Teurer Tritt ins "Fettnäpfchen"

28.07.2008, 15:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

Legden/Ahaus Buchstäblich "ins Fettnäpfchen getreten" hat ein 60-jähriger LKW-Fahrer, der vom Gelände eines Legdener Imbissbetriebes eine 100-Liter-Tonne gebrauchtes Frittierfett ohne Einverständnis des Besitzers am 16. Januar abtransportierte.

Am 25. Januar fiel er in Ahaus unangenehm auf: Auf der Bahnhofstraße parkte er sein Fahrzeug in falscher Fahrtrichtung zum Entladen vor einem Restaurant. Eine Politesse bemerkte die Verkehrswidrigkeit und war gerade dabei, ihm ein "Knöllchen" zu schreiben, als der LKW-Fahrer, der aus Emmerich kam, sie wütend beschimpfte. Er forderte sie auf, von seinem Auto wegzubleiben und bezeichnete ihre Tätigkeit als Wegelagerei.

Als die Politesse die Verwarnung an der Scheibe befestigen wollte, schlug er ihren Unterarm herunter. Seine Verfehlungen fanden jetzt ein Nachspiel beim Amtsgericht in Ahaus, das ihn wegen versuchter Nötigung zu einer Geldstrafe von 450 Euro (30 Tagessätze zu 15 Euro) verurteilte. Den Vorwurf des Diebstahls stellte das Gericht ohne Auflagen wegen geringen Verschuldens ein.

Der Mann versicherte vor dem Richter, dass die Mitnahme der Fetttonne ein Versehen gewesen sei. Er habe sich bei der Abholung geirrt. Ein anderer Fahrer sei für diesen Betrieb zuständig gewesen. Sein ruppiges Verhalten gegenüber der Politesse versuchte er damit zu rechtfertigen, dass der Scheibenwischer an seinem Fahrzeug defekt gewesen sei, und er das Befestigen der Verwarnung habe verhindern wollen. Er bedauerte sein Verhalten. Die Verwarnung von 15 Euro wegen des Falschparkens wurde aufrecht erhalten. ek

Lesen Sie jetzt