4:2) obenauf.

Neun Tore in einem Spiel, das muss vor allem den Zuschauern gefallen haben. Wacker-Trainer Uzunoglu tat es aber nicht. Er bilanzierte: „Manchmal war mir das viel zu wild, wie wir da agiert haben.“ Es begann mit einem schnellen 1:0 der Hausherren (9.). Doch der Spanier Yogan Henyelbeth Cordero Astacio sorgte mit einem Distanz-Schuss in die untere linke Ecke des Tores für das 1:1 (19.). Von da an hatte Wacker alles im Griff. Uzunoglu erzählte: „Da waren viele gute Kombinationen dabei.“ Ein weiteres Tor war nur eine Frage der Zeit. Julian Ucles Martinez, der zweite Spanier im Team, spielte fein auf Serhat Can. Der zuletzt verletzte Mittelfeldspieler umkurvte den Torwart und schob die Kugel zum 2:1 (24.) über die Linie. Beim 3:1 half der Gegner mit. Moritz Budde flankte. Ehe sein Bruder Linus den Ball über die Linie befördern konnte, nahm ihm ein Gegenspieler die Arbeit ab (28.). Die Gastgeber blieben im Spiel, weil Ucles Martinez zum 3:2 (34.) seinen eigenen Torwart David Scholka überlistete. Trainer Uzunoglu sagte: „Das war ein schöner Kopfball in den Winkel.“

Weitschuss in den Winkel

Es ging also rauf und runter. Noch vor dem Wechsel (44.) donnerte Can den Ball aus 25 Metern zum 4:2 in den linken Winkel. Mühlhausen zeigte nach der Pause Moral im Abstiegskampf: 3:4 (48.). Erst in der Schlussphase konnte sich Obercastrop durch zwei Tore von Elvis Shala entscheidend zum 6:3 absetzen.

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© Jens Lukas

SF Stuckenbusch - Spvg Schwerin 1:1 (1:0)

SCHWERIN: Brödner; Dykierek, Sänger, Horn, Decke, Ewang (35. Schemel), Wikczynski (69. Kapitza), Ceylan (82. Gönül), Rupieper, Zimmermann, Struckmeyer.

Tore: 1:0 (37.), 1:1 (62.) Ceylan.

Zuschauer: 50.

Das Beste des 28. Spieltages in der Fußball-Bezirksliga vorneweg: Die Spvg Schwerin hat den Klassenverbleib sicher. Verantwortlich dafür war weniger das eigene 1:1 bei den SF Stuckenbusch. Vielmehr waren es die Niederlagen von Genclerbirligi Resse (14./2:4 beim Erler SV/6.) und des SV Zweckel (13./2:4 beim FC Marl/5.). Durch diese kann die Spvg an den beiden abschließenden Spieltagen nicht mehr auf einen Abstiegsplatz rutschen.

Ohne Trainer Marco Gruszka an der Seitenlinie trat Blau-Gelb an. Co-Trainer Frank Rupieper erklärte auf Nachfrage knapp das Warum: „Marco ist im Urlaub.“ Das Gruszka-Fehlen irritierte die Schweriner Kicker nicht. Sie legten los, als ob sie Stuckenbusch „auffressen“ wollten.

Eine Serie von vier Schweriner Eckbällen sorgte für Wirbel und Aufregung im gegnerischen Strafraum, doch jeder Gefahrenmoment wurde von einem Abwehrbein abgeblockt. Die beste Chance ließ Angelo Sänger aus, der zu überrascht war, kurz vor der Torlinie den Ball überhaupt zu bekommen.

Gefährliche Standardsituationen

Nach zehn Minuten war aber Schluss mit Schwerins Dominanz. Das Spiel verlagerte sich in Richtung Blau-Gelb-Strafraum. Stuckenbusch hatte mehrere hochkarätige Chancen bei Kopfbällen nach Ecken oder Freistößen, setzte das Spielgerät jedoch stets knapp neben das gehäuse. Und einmal traf Erdeljan Dragan nur die Querlatte.

Nach 28 Minuten gab es fast ein Schweriner Eigentor nach einer Ecke, als im Gewühl ein Abwehrbein das Leder in die falsche Richtung lenkte, Keeper Brödner war aber reaktionsschnell auf der Linie.

In der 36. Minute dann doch das 1:0 für Stuckenbusch. Nino Schlutt war nach einem 25-Meter-Freistoß per Kopfball erfolgreich. Die Führung der Gastgeber war nicht unverdient in einem Kampfspiel ohne fußballerische Schmankerl.

