Trotz Corona sprudeln Gewerbesteuern in Legden – 2021 wird es spannend

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Gute Nachrichten, sorgenvoller Ausblick: Die Gewerbesteuern fließen in diesem Jahr wohl üppiger als angenommen. Die Corona-Pandemie wirkt sich finanziell später auf die Gemeindefinanzen aus.

Legden

, 14.09.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die finanziellen Einbußen, die durch die Corona-Pandemie entstehen, trifft zunächst die Legdener Wirtschaft und erst später den Gemeindehaushalt. Das machte Jürgen Göckemeyer von der Gemeindeverwaltung in der jüngsten Ratssitzung deutlich. Denn eigentlich hatte er gute Nachrichten, was die Gewerbesteuern angeht: Erhebliche Zahlungen aus den Jahren 2018 und 2019 der Legdener Unternehmen seien in Aussicht gestellt.

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„Den Ansatz werden wir sicherlich erreichen. Wenn ich vorsichtig optimistisch bin, werden wir am Ende darüber liegen, wenn es richtig gut läuft, deutlich darüber“, sagte er mit Blick auf den aktuellen Ist-Stand: Gut 3,7 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen darf die Gemeinde Legden – Stand Anfang September – einplanen. Knapp vier Millionen Euro waren bei der Haushaltsverabschiedung als Gesamteinnahme für 2020 kalkuliert worden. Das Jahr hat noch vier Monate.

Wegen Corona-Auswirkungen: Im Jahr 2021 wird es spannend

„Was in diesem Jahr fehlt, wird sich 2021 oder vor allem 2022 bemerkbar machen“, schob Jürgen Göckemeyer der guten Nachricht die Warnung hinterher. Trotzdem, der aktuelle Stand gab Anlass für Superlativen: 3,2 Millionen Euro liquide Mittel – „die beste Zahl, die wir jemals hatten“. Alles könne realisiert werden, und Kassenkredite seien dafür nicht notwendig, ergänzte Göckemeyer.

Bürgermeister Friedhelm Kleweken freute sich über die guten Zahlen und sah sich in der Politik der Gemeinde bestätigt, in der Wirtschaftsansiedlung Wert auf einen guten Branchenmix gelegt zu haben. Dennoch: „Wie erholt sich die Weltkonjunktur?“ Die Antwort auf diese Frage werde auch Legden und seine Wirtschaft betreffen. Er freute sich über eine Verschuldungsrate, die in der jüngsten Vergangenheit deutlich nach unten gezeigt habe.

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Berthold Langehangeberg freute sich auch über den Ist-Stand. „Mit Sigrid Goßling bin ich seit 26 Jahren im Rat. So eine gute Haushaltslage wie jetzt habe ich noch nicht erleben dürfen“, betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende. „Wir müssen gucken, was kommt. Ich bin guten Mutes, vielleicht kommen wir mit einem blauen Auge davon“, verstreute er etwas Optimismus.

Mehrausgaben wegen Corona aktuell bei 55.000 Euro

Die Mehrausgaben, die die Gemeinde wegen der Corona-Pandemie bislang zu stemmen hatte, bezifferte Jürgen Göckemeyer auf knapp 55.000 Euro. Diese setzten sich aus den Kosten für Desinfektionsmittel bis zu den Kosten für den bezuschussten Dahlientaler zusammen.

Die Einnahme aus der Vergnügungssteuer ist natürlich auch in Legden eingebrochen: Statt kalkulierter 125.00 Euro werden 30.000 Euro eingenommen aus Steuern, die zum Beispiel Spielhallen zahlen müssen..

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