Weide am Dorfteich hat Äste verloren

Rückschneiden statt Fällen

Hedwig und Gregor Schwartenbeck können sich noch gut an den Schrecken erinnern, den ihnen die Sturmnacht Ende August bereitet hat: Ein dicker Ast der Weide am Dorfteich war auf ihre Terrasse gekracht. "Gut dass das nicht tagsüber passiert ist. Hätte dort jemand gestanden, dann hätte er es nicht überlebt", sagt Hedwig Schwartenbeck. Jetzt hat sich der Bauausschuss mit dem Antrag der Eheleute befasst, die Weide zu fällen.

LEGDEN

, 08.12.2015, 18:23 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auch eine zweite Weide am Dorfteich hat in der Sturmnacht Äste verloren und das Dach einer Remise und einen Zaun beschädigt. Nicht zum ersten Mal, wie der Eigentümer an die Gemeinde schreibt. Er fordert einen Rückschnitt des Baums und eine Begleichung der Kosten durch die Gemeinde.

Anliegen ernst nehmen

"Wir nehmen die Anliegen der Bürger sehr ernst", erklärte Bürgermeister Friedhelm Kleweken im Ausschuss. Doch sollten die Bäume nicht leichtfertig gefällt werden. Schließlich, so ergänzte Bauamtsleiter Helmut Schiermann, prägten die beiden alten Weiden das Dorfteichgelände seit vielen Jahrzehnten mit. Sie seien auch im Bebauungsplan von 1999 schon fest verzeichnet.

Keine voreilige Fällung

Gegen eine voreilige Fällung sprachen sich auch Sigrid Goßling (SPD) und Thomas Kockentiedt (CDU) aus. Goßling: "Es wäre zu schade um die Bäume". Kockentiedt: "Wenn der Baum gesund ist, dann ist er erhaltenswert. Über einen Rückschnitt können wir nachdenken." Diese Auffassung fand im Ausschuss allgemeine Zustimmung - vorausgesetzt, von dem Baum gehe keine Gefährdung aus. Einstimmig beschlossen die Politiker: Ein Gutachter soll prüfen, ob die Bäume morsch sind und beseitigt werden müssen. Sind die Bäume gesund, so sollen sie deutlich zurückgeschnitten werden -und das noch in diesem Winter.

Sturmschäden

Hedwig und Gregor Schwartenbeck wäre eine Fällung lieber gewesen. "Wir machen uns große Sorgen, dass zukünftige Stürme weitere Äste von der Weide herabstürzen lassen und dann Menschen zu Schaden kommen könnten." Immerhin: Die Schäden an ihrem Terrassendach sind inzwischen repariert. Die Kosten in Höhe von 7000 Euro, so hoffen die Schwartenbecks, übernimmt ihre Versicherung.

 

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