Ausgleich per Lupfer


Eins gab es in Halbzeit zwei aber doch. Schwerins Gökhan Ceylan jagte Dragan Erdeljan an der Strafraumlinie den Ball ab und überlupfte Keeper Niko Wollny zum 1:1 (62.). In der Folge ergaben sich für beide Teams zwar weitere Halbchancen, es blieb aber beim gerechten 1:1.

Aufstiegs-Chance des FC Frohlinde wird immer geringer

Eher nüchtern und ohne große Emotionen nehmen Schwerins Co-Trainer Frank Rupieper (r.) und seine Spieler Marius Brödner (2.v.r. ) und Marvin Rupieper (l) nach dem Schlusspfiff den Klassenverbleib auf. © Klingsieck

SW Röllinghausen - SG Castrop 4:2 (1:1)

CASTROP: Niemeyer; Mercedes (61. Taschke), Barfuß, Backes, Springwald (82. Werner), Kourouma, Wagener, Klein (71. Springweiler), Ballmann, Rupieper, Mühlegg.

Tore: 1:0 (9.), 1:1 (25.) Backes, 1:2 (58.) Kourouma, 2:2 (66.) 3:2 (90.+1), 4:2 (90.+5).

Zuschauer: 60.

Diese 2:4-Niederlage der SG Castrop beim Absteiger SW Röllinghausen kam am Sonntag in der Fußball-Bezirksliga überraschend. Und: Das Team des SG-Trainer-Duos Dennis Hasecke/Marco Taschke gab Platz drei ab an den SC Hassel. „Wenn es am Ende Rang vier wird, ist es immer noch das beste Ergebnis, das die SG Castrop je erreicht hat. Darauf können wir stolz sein“, meinte Hasecke.

In Röllinghausen drängte sich der Verdacht auf, dass zwei Mannschaften auf dem Platz standen, die keine Lust auf Fußball hatten. „Für Leute, die viele Tore sehen wollen, war es okay, mit gutem Fußball hatte das aber nichts zu tun“, verteilte Hasecke eine schlechte Gesamtnote. Röllinghausens 1:0 schoss Sefa Ceylan (9.). Manuel Backes tankte sich durch und traf zum 1:1 (25.).

Eine Flanke von Raphael Rupieper drückte Youssouf Jo Kourouma zum 2:1 (58.) der SG über die Linie. Niklas Außem glich zum 2:2 (66.) aus. Als alle sich mit dem Remis abgefunden hatten, ging es richtig los. Die SG Castrop setzte den Ball an den Pfosten. Ceylan (90.+1) und Dominik Heinemann (90.+5) nach einem Konter trafen spät zum Sieg des bisherigen Schlusslichts

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© Jens Lukas

Kreisliga A HER

Kreisliga A HER

FC Frohlinde II - SG Herne 70 1:5 (0:2)

FROHLINDE II: Brandenburger; Reichel, Goebel, Kuit, Schickling, Kothe, Homann, Karajic, Fülling, Rehling (60. Wolters), Büker (72. Groß).

Tore: 0:1 (16./E.), 0:2 (33.), 0:3 (57.), 0:4 (65.), 1:4 (82.) Groß, 1:5 (89.).

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte (75.) gegen Frohlindes Kothe nach einer Diskussion mit dem Schiedsrichter.

SuS Merklinde - FC Castrop-R. 2:0 (0:0)

MERKLINDE: Möhrs; T. Broll, Do. Bönnemann, Sommer (53. Turan), Durmis, Ott, Murano, Mbunga, Da. Bönnemann (17. Brinkmann), Lavrentiadis, Kresic – CASTROP-RAUXEL: Reimann; Budde, S. Cakir (60. M. Cittrich), O. Cakir, Strieder, Kasprzak, E. Alic, Schäfer, Keusch (85. Yaylacik), Öz (46. Junge).

Tore: 1:0 (53./E) Mbunga, 2:0 (79.) Brinkmann.

Arminia Ickern- TSK Herne n.a. 2:0

Hinweis: TSK Herne trat nicht an und wird auch die abschließenden Spiele nicht mehr bestreiten.

