Sekundarschule und Gesamtschule sollen gleichwertig sein

Schulausschuss

Der Schulentwicklungsplan ist Thema in der Sitzung des Schulausschusses. Dabei geht es auch um die Entwicklung der Sekundarschule in Legden.

Legden

, 28.10.2019, 15:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sekundarschule und Gesamtschule sollen gleichwertig sein

Die Sekundarschule Legden-Rosendahl wird sich zweizügig entwickeln. © Markus Gehring

Ahaus, Heek und Legden haben 2017 beschlossen, gemeinsam einen Schulentwicklungsplan für die Sekundarstufe I/II aufzustellen. Jetzt wird er in den drei Kommunen vorgestellt. Am Dienstag, 29. Oktober, 18 Uhr, tagt der Schul-, Sport-, Jugend- und Kulturausschuss im Dormitorium in Asbeck.

Das gemeinsame Vorgehen macht Sinn, gehen doch viele Schüler aus Legden in Ahaus zur Schule, wirkt sich der Ansturm auf eine bestimmte Schule auch auf andere Schulen aus. Der Plan soll für eine bestmögliche Abstimmung sorgen. Dazu wurden bereits am Anfang der Planungsphase Eltern von Dritt- und Viertklässlern befragt.

In der Vorlage für die Sitzung heißt es: „Im Ergebnis sind alle Beteiligten übereinstimmend zu dem Schluss gekommen, dass eine Beibehaltung der aktuellen Schulen und Schulformen in den beteiligten Kommunen den derzeitigen schulrechtlichen Vorgaben und den aktuellen sowie prognostizierten zukünftigen Bedarfen am nächsten kommt, wenngleich auch dabei Probleme und einzelne Konfliktfelder auftreten können.“

Sekundarschule wird zweizügig bleiben

Für die Jahre 2020 bis 2025 gilt, dass die Sekundarschule Legden-Rosendahl sich zweizügig entwickeln soll. Die Zweizügigkeit von Sekundarschulen wird zurzeit vom Land für die Jahre bis 2022 gebilligt. Rechtlich ist dies aber noch nicht abschließend gesichert.

Alle drei Kommunen sprechen sich außerdem ausdrücklich für eine schulrechtliche Gleichwertigkeit der Sekundar- und Gesamtschulen in NRW und einer dafür erfor-derlichen Anpassung des Schulgesetzes aus. Bislang werden Sekundar- und Gesamtschulen nicht als gleichwertige Schulformen geführt.

Schülerströme besser lenken

Hintergrund ist, dass zahlreiche Sekundarschulen im Land in unmittelbarer Nachbarschaft zu Gesamtschulen rückläufige Schülerzahlen haben. Eine Gleichwertigkeit hätte praktische Folgen: Die Stadt Ahaus könnte dann Schüler aus Heek und Legden, die sich an der Irena-Sendler-Gesamtschule in Ahaus anmelden, abweisen, wenn die Zahl der Anmeldungen die Aufnahmekapazität übersteigt.

So könnten also Schülerströme gelenkt, die Ahauser Gesamtschule entlastet und die Sekundarschulen in Legden und Heek gestärkt werden. Zum Beschluss, den heute der Schulausschuss in Legden beraten wird, gehört, dieses Anliegen an die Landesregierung und die zuständigen Landtagsabgeordneten zu richten.

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