Arminia Ickern II nimmt „Bodyguards“ zum Spiel gegen BW Baukau mit

dzFußball-Kreisliga C

Unvorbereitet wollen die Kreisliga-C-Fußballer von Arminia Ickern II das Spiel gegen BW Baukau am Sonntag nicht angehen. Die Ickerner sind in Sorge, dass es wieder eskalieren könnte.

Ickern

, 13.09.2019, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Sonntag, 15. September, wird um 13 Uhr in der Glückauf-Kampfbahn die Fußball-Begegnung zwischen dem SC Arminia Ickern II und BW Baukau angepfiffen. Das wird kein normales Kreisliga-C-Spiel für die Ickerner.

Denn von ihren Gästen wissen sie, dass sie gewaltbereit sind. Am vergangenen Spieltag kam es zu Übergriffen von Baukauer Spielern auf Kicker des SuS Merklinde.

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Daher schrillen vor der Partie den Arminen und der Schiedsrichter-Vereinigung des Fußballkreises Herne/Castrop-Rauxel die Alarm-Glocken. So hat etwa die Gilde der Unparteiischen festgelegt, ab sofort keine Nachwuchs-Referees zu Baukau-Spielen zu entsenden.

Das sagte am Donnerstag ihr Vorsitzender Gregor Werkle: „Wir haben entgegen unseres normalen Vorgehens bereits die Schiedsrichter für die Partien dieser Mannschaft bis Ende Oktober angesetzt.“

Routiniers pfeifen die nächsten Baukau-Spiele

Durchweg gestandenene Referees leiten die Duelle. In Ickern an diesem Wochenende ist Uwe Collberg von der Spvg Röhlinghausen aus Herne an der Pfeife. Er wurde im Jahr 2018 für 15 Jahre als Unparteiischer ausgezeichnet. Erfahrene Männer leiten auch danach die Baukau-Spiele. Gregor Werkle erklärt: „Dazu gehören auch Dieter Becker und Axel Richter.“

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Werkle selbst möchte sich die erste Halbzeit zwischen Ickern II und Baukau anschauen, bevor er zu einer Schiedsrichterbeobachtung nach Bochum fährt. Werkle: „Ich denke, ich kann in Ickern im Gespräch mit den Verantwortlichen der Mannschaften auch noch etwas bewirken.“

Kreisspruchkammer: Termin steht noch nicht fest

Auch bei der noch nicht terminierten Sitzung der Kreisspruchkammer (KSK), bei der über die Jagdszenen beim Spiel Baukau gegen Merklinde gerichtet wird, will Werkle dabei sein.

Der Verein Arminia Ickern hat selbst Vorkehrungen für das Baukau-Spiel getroffen. Das berichtete die Vorsitzende Martina Freundlieb. Sie sagte: „Wir werden einige Ordner stellen. Einige Altherren-Spieler wollen für Sicherheit sorgen.“

„Nicht die Kinder mit zum Sportplatz bringen“

Mindestens zehn „Bodyguards“ wollen die Arminen aufbieten. Zudem sagte Martin Freundlieb: „Ich rate Eltern, diesmal nicht ihre Kinder mit zum Sportplatz zu bringen.“

Sportlich geht die Arminen-Reserve favorisiert in die Begegnung mit Baukau. Sie feierten zuletzt durch ein 3:1 beim Schlusslicht SuS Pöppinghausen den zweiten Saisonsieg und sind 13. der Kreisliga C1. Baukau ist punktloser Tabellenvorletzter.

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