Wirtschaftsweg im Frettholt wird für 100-Schlösser-Route fit gemacht

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Ein Wirtschaftsweg wird auf 1100 Metern saniert. Er ist Teil der 100-Schlösser-Route. Sie soll mit besserer Infrastruktur mehr Touristen in die Region locken. Dafür gibt es Geld von der EU.

Legden

, 10.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als kürzlich bei einem Unfall am Ortseingang in Asbeck Autofahrer den Umweg über den Wirtschaftsweg suchten, der am Sportplatz beginnt, holperte es gewaltig. Sie gerieten mitten in die Sanierung des Weges. Später sollen vor allem Fahrradfahrer ihre Freude an der ebenen Strecke haben.

Es ist der erste Wirtschaftsweg, der in diesem Jahr in Legden saniert wird. Möglich wird dies durch Fördergelder von Land und EU, genauer mit Mitteln der Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) . Rund 100.000 Euro fließen nach Legden. Rund 25.000 Euro steuert außerdem die Gemeinde bei.

Gefördert wird damit ein Teil des Projekts „Schlösser- und Burgenregion Münsterland – Stärkung von klein- und mittelständischen Unternehmen durch innovative touristische Dienstleistungen und Infrastrukturen“, das im Zuge der Regionale vom Münsterland e.V. entwickelt wurde. Das Projekt läuft noch zwei Jahre.

Radreiseregion soll sich profilieren

Ein wichtiger Teil ist die Verbesserung der Infrastruktur. „Punktuell werden in 35 Gemeinden Radwege auf 1000 Kilometern verbessert“, informiert Hajo Gerdemann von Münsterland e.V.. Mit dem Projekt sollen nachhaltige Impulse für die Aufwertung des radtouristischen Angebotes im Münsterland gegeben werden. Damit soll die Region sich in der Konkurrenz mit anderen Radreiseregionen Deutschlands besser aufstellen können.

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In Legden sind es jetzt rund 1100 Meter auf den Wirtschaftswegen 125 und 127 in der Bauerschaft Frettholt, die aus Richtung Sportplatz Asbeck in Richtung Deipenbrock führen. Der Weg soll spätestens am 22. Mai fertiggestellt sein, so informiert Bauamtsleiter Helmut Schiermann, eine frühere Öffnung des Weges sei aber wahrscheinlich.

Stift Asbeck liegt auf der Route

Mehr als zehn Millionen Euro sind insgesamt für das Projekt vorgesehen, sechs Millionen Euro werden in die Infrastruktur fließen, so Hajo Gerdemann. Es ist eine Voraussetzung, um mehr Touristen in die Region zu holen. Aber es geht nicht nur um perfekt ausgebaute Radwege der 100-Schlösser-Route. Schilder, die an Autobahnen auf Schlösser hinweisen, viele Wegweiser und Darstellung auf mobilen Endgeräten zählt Hajo Gerdemann auf.

Der Begriff Schlösser wird dabei durchaus weiter gefasst. So liegt auch das Stift Asbeck mit dem Dormitorium auf der Route. Hajo Gerdemann: „Neben Schlössern wollen wir auch auf Klosteranlagen oder Herrenhäuser aufmerksam machen.“

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