Angelika Specking und ihr Team werden am Wochenende zahlreiche Blumensträuße im Drive-in-Schalter ausgeben. © privat
Coronavirus

Valentinstag: Floristik Specking wird wegen Corona-Pandemie kreativ

Der Valentinstag steht vor der Tür. Um einen unkontrollierten Ansturm zu vermeiden, hat sich Floristik Specking aus Legden etwas überlegt: Ein Drive-in-Schalter soll Kontakte reduzieren.

Obwohl diesen inoffiziellen Feiertag in Deutschland einige verteufeln, haben sich viele Paare den Valentinstag im Kalender rot angestrichen. Um der Liebsten eine Freude zu machen, greifen vor allem die Männer gerne zu den Blumen. Das weiß auch Angelika Specking, Floristin aus Legden. Sie erwartet zum Wochenende hin einen wahren Ansturm auf ihren Laden an der Ahauser Straße.

Daher haben ihre Mitarbeiter und sie sich etwas überlegt. „In diesen Corona-Zeiten wollen wir unbedingt vermeiden, dass sich unsere Kunden dicht an dicht drängen müssen. Außerdem ist es viel zu kalt, um draußen in einer Schlange warten zu müssen“, sagt sie. Ihre Lösung: Am Sonntag, 14. Februar, dem Tag des heiligen Valentin, können die Kunden ihre bestellten Sträuße kontaktlos abholen. Weil es die Lokation ergab, wurde eine Drive-in-Schalter errichtet.

Sträuße werden alphabetisch vorsortiert

Angelika Specking erklärt: „Die Leute fahren vor, nennen uns ihren Nachnamen, erhalten ihre Blumen und können ohne auszusteigen weiterfahren.“ Bezahlen kann man in Bar oder kontaktlos per Karte. Damit alles reibungslos funktioniert, ist diese Option nur per Vorbestellung möglich. „Wir müssen die Sträuße binden und sortieren sie dann alphabetisch. Damit beschleunigen wir den Prozess enorm“, sagt die Legdener Floristin.

Auch aus anderem Grund müssen die Vorbestellungen bis spätestens Freitag, 12. Februar, eingegangen sein. „Wir bekommen die Ware immer frisch aus Holland. Aufgrund der Witterung sind kurzfristige Lieferungen dann nicht mehr möglich.“

Entwarnung nach Problemen beim Transport

Gleichzeitig gibt Angelika Specking Entwarnung: „Montag und Dienstag gab es wegen des Schnees beim Transport kleinere Probleme. Offenbar sind in den Niederlanden viele Gewächshäuser unter der Last zusammengebrochen. Aber die Lage hat sich weitgehend entspannt.“ Auf die Preise habe sich dieser Engpass bisher nicht ausgewirkt.

Sie glaubt, dass der Andrang in diesem Jahr noch größer sein könnte als in den Vorjahren. „Es steht ja nicht nur der Valentinstag vor der Tür, sondern auch der Rosenmontag. Ich denke, dass die Menschen es sich für diese Tage auf jeden Fall schön zu Hause machen wollen“, sagt die Floristin. Besonders gefragt seien derzeit nicht etwa Klassiker wie rote Rosen, sondern eher bunte Frühlingsblumen. Angelika Specking nennt sie „Gute-Laune-Sträuße“: „Gerade in diesen Zeiten samt Homeoffice und Distanzunterricht sorgen Blumen für etwas Leben in den eigenen vier Wänden.“

Info:

  • Sträuße können bis Freitag, 12. Februar, telefonisch oder vor Ort bestellt werden.
  • Abholung am Sonntag zwischen 9 und 12 Uhr
  • Floristik Specking hat neben dem Abholservice zu den regulären Zeiten geöffnet und darf laut Corona-Schutzverordnung Schnittblumen, Topfpflanzen und zum Beispiel Vasen verkaufen.
Über den Autor
1991 in Ahaus geboren, in Münster studiert, seit April 2016 bei Lensing Media. Mag es, Menschen in den Fokus zu rücken, die sonst im Verborgenen agieren.
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Johannes Schmittmann

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