Blutspende im Jahr 2020 in der Paulus-van-Husen-Schule in Legden. © privat
Blutspenden in 2020

Wie hat sich das Coronavirus auf die Blutspenden in Legden ausgewirkt?

Vieles hat wegen Corona geschlossen, wurde abgesagt oder ist nur eingeschränkt möglich. Betrifft das auch die Blutspenden in Legden? Hat der DRK-Ortsverein einen Rückgang der Spenden bemerkt?

Wegen Corona ist seit rund einem Jahr vieles anders. Das gilt auch für Blutspenden. Aber wie war die Lage im Jahr 2020 in Legden? Gab es wegen Corona weniger Spenden als in den Jahren zuvor?

Trotz Corona gab es viele Blutspenden

Jürgen Göckemeyer ist Vorsitzender des DRK-Ortsvereins in Legden und weiß genau, wie viel 2020 gespendet wurde. „Ich kann jetzt nicht sagen, dass es deutlich mehr oder weniger waren, als in den Jahren davor“, sagt er im Gespräch mit der Redaktion.

Im Jahr 2020 gab es in Legden 1137 Blutspenden. Davon waren 529 in Asbeck und 608 in Legden. Und damit sind es wirklich nicht viel mehr oder weniger als in den Jahren zuvor. Die Menge an Spenden liegt sogar in der Mitte der beiden Vorjahre. Im Jahr 2018 hatte es 1021 Blutspenden gegeben und im Jahr 2019 gab es 1182.

Zahl an Blutspenden in etwa gleich geblieben

Auch die Anzahl der Blutspendetermine hat sich im Jahr 2020 trotz Corona nicht verändert. Nach wie vor gab es in Legden acht davon. Vier Blutspenden fanden in Asbeck statt und ebenfalls vier in Legden.

Aber ein paar Änderungen gab es trotzdem. Vor den Spendengebäuden gab es Wartezonen, Abstände mussten eingehalten werden und Mund-Nasen-Schutze mussten getragen werden. Außerdem wurde vor Betreten der Gebäude bei jedem Spender Fieber gemessen und der jeweilige Gesundheitszustand abgefragt.

Spendenort gewechselt

Im Gebäude selbst herrschte die strikte Beachtung der AHA-Regeln, möglichst kein Begegnungsverkehr, also Einbahnstraßensysteme, und Abstand zwischen den Blutspendeliegen.

Wer im Jahr 2020 Blut spenden wollte, der musste sich dafür mit Abstand in eine Reihe stellen.
Wer im Jahr 2020 Blut spenden wollte, der musste sich dafür mit Abstand in eine Reihe stellen. © privat © privat

In Asbeck wurde der Spendenort außerdem gewechselt. Statt, wie üblich, die Blutspenden in der Grundschule in Asbeck stattfinden zu lassen, hat man sich dazu entschlossen, auf die Gaststätte Enseling auszuweichen. Der Einsatz des Spendenbusses war wegen Corona allerdings nicht möglich. In Legden blieb die Paulus-van-Husen Schule nach wie vor der Spendenort.

Blutspenden mit Termin

Seit Herbst 2020 sind für Blutspendetermine allerdings Terminreservierungen notwendig. Das geht entweder über den Link https://www.spenderservice.net/ oder über die Blutspende-App. Das habe auch ganz gut geklappt bisher, zumindest gebe es „überwiegend positive Resonanz“. Durch die Terminvergabe hätten das Blutspende-Team und die Blutspender eine bessere Planbarkeit der Durchläufe.

Weggefallen ist hingegen der Imbiss nach der Spende. „Das ist bedauerlich, da dieser gern zur Kontaktpflege genutzt wurde“, so Göckemeyer in einem Schreiben an die Redaktion. Dafür gebe es jetzt ein „Lunch-Paket“, das man sich nach der Spende mitnehmen und Zuhause essen könne. Durch den Wegfall des Imbisses gebe es weniger Helfer vom Ortsverein. Den Helfern fehle so ein Stück des sozialen Miteinanders.

Vorsitzender ist positiv gestimmt

Eine Sache ist Jürgen Göckemeyer noch aufgefallen während des Coronajahres: „Vor Corona sind die Spender und Spenderinnen häufig von ihren Kindern begleitet worden. Auch dieses ist jetzt natürlich nicht möglich.“

Realistische Prognosen für das Jahr 2021 kann der DRK-Ortsverein Legden noch nicht geben. Jürgen Göckemeyer klingt aber positiv gestimmt: „Persönlich gehe ich davon aus, dass sich das Niveau der Vorjahre annähernd hält.“

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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