Träume und Aberglauben in der Kirche sind Thema einer Ausstellung im Dormitorium

dzAusstellung in Asbeck

Die Kunst der Kirchenbaumeister fasziniert Manfred Hesse. Seine Druckgrafiken feiern ihre Arbeit, erzählen aber auch von Träumen und Aberglauben. Jetzt stellt er im Dormitorium aus.

Asbeck

, 20.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Was können die großen alten Kathedralen alles erzählen. Manfred Hesse sieht ganz viel, wenn er sie bei seinen Reisen besucht die strengen Formen, die Ornamennte, aber auch die enorme Leistung der Baumeister und der Arbeiter – das alles würdigt er in seinen Druckgrafiken. Der Heimatverein Asbeck stellt den Künstler aus Havixbeck in seiner neuen Ausstellung ab Sonntag, 23. Juni, vor.

„Träume – Glaube – Aberglaube“: Der Titel der Ausstellung im Dormitorium weist daraufhin, dass es um mehr geht als um eine reine Abbildung. „Jemand träumt von einem Kathedralenbau. Er hat einen festen Gauben. Wenn der Bau dann steht, glaubt er, er kommt deshalb in den Himmel. Da haben wir dann wieder den Aberglauben“, erzählt er einen Ansatz für seine Druckgrafiken. Aber auch ironische Kommentare kann der Betrachter entdecken.

Berühmte Kirchenhäuser als Motive

Die berühmten Kirchenhäuser in Straßburg, Maulbronn, Chartres oder Rouen sind zum Beispiel seine Motive. Einige der Arbeiten hat er eigens für die Ausstellung in Asbeck geschaffen. Manfred Hesse: „Sie passen sehr gut zu der Architektur des Dormitoriums und der Geschichte des Stifts.“

Manfred Hesse, der in Havixbeck lebt und sich als Autodidakt mit Kursen künstlerisch entwickelt hat, hat mehr als 40 Arbeiten für Asbeck ausgewählt. Darunter sind Hochdrucke wie Linol- oder Holzschnitte oder Tiefdrucke wie Ätzradierungen. Um zu zeigen, wie die Druckgrafiken entstehen, bringt Hesse auch Kupferplatten mit. In einigen Arbeiten verbinden sich die Bilder von Hermann Hesse mit Gedichten von Heinrich Hakenes, der ebenfalls aus Havixbeck stammt.

Informationen zur Ausstellung

  • Die Ausstellung wird am Sonntag, 23. Juni, um 11 Uhr im Dormitorium, Stiftsstraße 20, eröffnet.
  • Nach der Begrüßung durch Bernhard Laukötter, Vorsitzender des Heimatvereins Asbeck als Veranstalter, wird Peter Amadeus Schneider, ehemaliger Bürgermeister von Nottuln, in die Ausstellung einführen. Die musikalische Begleitung übernimmt Martin Heemann, Saxophon.
  • Die Ausstellung ist zu sehen bis 18. August, Samstag und Sonntag, jeweils 14.30 bis 17.30 Uhr, und nach Vereinbarung: E-Mail an info@heimatverein-asbeck.de
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