Das Titelrennen in der Kreisliga A spitzt sich weiter zu. Der Tabellenführer SG Herne 70 hat seinen Vorsprung durch einen 5:1 (2:0)-Auswärtssieg beim FC Frohlinde II (11.) ausgebaut. Hernes Toptorschütze Tobias Wilms traf mit einem Doppelpack zur 2:0-Halbzeitführung.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste erneut durch Wilms sowie durch Christopher Wachhorst auf 4:0, ehe Frohlindes Niklas Groß auf 1:4 verkürzen konnte. Den Schlusspunkt zum 5:1 setzte Hernes Björn Gojowczyk. „Wenn Ilias Hohmann den zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss erzielt, läuft das Spiel anders“, sagt FCF-Trainer Jimmy Thimm, „aber hinten heraus haben wir verdient verloren.“

Herne 70 geht nun mit einem Vier-Punkte-Vorsprung auf RWT Herne (2.), das Marokko Herne (4.) im Spitzenspiel mit 3:0 bezwungen hat, in die beiden abschließenden Spieltage. Der Gegner am letzten Saisonspieltag heißt SuS Merklinde (8.), der sich aktuell in einer hervorragenden Verfassung befindet.

Die Mannschaft von Trainer Björn Brinkmann hat auch das Sportplatzderby gegen den FC Castrop-Rauxel (5.) mit 2:0 (0:0) für sich entschieden. Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte Matando Mbunga den SuS per Strafstoß mit 1:0 (53.) in Front. Björn Brinkmann, der sich bereits in der 17. Minute selber für Daniel Bönnemann einwechseln musste, traf in der 79. Minute zum 2:0-Endstand. Für die Merklinder war es bereits der sechste „Dreier“ aus den vergangenen acht Begegnungen.

Nicht zum Einsatz kamen die Fußballer des SC Arminia Ickern (14.). Der geplante Gegner TSK Herne (15.), der neben der Spvg Horsthausen bereits als Absteiger feststeht, hat sein Team vom Spielbetrieb abgemeldet.

Kreisliga A2 RE

TuS Hen´burg - T./SuS Waltrop 1:5 (1:3)

HENRICHENBURG: A. Grum; Bogatinis, Schaack, Chr. Grum, J. Niewind, R. Niewind (46. Menne), Philipp, Scheurer, Babbel, Wohlinger.

Tore: 1:0 (1.) Wohlinger, 1:1 (5.), 1:2 (9.), 1:3 (39.), 1:4 (54.), 1:5 (88.).

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte (42.) gegen Henrichenburgs Schaack.

Die Fußballer des TuS Henrichenburg sind abgestiegen. Nach 20 Spielzeiten in der Kreisliga A müssen sie den Gang in die B-Liga antreten. Am drittletzten Spieltag unterlagen sie Teutonia SuS Waltrop mit 1:5 (1:3). Weshalb die Meisterfeier der Gäste an der Lambertstraße begann. Die Ausgangslage am drittletzten Spieltag war klar: Der TuS brauchte als Vorletzter unbedingt drei Punkte um zumindest theoretisch den SC Herten noch überholen und sich ans sichere Ufer retten zu können. Teutonia konnte einen Dreier gut gebrauchen, um das Verfolger-Trio im Meisterschaftskampf abzuschütteln.

Aufstiegs-Chance des FC Frohlinde wird immer geringer

Viele Zuschauer säumten den Platz des TuS Henrichenburg. Die meisten kamen aus Waltrop, um den Bezirksliga-Aufstieg mit ihrem Team zu feiern. © Volker Engel

Der Underdog legte vor. Das Spiel lief noch keine Minute, da traf Thorsten Wohlinger per Heber zum 1:0. Patrick Scheurer hatte ihn mit einem Pass aus dem Mittelfeld in Szene gesetzt. Eine Sensation lag in der Luft – wenn auch nur kurz. In der fünften Minute fiel das 1:1 durch Felix Bramsel, vier Minuten später das 1:2 durch Nikolas Poslednik. „Das war schon eine kleine Überraschung“, erklärte Teutonia-Coach Tim Braun, der 2016 die Schweriner A-Junioren trainierte, „aber mein Team hat toll reagiert und zurückgeschlagen.“

Flasche Sekt geöffnet

Ein Gruppe weiblicher Waltrop-Fans stimmte eine Art Vereinshymne zur Musik von „Oh Tannenbaum“ an, auch wenn noch nichts entschieden war. Zehn Minuten später öffnete die Fan-Schar die erste Flasche Sekt. Auf dem Rasen agb es ein Spiel in eine Richtung: Waltrop drückte, der TuS versuchte dagegenzuhalten.

