28:22 – TuS siegt in Ahlen / CTV rutscht ab / HSG-Erfolgsserie gerissen

Handball

Die Landesliga-Handballer des TuS Ickern haben einen großen Schritt Richtung Klassenverbleib gemacht. Der TuS siegte am Sonntag bei der Ahlener SG 2 mit 28:22. Den Damen des Castroper TV droht hingegen der Abstieg aus der Bezirksliga. Gegen Teutonia Riemke 3 unterlagen sie am Sonntagnachmittag mit 26:33. Die HSG-Herren mussten sich dem Schlusslicht geschlagen geben.

CASTROP-RAUXEL

, 16.03.2014, 20:50 Uhr / Lesedauer: 3 min
Kilian Esser (am Ball) und der TuS Ickern siegten am Samstag bei der Ahlener SG 2. Esser gehörte mit Viktor Dick zu den auffälligsten Spielern gegen Ahlen.

Kilian Esser (am Ball) und der TuS Ickern siegten am Samstag bei der Ahlener SG 2. Esser gehörte mit Viktor Dick zu den auffälligsten Spielern gegen Ahlen.

Handball-Landesliga 3 Ahlener SG 2 - TuS Ickern 22:28 (9:11) Die Stimmung bei TuS-Trainer Ralf Utech war vor der Partie noch gedrückt gewesen. Nach Stephan Nocke, Nils Rodammer und Julian Kuczpiol hatte kurzfristig auch noch Rechtsaußen Stefan Kresse aufgrund einer Verletzung absagen müssen. Der dezimierte TuS-Kader, der um Robin Sachweh aus der zweiten Mannschaft ergänzt wurde, tat sich in Ahlen nur in der Anfangsphase schwer. Mit 3:1 gingen die Gastgeber, die als Sechster in den Spieltag gegangen waren, in Führung.Phase ohne Gegentor Danach fanden die Ickerner zu mehr Sicherheit im Angriffsspiel. Da sie zudem zehn Minuten lang kein Gegentor mehr zuließen, gelang ihnen eine 6:3-Führung. Bis zur Pause konnten sie immerhin einen Vorsprung mit zwei Treffern (11:9) behaupten. Der zweite Durchgang verlief zunächst ausgeglichen, Ahlen glich aus (12:12). Eine taktische Änderung der Gastgeber spielte in der Folgezeit den Ickernern in die Karten. Der TuS nutzte die Räume, die sich durch die Umstellung der Ahlener auf eine offensivere Deckung ergaben.Umstellung fruchtet „Auch die Umstellung in unserer Abwehr auf eine Manndeckung hat gefruchtet“, bilanzierte Utech zufrieden. Sein Team ging mit 20:15 in Führung und war nach 54 Minuten mit dem Treffer zum 24:18 endgültig auf der Siegerstraße. Fünf Spieltage vor dem Saisonende weist der TuS Ickern nun fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf. 

Bezirksliga 4 HSG Rauxel-Schwerin - Westfalia Herne 2 24:25 (9:9) Die Erfolgsserie der HSG Rauxel-Schwerin in der Handball-Bezirksliga ist gerissen. Nach zuvor vier Siegen in Folge unterlag die Raasch-Sieben dem Tabellenletzten HC Westfalia Herne 2 mit 24:25 (9:9). Dabei hatte es zu Beginn nach einem standesgemäßen Erfolg der fünftplatzierten Castrop-Rauxeler ausgesehen, die nach wenigen Minuten mit 6:1 in Führung lagen. „Wir hatten die Partie zunächst fest im Griff“, bilanzierte HSG-Trainer Gerald Raasch, „erst nach 20 Minuten haben wir die Zügel etwas schleifen lassen.“ In dieser Phase gelang es den Gästen, sich den 9:9-Pausenstand zu erspielen. Nach dem Seitenwechsel lagen die Vorteile aber wieder aufseiten der Rauxel-Schweriner. Zur Mitte des zweiten Durchgangs ging die HSG, für die Björn Wieser (6) die meisten Treffer erzielte, mit 21:17 in Führung. „Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nicht mehr erwartet, dass wir die Partie aus der Hand geben würden“, kommentierte Raasch, „einen solchen Vorsprung muss man nach Hause bringen.“Zwei Gegenstoßtreffer Doch sein Team verlor den Faden, kassierte kurz nacheinander zwei Gegenstoßtreffer und ließ es vier Minuten vor Spielende zu, dass die abstiegsbedrohten Herner zum ersten Mal in dieser Partie in Führung gehen konnten. Zumindest einen Punkt hätte die HSG auf die Habenseite bringen müssen, denn wenige Sekunden vor Spielende stand es noch 24:24 – ehe der Kreisläufer der Westfalia mit dem Schlusspfiff den Siegtreffer markierte. „Das war natürlich sehr bitter“, sagte Raasch, der mit seinem Team nicht von der Niederlage des Vierten Westfalia Hörde (21:28 gegen HTV Recklinghausen) profitieren konnte. Mit einem Sieg wäre die HSG nach Punkten mit Hörde gleichgezogen.Frauen-Bezirksliga 5Castroper TV - Teutonia Riemke 3 26:33 (11:15)

Zunächst sah es in der Partie gegen die Bochumerinnen, die als Tabellenletzter in die Partie gegangen waren, recht gut aus für den CTV. Nach sieben Minuten lag das Team von Trainer Otto Kuckel mit 4:2 in Führung, nach einer Viertelstunde immerhin noch mit 6:5. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits hektisch auf dem Parkett und auf den Zuschauer-Rängen geworden. Nach nur neun Minuten hatte Denise Becker wegen eines Griffs an den Wurfarm ihrer Gegenspielerin die Rote Karte gesehen. Nach dem 6:6-Ausgleich von Riemke wurde auch Franziska Wejer vorzeitig vom Parkett geschickt. Sie hatte die Torschützin beim Wurf zu Fall gebracht.Kuckel trifft elf Mal Die Castroperinnen hielten die Partie noch bis zur 20. Minute ausgeglichen (8:8), leisteten sich danach aber immer mehr Schwächen in der Abwehrarbeit. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste ihren Vorsprung auf 18:12. In der Folgezeit häuften sich die Strafzeiten gegen Riemke, der CTV konnte aus dem Überzahlspiel aber oftmals zu wenig Kapital schlagen. Vor allem dank der Treffsicherheit von Beatrice Kuckel, die insgesamt elf Tore markierte, reduzierte Castrop den Rückstand noch einige Male auf vier Tore. Zu mehr reichte es aber nicht mehr. Zumal in der Schlussphase die personellen Alternativen fehlten, nachdem auch Susanne Gerhardus und Laura Krüger "Rot" gesehen hatten. In der Tabelle fällt Castrop nach der Niederlage hinter Riemke auf einen direkten Abstiegsplatz zurück.

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