Unfallschaden beim Peugeot verheimlicht: Ärger für Legdener Autohändler

Amtsgericht Ahaus

Ein Legdener Autohändler hat einen Peugeot Cabrio verkauft, ohne auf den Unfallschaden hinzuweisen. Weil das vorsätzlich geschah, musste er nun kräftig zahlen.

Ahaus

, 13.06.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Verkauf eines Peugeot 206 cc sorgte in Legden für Ärger.

Der Verkauf eines Peugeot 206 cc sorgte in Legden für Ärger. (Symbolfoto) © picture-alliance/ dpa-tmn

Ein 39-jähriger Ochtruper, der in einem Legdener Autohandel arbeitet, musste sich nun vor dem Amtsgericht Ahaus wegen Betruges verantworten. Ihm wird vorgeworfen, bereits im Februar 2018 einen Peugeot Cabrio mit Unfallschaden verkauft zu haben. Über die vorliegenden Mängel hatte er den Käufer damals allerdings nicht informiert.

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Für den zuvor für 800 Euro erworbenen „Peugeot 206 cc“ zahlte ein Legdener damals noch 2820 Euro. Die Staatsanwaltschaft sah den Vorsatz gegeben und brachte den Fall zur Anklage.

Gegen den Strafbefehl, der 30 Tagessätze zu je 100 Euro und eine Rückzahlung der 2820 Euro vorsah, hatte der 39-Jährige fristgerecht Einspruch eingelegt, weshalb es nun doch zu einem Prozess kam. Den Vorwurf an sich stritt der Angeklagte nicht ab. Er habe allerdings das Geld schon an den damaligen Käufer zurückgegeben. „Da ist alles beglichen“, erklärte er dem Richter.

Höhe des Tagessatzes wird korrigiert

Die Anwältin des Angeklagten sah außerdem die Höhe des Tagessatzes als deutlich zu hoch an. Beim Einkommen ihres Mandanten müsse dieser deutlich niedriger liegen. Das sahen auch Staatsanwaltschaft und Richter so. Daher reduzierte der Vorsitzende den Tagessatz von 100 auf 20 Euro. Insgesamt muss der Ochtruper nun nur noch 600 statt 3000 Euro zahlen. Der Richter ermahnte den Autoverkäufer jedoch, in Zukunft auf jeden Unfallschaden explizit hinzuweisen.

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