In der 35. Minute verwandelte Ali Caliskan einen Freistoß aus 18 Metern unhaltbar für Torhüter Andreas Grum zum 3:1-Halbzeitstand. Doch vor dem Pausenpfiff schrillte noch mehrfach die Pfeife von Schiedsrichter Michael Rehermann. Felix Schaack sah Gelb wegen Meckerns. Er hatte aber bereits Gelb wegen Foulspiels, wie auch vier seiner Mitspieler. Also Gelb-Rot (42.). Henrichenburg nur war noch zu zehnt.

Nach dem Seitenwechsel versuchte der TuS, sich aufzubäumen, kam aber bis zum Abpfiff zu keinem einzigen Torabschluss. Als in der 54. Minute erneut Caliskan zum 4:1 traf, war es gelaufen. Mit hängenden Köpfen gingen die Henrichenburger zum Anstoßpunkt. Das 1:5 (88.) wurde so zur Randnotiz.

„Das waren zwei Klassen Unterschied, deshalb gehen die Waltroper rauf und wir gehen runter, da kann ich nur gratulieren“ sagte Florian Kaczorowski in Vertretung von Trainer Michael Heu, „wir haben über die Saison unser Spiel nicht auf den Platz bekommen.“ Waltrop hat die beste Defensive der Liga. Kaczorowski: „Damit gewinnt man Meisterschaften.“ Tim Braun, von der Bierdusche durchnässt und freudestrahlend, stimmte ihm zu.

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© Jens Lukas

Kreisliga B1 HER/CR

VfB Habingh. - Fort. Herne II 4:1 (1:1)

HABINGHORST: Jarkulisch; Both (78. Caliskan), Teuber (86. Janas), Kock, Gorzolnik, Schlingermann, Borys, Eckey (86. Deric), Steger, Trottenberg, Schrimpf.

Tore: 1:0 (5./ET), 1:1 (40.), 2:1 (46.) Both, 3:1 (63.) Teuber, 4:1 (78./ET).

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte (79.) gegen Fortuna Herne II.

Zur Halbzeit standen die großen Feierlichkeiten zum Aufstieg in die Kreisliga A noch auf der Kippe, aber mit einer Willensleistung erreichte der VfB Habinghorst drei Spieltage vor Saisonende das ersehnte Ziel. Dabei ging das Topspiel der Fußball-Kreisliga B vor 150 Zuschauern gegen den SV Fortuna Herne II (3.) in der Kampfbahn Habichthorst gleich gut los: Einen scharf hereingebrachten Freistoß konnte die Herner Abwehr nicht verteidigen, so dass der VfB per Kopfball-Eigentor in Führung ging (5.).

1:0 bringt keine Ruhe

Erstaunlicherweise brachte das aber keine Ruhe in das Spiel der Habinghorster. Auch Trainer Olschewski tigerte an der Seitenlinie nervös auf und ab. Kurz vor der Halbzeitpause tauchte dann Fortune Fatih Cimsit nach abseitsverdächtiger Position frei vor VfB-Keeper Julian Jarkulisch auf und schob zum 1:1 (41.) ein.

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Das Aufstiegsteam des VfB Habinghorst. © Volker Engel

Nach der Pause waren die Gastgeber dann aber hellwach und direkt zur Stelle. Dennis Both, der nach der Saison zum neuen Liga-Rivalen FC Castrop-Rauxel wechseln wird, markierte aus dem Gewühl im Herner Strafraum heraus den Führungstreffer zum 2:1 (46.). In Folgezeit verlor der Tabellendritte aus Herne immer mehr die Nerven. Und so kam es zu ständigen Rudelbildungen um den Schiedsrichter und einigen unschönen, versteckten Fouls. So nutzte Dennis Teuber, der Habinghorster Goalgetter, die Unruhe der Herner Hintermannschaft, die noch eine vermeintliche Notbremse monierten, und spielte mit dem Ball am Fuß den Torwart aus. Das war sein Saisontor Nummer 98! Fast wäre Nummer 99 hinzugekommen, aber den Querpass von Both schoss ein Fortune zum 4:1 ins eigene Tor.

