Manuela Rottmann (2.v.r.) und Daniela Daldrup (r.) haben während Corona eine Kooperation gegründet. Ihre ersten Kunden: Bernhard und Stephanie Reers. © Laura Schulz-Gahmen
Positiver Blick

Ungewöhnliche Kooperation: Zwei Freundinnen starten während Corona durch

Aus zwei mach eins. Das dachten sich Manuela Rottmann und Daniela Daldrup und bringen Innenarchitektur und Grafikdesign zusammen. Sie gründeten eine Kooperation, während Corona.

Auf den ersten Blick mag man sich fragen: Was haben Innenarchitektur und Grafikdesign miteinander zu tun? So gesehen vermutlich nicht viel. Aber – und das ist das Entscheidende – eine Sache haben sie gemeinsam: Sie geben einem Raum oder einer Homepage ein neues Gesicht.

Umso besser, wenn sowohl die neuen Räume als auch die Homepage, Flyer, Visitenkarten und Logos so aufeinander abgestimmt sind, dass sie harmonieren. „Denn Innenarchitektur und Grafikdesign liegen nicht so weit auseinander wie es erst mal scheint“, da sind sich die Freundinnen Manuela Rottmann und Daniela Daldrup einig. Bei beiden Bereichen gehe es um Farben, Formen und Design.

Erste Zusammenarbeit vor sechs Jahren

Dieser Gedanke war die Grundidee für eine Kooperation. Manuela Rottmann (45) und Daniela Daldrup (43) gaben bereits vor etwa sechs Jahren der Gaststätte Reers ein neues Gesicht. Der Saal bekam durch Innenarchitektin Manuela Rottmann einen freundlichen und moderneren Touch, ebenso wie der Innenhof.

Grafikdesignerin Daniela Daldrup, die gleichzeitig die Schwester des Inhabers Bernhard Reers (45) ist, modernisierte die Homepage, Flyer und gestaltete das Logo. „Dabei sollte nichts von dem Charme der gemütlichen Dorfkneipe verloren gehen, alles wurde nur etwas frischer und moderner gestaltet“, sagt Daniela Daldrup.

Während Corona ging es los

Diese Neueröffnung, die die Freundinnen ein erstes Mal beruflich zusammen brachte, war ein voller Erfolg. Zuerst wollte Familie Reers alles selbst machen, doch „ein geschultes Auge hat einen anderen Blick auf die Dinge“, sagt Manuela Rottmann. Das müsse auch nicht immer hohe Kosten bedeuten. Oft können kleine Veränderungen schon eine große Wirkung haben, sowohl in der Innenarchitektur als auch im Grafikdesign.

Das gemeinsam erstellte Konzept für die Gaststätte Reers kommt gut an und verbindet Tradition und Moderne. „Der neue Saal und die gesamte Umgestaltung der Homepage wurden sehr gut von den Gästen angenommen“, sagt Stephanie Reers (40) im Gespräch mit der Redaktion. Mittlerweile sei die Gaststätte ein Treffpunkt für Jung und Alt, zumindest war das vor Corona so.

Manuela Rottmann hat den Saal der Gaststätte Reers heller und frischer gestaltet.
Manuela Rottmann hat den Saal der Gaststätte Reers heller und frischer gestaltet. © privat © privat

Das positive Feedback hatten die beiden immer im Hinterkopf und die Idee einer Kooperation schlummerte schon lange in ihnen. Und weil sie bereits gezeigt haben, dass sie ein gutes Team sind, haben sie während der Pandemie einfach losgelegt, trotz der Umstände, die das Coronavirus mit sich bringt. „Wir haben gesagt, wir ziehen das jetzt durch und wir wollten keinen Rückzieher machen“, sagt Manuela Rottmann.

Geplant hatten Manuela Rottmann und Daniele Daldrup die Kooperation bereits seit über einem Jahr. Richtig loslegen wollten sie dann in 2020, beide kündigten ihre festen Jobs. Erst machte sich Daniela Daldrup zum 1. Januar 2020 selbstständig, dann am 1. Juni auch Manuela Rottmann.

Gesamtkonzept für beide Bereiche eines Unternehmens

Doch wegen des Virus dauerte alles etwas länger: die Behördengänge, die Erstellung der Homepage mit den professionellen Fotos von bereits ausgefüllten Aufträgen. Doch seit einigen Wochen ist alles startklar.

Aber für wen bietet sich die Kooperation der zwei Freundinnen an? Für Geschäftskunden sei es von großem Nutzen, wenn beides aus einer Hand komme. So gebe es ein gemeinsames Konzept statt zwei verschiedener, das ergebe ein stimmiges Gesamtbild.

Daniela Daldrups Design für die Visitenkarten ist auf das neu gestaltete Innere der Gaststätte abgestimmt.
Daniela Daldrups Design für die Visitenkarten ist auf das neu gestaltete Innere der Gaststätte abgestimmt. © privat © privat

„Die Auftraggeber ersparen sich dadurch den Koordinationsaufwand, es ist also weniger Arbeit, und sie haben die Sicherheit, dass alles ineinander greift“, so Daldrup. „Eigentlich hilft das allen Unternehmen, die neu gegründet werden, übernommen werden oder sich nur neu darstellen möchten“, ergänzt Daniela Daldrup. Da kommen auch Arztpraxen infrage, die weitergegeben werden oder Kanzleien und andere Büros, oder eben auch Gaststätten.

Planung neuer Projekte während Corona

Und genau hier soll es nach Corona auch weitergehen, in der Gaststätte Reers in Asbeck. Denn geplant war schon länger, dass die Kegelbahn von 1978 renoviert werden soll. Das Projekt werden Manuela Rottmann und Daniela Daldrup also nach Corona angehen.

Doch auch während Corona kann es weitergehen. „Wir sind beide als Einzelunternehmer weiterhin tätig“, sagt Manuela Rottmann. Das heißt, auch Privatleute können bereits während Corona neue Projekte mit der Innenarchitektin planen. „Gerade jetzt im Homeoffice fällt vielen Menschen auf, dass sie beispielsweise den Flur nicht mögen. Normalerweise haben sie den vielleicht nur abends beim Reinkommen gesehen und es hat sie dann nicht gestört. Aber jetzt schon“, sagt die 45-Jährige.

Positiver Blick in die Zukunft trotz Corona

Auch Grafikdesignerin Daniela Daldrup hat während Corona an mehreren kleinen Projekten gearbeitet, die coronaunabhängig waren. „Trotz der Pandemie haben sich einige dazu entschlossen, etwas zu machen“, so die 43-Jährige.

Wichtig ist den beiden Frauen sowie Bernhard und Stephanie Reers, dass man positiv in die Zukunft schaut. Und das tun sie alle. Familie Reers freut sich bereits jetzt auf das Jahr 2021 und blickt positiv in die Zukunft: „Es gibt auch schon einige Aufträge für das Jahr 2021“, sagt Bernhard Reers. Und wenn dann die Kegelbahn zum umgestalteten Saal passt, sind alle Beteiligten glücklich.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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Laura Schulz-Gahmen

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