Soccerplatz mit Kunstrasen am Asbecker Waldstadion in Eigenleistung gebaut

dzGermania Asbeck

Ein Schmuckstück ist es geworden, und bald ist er ein neuer Treffpunkt in Asbeck: Der Soccerplatz im Waldstadion ist fertig. Ein Dorfgemeinschaftsprojekt steht kurz vor Vollendung.

Legden

, 05.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Tore sind noch nicht aufgestellt, sonst ist alles fertig: Der Soccerplatz auf dem Gelände des Asbecker Waldstadions lädt schon bald zum Kicken ein. Viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit sind in das Projekt geflossen – und rund 20.000 gespendete Euros.

Hoch ging es hinaus bei den Arbeiten: Sechs Meter hoch ist der Zaun rund um den Soccerplatz.

Hoch ging es hinaus bei den Arbeiten: Sechs Meter hoch ist der Zaun rund um den Soccerplatz. © privat

Der neue Soccerplatz ist ein Dorfgemeinschaftsprojekt und eine Erfolgsgeschichte. Direkt neben dem Klubheim des FC Germania Asbeck wurde in den 90er-Jahren ein Spielplatz angelegt. Die Spielgeräte kamen in die Jahre, wurden am Ende stillgelegt und nicht erneuert. Da wuchs der Gedanke: Dem Dorf fehlt ein Soccerplatz – im Waldstadion wäre Platz dafür.

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Helmut Reckers, Vorsitzender des FC Germania Asbeck, freut sich über die hohe Akzeptanz für das Projekt. Eine Sponsorentafel wurde erstellt, am Klubheim aufgehängt und Felder darauf zum Kauf angeboten. Kein Platz ist mehr frei. „Viele Firmen und Private haben gespendet, und der Heimatverein sogar 2500 Euro“, erzählt der Vorsitzende.

So sieht es unter dem Kunstrasen aus auf dem Soccerplatz im Asbecker Waldstadion: Bevor der Rasen von einer Fachfirma verlegt wurde, bereiteten Ehrenamtliche den Untergrund vor.

So sieht es unter dem Kunstrasen aus auf dem Soccerplatz im Asbecker Waldstadion: Bevor der Rasen von einer Fachfirma verlegt wurde, bereiteten Ehrenamtliche den Untergrund vor. © privat

Die gute Resonanz bezieht sich auch auf die Bauarbeiten. „An Spitzentagen waren 20 Leute da“, erzählt Helmut Reckers. „Da haben wir schon eine gute Baukolonne am Start gehabt.“ Auch gab es Unterstützung aus der heimischen Wirtschaft, was Baugeräte und -fahrzeuge anging. Gerade am vergangenen Samstag sind die letzten Arbeiten in Gemeinschaft erfolgt. Über eine Whats-App-Gruppe haben sich die Bauarbeiter immer verabredet.

Soccerplatz bis auf das Kunstrasen-Verlegen in Eigenleistung gebaut

Sechs Meter hoch ist der stabile Zaun rund um den Soccerplatz. Da brauchte man schon fachlich versierte Ehrenamtliche. Aber davon hat Asbeck einige. Zum Beispiel auch Ludger Wolter, den Geschäftsführer des Sportvereins, der als Techniker die Flutlichtanlage selber installieren konnte. Der absolvierte Testlauf verlief positiv, der Strahler strahlte: Auch in den dunklen Monaten, die jetzt anstehen, gibt es keinen Grund, nicht zu kicken.

Sechs Meter hoch ist der Zaun rund um den Soccerplatz.

Sechs Meter hoch ist der Zaun rund um den Soccerplatz. © Anne Winter-Weckenbrock

Seit Februar wurde an dem Soccerplatz gewerkelt. Nur das Verlegen des Kunstrasens musste einer Fachfirma überlassen werden. Damit es auch fachgerecht und sicher ist. „Wir haben mit Quarzsand verfüllten Kunstrasen gewählt“, informiert Helmut Reckers. Und drunter ist noch eine Matte zum Dämmen – es ist ein Soccerplatz von hoher Qualität. Dafür steht auch die Betonwand an einer Seite: Auch Einzeltraining im Passspielen ist dort möglich.

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Jetzt müssen nur noch die Tore aufgestellt werden. Dann soll ein Helferfest gefeiert werden – mal sehen, was in Coronazeiten wann möglich ist. Das gilt auch für die kleine Einweihungsfeier, die eigentlich geplant ist. Auf jeden Fall geplant ist, dass das Tor zum Soccerplatz nicht abgeschlossen wird: Der Platz soll für alle Asbecker jeden Alters zugänglich sein. Nur einen Ball und Fußballschuhe muss jeder selbst mitbringen.

Bis zu 20 Leute waren zu den Arbeitseinsätzen im Waldstadion aktiv, um gemeinsam einen Soccerplatz für Asbeck zu bauen.

Bis zu 20 Leute waren zu den Arbeitseinsätzen im Waldstadion aktiv, um gemeinsam einen Soccerplatz für Asbeck zu bauen. © privat

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