Teuber steht vor der 100

Somit fehlen Teuber noch zwei Treffer für die magische 100. Für die letzten Minuten kam noch Sebastian Janas zu seinen ersten Einsatzminuten im VfB-Trikot. Nach dem Schlusspfiff herrschte nur noch blau-weiße Feierstimmung und Glückseligkeit. Bier- und Sektduschen trafen den Aufstiegstrainer Marc Olschewski, der resümierte: „Wir sind froh, es jetzt gepackt zu haben und sind verdient Meister geworden. Lob an die Jungs, die Trainingsbeteiligung war konstant gut in der Saison und jetzt wird gefeiert.“ Nach einer Planwagenfahrt durch Habinghorst sollte es noch ein langer Abend im Clubheim werden.

A. Sodingen - Eintr. Ickern 2:8 (1:2)

EINTRACHT: Foltmann; Se. Bal, Birhimeoglu, Kaya, M. Klawitter, Tunc (41. Aptoulaziz), Coskun (46. Dündar), Y-D Öztürk, A-T Bal (46. El Moutaouafik), Tann.

Tore: 0:1 (13.) Tunc, 1:1 (40.), 1:2 (44.) Tann, 1:3 (47.) Tann, 1:4 (60.) Dündar, 2:4 (65.), 2:5 (67.) Tann, 2:6 (80.) Tann, 2:7 (81.) Tann, 2:8 (87.) Tann

Den VfB Habinghorst (1.) können die Fußballer des B-Kreisligisten Eintracht Ickern (2.) zwar nicht mehr einholen. Dafür können sie nach ihrem 8:2-Kantersieg bei Arminia Sodingen aber auch nicht mehr durch Fortuna Herne II (3.) vom zweiten Tabellenplatz, der in eine Relegation um den Aufstieg führt, verdrängt werden. Kevin Tann war gegen Sodingen mit sechs Treffer Mann des Tages.

Elpeshof - W. O´castrop II 4:7 (2:3)

OBERCASTROP II: Bals; O. Kocakaya, K. Schulz, Korn, Uguz, von Preetzmann, Stammers, Froncek, Okutucu, Atzeni, Kittig.

Tore: 0:1 (3.) Atzeni, 1:1 (15.), 2:1 (35.), 2:2 (40.) K. Schulz, 2:3 (45.) K. Schulz, 2:4 (56.) K. Schulz, 2:5 (65.) Korn, 3:6 (87.) K. Schulz, 3:7 (90.+1) K. Schulz, 4:7 (90.+2).

Horsth,. II - Spvg Schwerin II 7:3 (4:2)

SCHWERIN II: Hiedels; Mousa, Wulf, Mavridis, Giwjorra, Jansen, Hupfeld (62. Lindner), Vollersen, Genc, Braun, Schmitz (46. Achakzi).

Tore: 0:1 (11./ET), 1:1 (16.), 2:1 (18.), 2:2 (22.) Genc, 3:2 (25.), 4:2 (37.), 5:2 (65.), 6:2 (87.), 6:3 (88.) Mavridis, 7:3 (90.).

RSV Holth. - SF Hab./Dingen 0:2 (0:0)

HABINGHORST/DINGEN: Henseleit; Kabadayi, Bü. Ertürk, Unger, Kessen, Gröne, Neagu, Schreiber, Tiris, Kurnaz, Mu. Ertürk (40. Bahcecioglu).

Tore: 0:1 (58.) Gröne, 0:2 (87.) Bahcecioglu.

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte (60.) gegen Holthausen. Gelb-Rote Karte (79.) gegen Hab./Dingen. Rote Karte (88.) gegen Holthausen.

Vict. Hab. - Falkenh. II 4:2 (0:0)

VICTORIA: T. Cittrich; Marche, Sausmikat, Burkhardt, S. Klawitter, Bäcker, Jacke (20. von Calle), Schemann (61. Zastrow), Grenda, Knauer (17. Henseleit), Scheidle.

Tore: 1:0 (50./ET), 2:0 (53./E.) Burkhardt, 2:1 (55.) 2:2 (65.), 3:2 (66.) Grenda, 4:2 (84.) Scheidle.

Kreisliga B4 RE

TuS H’burg II - T./SuS Waltrop II 0:5 (0:4)‚

HENRICHENBURG II: Düzgün; Tost (46. Gerwert (57. Ortkamp), Karow, Berens, Karow, G-L Nerger, Stehle, Dalkic, M. Ludwig, N`Gom, Boschella.

Tore: 0:1 (9.), 0:2 (16.), 0:3 (26.), 0:4 (30.), 0:5 (63.)

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