Zum Schutz des Klimas: Zwei neue Bäume im Dahliengarten gepflanzt

dzKlimabäume

Die Gemeinde Legden und das Unternehmen Westenergie haben zusammen Bäume im Dahliengarten gepflanzt. Sie sollen den neuen Entwicklungen des Klimas trotzen und dafür sorgen, dass Legden grün bleibt.

Legden

, 15.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gemeinde Legden bereitet sich auf künftige klimatische Bedingen vor und pflanzte gemeinsam mit Westenergie zwei neue Bäume im Dahliengarten, die sich den neuen Bedingen besser anpassen sollen.

Der Gingko- oder Ginkobaum ist ein gegenüber Luftschadstoffen unempfindlicher Baum, der selten von Insekten und Pilzen befallen wird. Er hält auch größeren Temperaturschwankungen stand und stammt aus China – ebenso wie der Taschentuchbaum. Beide Bäume wurden am Dienstag, 13. Oktober, im Dahliengarten eingepflanzt.

Der Gingkobaum ist weltberühmt

Dazu waren von Westenergie Monika Schürmann und Bürgermeister Friedhelm Kleweken anwesend. „Wenn wir auch noch in Zukunft grüne Städte und Dörfer haben wollen, müssen wir heute schon Bäume pflanzen, die dem geänderten Klima gewachsen sind“, so Kleweken.

Besonderen Grund zur Freude hatte der Bürgermeister, da er selbst ein großer Fan des Gingkobaumes ist. „Der Gingko ist weltberühmt durch ein Gedicht von Goethe und auch ich bin ein Freund des Gingkos“, sagte Friedhelm Kleweken bei der Pflanzung im Dahliengarten.

Bürgermeister Friedhelm Kleweken las im Dahliengarten Goethes Gingko-Gedicht vor.

Bürgermeister Friedhelm Kleweken las im Dahliengarten Goethes Gingko-Gedicht vor. © Laura Schulz-Gahmen

Friedhelm Kleweken las das Gedicht aus dem Jahr 1815 vor und erzählte, wie er selbst in 2004 im ehemaligen Garten von Goethe unter dem Gingkobaum saß. „Ich war direkt in den Baum verliebt“, erinnerte sich der Bürgermeister.

Der Verein Dahliengarten hatte sich einen Taschentuchbaum gewünscht, der Bürgermeister wünschte sich einen Gingkobaum. So wurde entschieden, beide zu pflanzen.

Legden soll grün bleiben

Westenergie-Kommunalmanagerin Monika Schürmann machte deutlich, dass Westenergie mit der Unterstützung der Pflanzung der Klimabäume auf die Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam mache: „Die weltweite Entwicklung des Klimas mit den zunehmenden Extremwetterereignissen macht deutlich, dass sich der Klimawandel auch hier bei uns auswirken wird. Die neu gepflanzten Klimabäume tragen dazu bei, dass Legden grün bleibt.“

Bürgermeister Friedhelm Kleweken dankte Monika Schürmann und den beiden Mitarbeitern des Bauhofes, die die beiden Bäume selbst ausgesucht haben und sich um die Pflanzung gekümmert haben. Ihre Aufgabe wird es sein, sich in Zukunft um die beiden Neuzugänge im Dahliengarten zu kümmern.

Mitarbeiter kennt sich mit Bäumen aus

Bauhof-Mitarbeiter Dirk Reers konnte mit seinem Wissen über Bäume auftrumpfen und sagte ein paar Worte über die neuen Bewohner des Dahliengartens. „Zum Jahrtausendwechsel erklärte das deutsche Kuratorium „Baum des Jahres“ den Gingko zum Baum des Jahres. Der Ginkgo ist außerdem ein lebendes Fossil.“ Der Taschentuchbaum habe seinen Namen durch die großen weißen Blätter, die wie Taschentücher in den Ästen hängen. Derzeit ist der Baum allerdings blattlos.

Jetzt lesen

Beide Baumarten, sowohl der Gingko als auch der Taschentuchbaum, gelten als besonders stressresistent und sind damit den zu erwartenden klimatischen Änderungen gewachsen. Insbesondere lange Trockenzeiten in den Sommermonaten, wie sie in den vergangenen Jahren auftauchten, aber auch die nassen Winter werden vielen heimischen Baumarten zusetzen. Neu einwandernden Schädlingen aus wärmeren Gebieten haben die heimischen Baumarten kaum etwas entgegenzusetzen.

Klimawandel Thema für Energieversorger

Monika Schürmann bedankte sich ebenfalls für die Zusammenarbeit bei Friedhelm Kleweken. Es haben bereits viele Kommunen das Angebot der Zusammenarbeit mit Westenergie angenommen und setzen sich somit mit dem Thema Klimawandel auseinander. Außerdem wies sie darauf hin, dass gerade für Energieversorger der Klimawandel ein Thema sei.

Lesen Sie jetzt